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Friedhof in Friedberg

21.01.2019

In Friedberg sollen bald Baumbestattungen möglich sein

Bald sollen in Friedberg Baumbestattungen möglich sein.
Bild: Anne Wall

Friedberg legt jetzt Friedhaine an. Wie sieht es in anderen Orten aus?

In Friedberg sollen ab Frühling Baumbestattungen möglich sein. Diese Entscheidung fällte der zuständige Stadtratsausschuss kürzlich. Auf den Friedhöfen in Friedberg-Herrgottsruh, Wulfertshausen und Ottmaring sollen dafür zentrale Denkmäler statt Grabplatten unter den bereits vorhandenen Baumgruppen aufgestellt werden. Ganz anders sieht es in Aichach aus. Der Vorschlag „Baumgräber“ stieß dort nicht auf Begeisterung. Abgesehen vom Flächenmangel sorgten sich die Stadträte um die Gräber, auf denen herumgetrampelt werden könnte. Hier ein Überblick der Gemeinden im Landkreis Süden.

Kissing In den letzten zehn Jahren stieg die Anzahl der Feuerbestattungen. Die Gemeinde schätzt, dass Erdbestattungen nur noch 30 Prozent der Gesamtzahl ausmachen. Neben der Kostenfrage spielt auch die Grabpflege eine große Rolle, die bei der Urnenbestattung meist wegfällt. Oft wohnen Verwandte weiter weg und können sich nicht regelmäßig und angemessen um das Grab kümmern. Im Moment bietet Kissing noch keine Baumbestattungen an, weil die Nachfrage sich nur auf ein bis zwei Personen pro Jahr belaufe und es außerdem genügend Angebote im Umkreis gäbe, so die Gemeinde.

In Mering steigt der Anteil der Feuerbestattungen

Mering Die Verwaltungsgemeinschaft Mering trägt Verantwortung für die Friedhöfe in Mering, Schmiechen, Unterbergen und Steindorf. Auf dem Neuen Friedhof in Mering gibt es bereits sogenannte Baum-Urnenerdgräber: „In den anderen Gemeinden herrscht kein Bedarf, es ist alles sehr ländlich strukturiert und die Bewohner tendieren eher zu Erdbestattungen“, so Bernhard Bordon, Leiter der Abteilung „Bürger & Service“. Bereits 1985 investierte die Gemeinde Mering in Urnennischen. Seitdem stieg die Anfrage nach Feuerbestattungen bis heute und macht nun fast drei Viertel der Gesamtheit aus.

Dasing In der Verwaltungsgemeinschaft Dasing, zu der auch Eurasburg gehört, gab es bis jetzt noch keine Anfragen zu Baumbestattungen. Feuerbestattungen seien im Kommen, so die Gemeinde, trotzdem gebe es immer noch mehr Erdbestattungen in der ländlichen Gegend.

Erst einige wenige Urnengräber in Ried

Ried „Bei uns ist die Urne immer noch etwas Besonderes verglichen zur Erdbestattung. Außerdem ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Land und den großen Städten spürbar“, berichtet Sieglinde Kistler, vom Friedhofamt. In Ried nehmen die Erdbestattungen einen Anteil von mehr als 70 Prozent ein. Baumbestattungen gibt es dort nicht, offiziell gab es auch keine Besprechungen dazu. Einige wenige Urnengräber befänden sich aber auf dem Friedhof sowie eine Urnenwand. Des Weiteren diene eine Urnenstele der Auflockerung des Friedhofes in Ried, so Kistler.

Merching Es gibt mehr Erd- als Feuerbestattungen in Merching. Dennoch wird über die Möglichkeit der Baumbestattung nachgedacht. Einige Dinge sind dabei aber zu beachten: „Für Baumgräber bedarf es natürlich an viel Platz, dieser muss erst einmal geschaffen werden. Pläne müssten zuerst vom Bauausschuss genehmigt werden und der Gemeinderat müsste ebenfalls seine Zustimmung geben“, sagt Bürgermeister Martin Walch, „im Moment steht die Baumbestattung aber noch nicht auf unserer normalen Tagesordnung.“

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