Im Rahmen der Paarkunst startet am Freitag die Ausstellung in der Friedberger Archivgalerie. Sie lehnt sich mit ihrem Titel an das Thema der Bayerischen Landesausstellung an und heißt ebenfalls „Stadt befreit“. Insgesamt 14 Künstler aus Friedberg, Aichach und Augsburg sowie zwei Schulklassen des Gymnasiums Friedberg haben sich an dieser vielseitigen Schau beteiligt. Das Thema „Freiheit“ wird dabei auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert.
„Interessante An-und Einblicke sind garantiert“, sagt der Friedberger Künstler Petrus, der als Kurator der Ausstellung froh ist, dass diese unter Corona-Maßnahmen überhaupt möglich ist. Die Besucherzahlen sind zwar begrenzt, aber in den beiden Ausstellungsräumen sei genügend Platz. „Die Vernissage muss leider ausfallen“, bedauert Petrus.
In der Friedberger Archivgalerie ist für jeden etwas dabei
Er freut sich aber über eine gelungene Zusammenstellung an Kunstwerken. „Da ist für jeden etwas dabei. Es darf geschmunzelt, gelobt und geschimpft werden“, sagt der Künstler. Es sind verschiedene Techniken zu sehen, wie Fotos zur Jugend in der Stadt, Bilder zu „völlig freien“ Stadtmenschen und Skulpturen aus Holz, die den Gegensatz von Natur und Stadt darstellen sollen.
Im ersten Stock sind unter anderem ein Ölgemälde mit verschachtelten Räumen, zahlreiche Buchstaben aus Marmor in einem großen Glas und radelnde Stadtmenschen aus Holz ausgestellt. Und mehrere Werke aus Draht und Bildern mit dem Titel „Die Treppen einer Stadt führen alle noch oben und nach unten“.
Kurator Petrus hat natürlich auch einige seiner Objekte zur Stadt mitgebracht, darunter ein Stück aus einem sehr teuren Holz mit Menschenfiguren darauf und seine „schrägen Vögel“. „Sie sitzen über den Menschen, haben viel Geld und wissen nicht wohin damit. Die Menschen dagegen habe ich als fleißige Ameisen dargestellt, die dafür sorgen sollen, dass es den Reichen dort oben gut geht“, interpretiert es Petrus. Als Anregung für seine Arbeiten dienen dem in 1951 in Bad Mergentheim geborenen Bildhauer Petrus persönliche Begegnungen und Erfahrungen, die er dann in seinen plastischen Werken verdichtet. Immer mit viel Ironie dabei.
Paarkunst: Schüler des Gymnasiums Friedberg zeigen ihre Arbeiten
Auch junge Künstler und Schüler aus den fünften und sechsten Klassen des Friedberger Gymnasiums konnten das Thema „Stadt“ bei dieser Ausstellung zum ersten Mal thematisieren. Dass das in der kurzen Zeit seit Beginn dieses Schuljahrs möglich geworden ist, dafür hat ihre Kunstlehrerin Doris Herschke gesorgt. So hat jeder Schüler der sechsten Klassen einen Raum aus Papier gebaut. Die Vorgabe lautete: „My Home is my Castle“. „Es sollte fast nur in Weiß, Kartonfarbe und mit Akzenten in Schwarz gearbeitet werden.
Die Schüler durften sich aussuchen, wie sie den Raum gestalten wollen. Die Einrichtungsgegenstände sollten gezeichnet oder aus Papier gebastelt werden. Coronabedingt konnten wir nicht mit Holz, Ton oder Pappmaché arbeiten, sondern nur mit Papier und Pappe“, erklärt es Herschke. Alle Kunstwerke wurden nun aufeinandergestapelt und haben in der Archivgalerie im ersten Stock ihren Platz gefunden. Kurator Petrus ist begeistert, was sich die Kinder alles haben einfallen lassen. Im Treppenhaus haben die bunten Bilder der Fünftklässler ihren Platz gefunden und können bewundert werden.
Die Ausstellung läuft vom 23. Oktober bis zum 8. November. Geöffnet ist die Archivgalerie jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr und jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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