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Straßenbau

19.01.2016

Tangenten-Gegner bleiben nach wie vor skeptisch

Auch das Konzept der CSU kann die Kritiker nicht überzeugen

Zu einem Meinungsaustausch traf sich der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko (CSU) mit Vertretern des Aktionsbündnisses Keine Osttangente (A-KO). Beim Ortstermin nahe dem Naturschutzgebiet Kissinger Heide erläuterten die Mitglieder des Aktionsbündnisses ihre Bedenken gegen die geplante vierspurige Bundesstraße. Insbesondere der starke Eingriff in Kulturlandschaft, Naherholungsgebiete und landwirtschaftliche Nutzflächen bereiten ihnen große Sorgen.

Tomaschko stellte laut einer Pressemitteilung die von ihm und der CSU favorisierte kleine Variante einer Entlastungsstraße vor, die im Wesentlichen eine Entlastung für die Anlieger der B2 in Kissing und B300 in Friedberg zum Ziel hat. Er machte deutlich, dass er gegen die vierspurige, autobahnähnliche Variante sei und auch keinen zusätzlichen überregionalen Verkehr im Landkreis wünsche. Statt der Ansiedlung von Großgewerbe setzt er auf Handwerk und mittelständische Betriebe: „Es geht hier nicht um ein Rennen um mehr Wachstum“, betonte der Abgeordnete.

Die Vertreter des Aktionsbündnisses machten deutlich, dass auch sie eine Lösung für verkehrsgeplagte Anlieger in Friedberg und Kissing wünschen, dies aber nicht die geplante Osttangente sein könne, da sie zu viele neue Probleme schaffen würde. Auch die von der CSU jetzt vorgeschlagene Variante wird nach Ansicht des Bündnisses den überregionalen Verkehr zwischen A96, B17 und A8 anziehen. Besonders dann, wenn sie kreuzungsfrei und mit dreispurigen Überholstrecken ausgestattet wird. Die Gegner der Entlastungsstraße befürchten, dass dies in einer nächsten Phase sehr schnell zu einem vierspurigen Ausbau führen würde. Dem trat Landtagsabgeordneter Tomaschko entgegen und versicherte nochmals, dass es nicht um einen autobahnähnlichen Ausbau geht.

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Aktionsbündnis befürchtet negative Entwicklung

Zudem vermissen die Vertreter des Aktionsbündnisses in der vorgeschlagenen Variante eine klare Aussage darüber, dass eine kreuzungsfreie Trasse mit netzübergreifendem, überregionalem Zusammenhang auch für die Zukunft nicht gewünscht wird. Sie sehen durch dieses Projekt und durch den Druck der Wachstumsregion München/Augsburg eine Entwicklung in Gang gesetzt, die Landschaft und Heimat für Generationen negativ verändern würde. „Auf diese Entwicklung hätten dann auch die Politiker vor Ort keinen Einfluss mehr“, befürchtet Wolfhard von Thienen, der Sprecher des Aktionsbündnisses.

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