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Handball

25.01.2019

Hoffen auf das „Traumfinale“ bei der WM

Nach dem Sieg gegen Spanien war die Freude groß. Deutschland trifft nun im WM-Halbfinale auf Norwegen und Millionen von Fans werden erneut mitfiebern und auf den Finaleinzug des Teams hoffen.
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Nach dem Sieg gegen Spanien war die Freude groß. Deutschland trifft nun im WM-Halbfinale auf Norwegen und Millionen von Fans werden erneut mitfiebern und auf den Finaleinzug des Teams hoffen.
Bild: Frederico Gambarini/dpa

Die deutsche Nationalmannschaft begeistert bei der Heim-WM. Was ein Handball-Trainer aus der Region dem Team zutraut und welchen Finalgegner er sich wünscht.

Deutschland im Handball-Fieber: Während den Sport-Fans im Sommer 2018 ein Sommermärchen im Fußball versagt blieb, können sie nun ein Wintermärchen feiern, denn die Handball-Nationalmannschaft macht derzeit bei der Heim-Weltmeisterschaft richtig Spaß – und strapaziert die Nerven gewaltig. Die zum teil sehr knappen und spannenden Spiele lösen Begeisterung aus, die bei manch müdem Kick in der Fußball-Bundesliga schmerzlich vermisst wird.

Dieser Begeisterung ist Harald Hämmerlein vom TSV Bäumenheim schon längst verfallen. Er trainiert die Jungsenioren des Vereins und leitet regelmäßig als Schiedsrichter Spiele im Bezirk Schwaben. Er verfolgte einige WM-Spiele sogar live: „Wir waren am 13. Januar zu siebt in der Olympiahalle München und haben dort Spiele der Vorrundengruppe B angeschaut: Mazedonien – Bahrain, Kroatien – Japan und Spanien – Island. Das war vor über 12000 Zuschauern ein absolutes Mega-Erlebnis!“ Obwohl er dem deutschen Team im Vorfeld des Turniers viel zugetraut habe, sei er nun doch ein wenig überrascht, wie stark es ist.

Hämmerlein lobt Trainer Christian Prokop

Durch die klasse Leistung des Teams während des Turniers ist nun anscheinend auch die Diskussion um Trainer Christian Prokop beendet. Dieser war nach dem enttäuschenden neunten Platz bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr stark kritisiert worden, was Hämmerlein nicht nachvollziehen kann: „Er hatte in seinem Verein DHfK Leipzig in der Bundesliga eine tolle Mannschaft geformt. Doch es ist sicher ein großer Unterschied, ob ich eine Vereinsmannschaft täglich trainiere, oder mit einer Auswahl nur gelegentlich.“ Hämmerlein sei froh, dass sich Prokop von diesem Negativstrom nicht beeindrucken ließ. „Es spricht auch für den Deutschen Handballbund, dass sie Christian Prokop die Stange gehalten und ihm eine zweite Chance gegeben haben. Vor allem die Art, wie er mit der Mannschaft umgeht, kann man nicht hoch genug loben“, findet er.

Das Spiel vom Mittwoch gegen Spanien verfolgte Hämmerlein dann nicht live in Köln, sondern bei seinem Sohn. Und heute Abend steht schon die nächste Partie an, dann spielt Deutschland im Halbfinale gegen Norwegen. „Das wird mit Sicherheit kein Spaziergang“, ist er sich sicher. Dennoch traut er dem deutschen Team durchaus den Titelgewinn zu – zwölf Jahre nach dem letzten WM-Sieg der deutschen National-Mannschaft.

Finale Deutschland gegen Dänemark wäre „ein Traum“

Für das Finale im dänischen Herning hat Hämmerlein auch eine Wunsch-Konstellation: „Sollte Dänemark sein Halbfinale gegen Frankreich gewinnen, dann wären die Dänen in eigener Halle sicher der Top-Favorit auf den Titelgewinn. Ein Finale Dänemark gegen Deutschland wäre schon ein Traum!“

Dass die Begeisterung der Deutschen für die National-Handballer sich auch im Sport an der Basis bemerkbar machen wird, glaubt Hämmerlein – bei aller derzeitigen Euphorie – aber nicht. Häufig wird nach großen Erfolgen deutscher Sportler ein Aufschwung in der jeweiligen Sportart erwartet, vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Doch Hämmerlein ist da Realist: „Bei den vergangenen Titelgewinnen (Weltmeister 2007 und Europameister 2004 und 2016) war das auch nicht der Fall.“ Dennoch würde er sich natürlich freuen, wenn der TSV Bäumenheim bei den jüngsten Handballern Zuwachs bekäme.

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