1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Harburg bekommt eine Pfarrerin

Harburg

14.01.2020

Harburg bekommt eine Pfarrerin

Regine Kellermann übernimmt die vakante Stelle in Harburg.
2 Bilder
Regine Kellermann übernimmt die vakante Stelle in Harburg.
Bild: Kellermann

Exklusiv Nach längerer Vakanz übernimmt Regine Kellermann die Stelle. Die Personalnot im Dekanat Donauwörth hält wohl trotzdem weiter an.

Die Pfarrersnot im evangelischen Dekanat Donauwörth wird zumindest vorübergehend etwas kleiner. Am 1. März wird die seit gut 14 Monaten vakante Stelle in Harburg neu besetzt. Dort tritt Regine Kellermann ihren Dienst an. Was mit den drei anderen unbesetzten Stellen in Donauwörth, Alerheim und Oppertshofen passiert, ist dem Vernehmen nach weiter unklar.

Groß ist hingegen die Freude bei Rosa Wersinger, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands in Harburg: „Wir sind glücklich.“ Drei Pfarrer verließen in den vergangenen Jahren die Pfarrei – und jedes Mal dauerte es geraume Zeit, bis sich ein Nachfolger fand. Zuletzt ging Udo Molinari im November 2018 in den Ruhestand. Die Stelle bleibt normalerweise ein halbes Jahr vakant. In der Burgstadt dauerte es freilich jeweils deutlich länger, bis ein Interessent anklopfte.

Amtseinführung am 1. März

Im Dezember erfuhr der Kirchenvorstand, dass Regine Kellermann als Pfarrerin in Harburg tätig sein will. „Das war unser schönstes Weihnachtsgeschenk“, erklärt Rosa Wersinger. Schließlich leide die Kirchengemeinde in einer solchen Vakanzzeit – auch wenn Vertreterin Ulrike Brödel aus Mönchsdeggingen mit vollem Engagement die Harburger mit betreue: „Sie tut wirklich alles, was in ihren Kräften steht.“

Harburg bekommt eine Pfarrerin

Regine Kellermann wird am 1. März um 14.30 Uhr in der Barbarakirche nicht nur in ihr Amt eingeführt, sondern auch als Pfarrerin ordiniert. Die 51-Jährige ist nämlich eine „Spätberufene“. Sie studierte zwar Theologie und trägt sogar einen Doktortitel, jedoch war sie von 2002 an erst einmal als kirchliche Jugendreferentin im Großraum München tätig. Dann begann sie eine Ausbildung zur Pfarrerin. Aktuell ist sie Vikarin in Oberhaching. Regine Kellermann ist verheiratet und hat vier eigene Kinder und zwei Stiefkinder – alle bereits erwachsen.

Hoffen auf lange Amtszeit

Kirchenvorstand-Vertrauensfrau Rosa Wersinger hofft, dass die Amtszeit der neuen Pfarrerin in Harburg länger dauern wird: „Ich bin zuversichtlich, dass sie lange bei uns bleibt.“

Andernorts müssen die evangelischen Christen hingegen weiter auf einen Seelsorger warten. In Alerheim ist das Pfarrhaus bereits seit Juli 2018 verwaist. In Donauwörth ist die sogenannte 2. Pfarrstelle – deren Einsatzgebiet umfasst die Parkstadt und die Orte nördlich der Großen Kreisstadt – seit rund einem Jahr unbesetzt.

Im Erziehungsurlaub

Grund: Pfarrerin Katharina Seeburg befindet sich im Erziehungsurlaub. Bislang gibt es für die Stelle keinen Ersatzkandidaten. In Oppertshofen verabschiedete sich im September 2019 Pfarrer Horst Schall. Somit endet die Vakanzzeit dort eigentlich im März. Ob es dann einen Nachfolger gibt, ist ungewiss. Der Hauptgrund: Der evangelischen Kirche fehlt es allgemein am Seelsorger-Nachwuchs. Der ist zudem nur schwer auf das flache Land zu locken.

Die Personaldecke im Dekanat Donauwörth ist äußert dünn. Wie bereits erwähnt, sind von den zwölf Pfarrerstellen derzeit vier vakant. Die Folge: Die Nachbarseelsorger müssen vertretungsweise einspringen. Die Lücken müssten eigentlich schnellstmöglich geschlossen werden, denn schon jetzt ist klar: Ulrike Brödel in Mönchsdeggingen und Rüdiger Lange in Kleinsorheim gehen heuer in den Ruhestand.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren