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Friedberg

17.11.2019

Jobbörse ist ein Erfolgsmodell für den Berufsstart

Ganz schön aufwendig: Am Stand der Schreinerinnung waren die Auszubildenden selbst vor Ort und zeigten, wie man einen Flaschenöffner aus Holz selber herstellen kann.
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Ganz schön aufwendig: Am Stand der Schreinerinnung waren die Auszubildenden selbst vor Ort und zeigten, wie man einen Flaschenöffner aus Holz selber herstellen kann.
Bild: Sabine Roth

Die Jobbörse in der Max-Kreitmayr-Halle kommt sehr gut an – sowohl bei den 44 Ausstellern als auch bei den Schulabgängern.

Volle Gänge, viele gute Gespräche und lauter zufriedene Gesichter – die Jobbörse hat diesmal so richtig eingeschlagen. Die 44 Aussteller präsentierten sich in Bestform und ließen sich so einiges einfallen, um Besucher an ihren Stand zu locken.

So konnte man einen Flaschenöffner mit seinem Namen aus Holz selber anfertigen, was Massen an den Stand der Schreinerinnung zog. Sonja Schmaus von der Berufsschule aus Aichach freute sich, dass sich die Jobbörse so gut entwickelt hat. Die Schreiner und Zimmerer sind schon von Anfang an mit dabei. „Heute stellten unsere Schüler vor, was sie in der Werkstatt alles machen. Und sie lernen hier vor allem den Umgang mit fremden Menschen“, sagte Schmaus. Auch Inklusion werde bei der Innung groß geschrieben.

Jobbörse: Bewerber können unter 83 Berufen wählen

„Die Jobbörse ist zu einer sehr guten Tradition geworden, heute bereits zum 22. Mal“, sagte der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko. Zur Anfangszeit herrschte noch Lehrstellenmangel. Heute ist die Situation ganz anders. Die Unternehmen müssen zeigen, wie attraktiv sie sind. Viele Lehrstellen können nicht mehr besetzt werden. Die Schulabgänger konnten sich auf der Jobbörse, die von der IHK Schwaben, der Stadt Friedberg und unserer Zeitung veranstaltet wurde, einen guten Überblick verschaffen. Unter 83 Berufsbildern konnten die Schüler auswählen.

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Dass zeitweise fast kein Durchkommen mehr möglich war, gefiel den Ausstellern gut, darunter mobiheat. Das Unternehmen aus Derching war zum ersten Mal mit dabei und warb für die Berufe Kaufmann/-frau für Büromanagement und Industriemechaniker. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und konnten gute Gespräche führen. Wir stellten fest, dass sich viele junge Menschen Gedanken darüber machen, welcher Beruf zu ihnen passen könnte“, so der Personalleiter Roland Meisl.

Auszubildende sind am Stand der Betriebe mit dabei

Seine Auszubildenden waren selbst am Stand und haben über ihre Arbeit gerne Auskunft gegeben. Luca Schuster ist im zweiten Lehrjahr und hat es nie bereut, sich für diese Büro-Ausbildung entschieden zu haben. „Über ein Praktikum kann sich jeder meinen Betrieb unverbindlich ansehen und dann entscheiden. Diese Chance sollte jeder nutzen, der noch nicht genau weiß, was er lernen will“, sagte der 17-Jährige.

Anna Theilacker kam zur Jobbörse, um sich mehrere Berufen anzusehen und Kontakte zu knüpfen. Sie ist in der achten Klasse der Konradin-Realschule und hat schon gewisse Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft, obwohl sie noch etwas Zeit dafür hat. Am besten gefielen ihr der Industrie- und Bankkaufmann, aber auch die Ausbildung bei der Polizei reizt sie. Wichtig war ihr zu erfahren, ob Praktika möglich sind. Auch die 15-jährige Daniela Fünffinger möchte eine Ausbildung zur Industriekauffrau machen und hat sich informiert, wann sie sich bewerben muss. „Ich habe gute Gespräche geführt und schon ein paar Firmen zur Auswahl, bei denen ich mich jetzt bewerben werde“, sagt die Dasingerin.

Ausbildung bei der Polizei ist für viele Bewerber attraktiv

Nico Glass aus Friedberg hat sich für die Karriere bei der Polizei und für technische Berufe interessiert. „Heute habe ich einen sehr guten Überblick bekommen, auch über duale Studiengänge. Das war sehr interessant.“ Insbesondere die Polizei reizt den 16-Jährigen. Gerade der sportliche Aspekt und die Vielseitigkeit sowie der Verdienst machen die Ausbildung bei der Polizei attraktiv. „Auch heute haben sich wieder viele Mädchen für die Polizei interessiert. Dahin geht der Trend“, so V. Mangini, die am Stand der Polizei darüber informierte. Aber auch der Kaufmann /-frau für E-Commerce war beliebt. Jürgen Jäger, der Ausbildungsleiter bei Segmüller, hatte viele Interessenten dazu an seinem Stand.

Dieter Weidner, der Vizepräsident der IHK Schwaben, ist sehr zufrieden. Die 44 Stände waren schnell vergeben. Man merke die Entwicklung vom Anbietermarkt zum Nachfragemarkt. Er betonte die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für unsere Gesellschaft. „Langfristig zahlt es sich aus, egal ob man sich im Sportverein, in der Politik oder im sozialen Bereich engagiert.“ Auch darüber konnten sich die Schüler auf der Jobbörse informieren. Das Bistum Augsburg bietet zum Beispiel den Weltfreiwilligendienst in vier Ländern, ein christliches Orientierungsjahr oder ein Freiwilliges Soziales Jahr an. „Diejenigen, die das in Anspruch nehmen, wissen danach besser, wo ihre Talente, Stärken und Schwächen liegen“, sagt Julia Lauter vom Bistum. Das Interesse am Stand dazu sei sehr groß gewesen.

Das Fazit der IHK Schwaben zur Jobbörse ist äußerst positiv. „Das sind unsere Betriebe der Region, die Bedarf an Fachkräften haben. Hier kann man sich auch nach der Ausbildung sicher sein, dass man übernommen wird“, sagt Ausbildungsfachberater Mathias Kring. „Diese Messe ist angekommen!“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Jobbörse bietet Hilfe bei der Wahl für die Bewerber

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