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Fußball

14.12.2015

Alle freuen sich über das Traumlos

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UEFA General Sekretär Gianni Infantino zeigt das Los mit dem Namen FC Augsburg - und Alexander Frei zog schließlich Liverpool als Gegner für die Augsburger. 
Bild: AFP/Fabrice Coffrini

Trainer aus der Region sind begeistert, dass der FCA den FC Liverpool gezogen hat. Den Bayern trauen sie das Weiterkommen zu – und der Nationalelf bei der EM den Gruppensieg

Gelost wurde viel in Sachen Fußball in den letzten Tagen. Erst am Wochenende die Endrunde der Europameisterschaft in Frankreich, gestern nun die Achtel- bzw. Sechzehntelfinalspiele der Champions- bzw. Europa-League. Und da zog der FC Augsburg wohl das Traumlos schlechthin: den FC Liverpool. Daneben verblasste auch ein bisschen der Champions-League-Knüller zwischen Juventus Turin und den Münchner Bayern. Wir fragten bei Trainern in der Region, wie sie denn die diversen Losentscheidungen kommentieren.

Günter Bayer, der Trainer des Landesligisten SV Mering, fehlten anfangs fast die Worte, als er vom Gegner FC Liverpool erfuhr. „Das ist ja der Hammer, das ist ja das Wunschlos, das man sich im Vorfeld erhofft hatte. Da wurden kurz vor Weihnachten fast alle Wünsche erfüllt“, meinte der 62-Jährige. Der ist überzeigt davon, dass das Stadion restlos ausverkauft sein wird, wenn Jürgen Klopp und sein Team von der Insel auftauchen. Und auch sportlich schätzt der Meringer Trainer die Aufgabe als nicht aussichtslos für die Augsburger ein. „Liverpool ist nicht zu stark, ich sehe durchaus eine kleine Chance für den FCA“, so Bayer. „Das ist ja ein Kracher“, meinte der Meringer Erfolgscoach dann zum Spiel Juventus gegen Bayern. Schwerer hätte es seiner Ansicht nach für die Münchner kaum kommen können. „Das ist sehr schwer, da musst du höllisch aufpassen, dass du nicht in Rückstand gerätst. Das ist sicher ganz und gar nicht das Traumlos der Münchner“, so Bayer. Andererseits müsse, wer die Champions-League gewinnen will, jede Mannschaft aus dem Weg räumen. „Wenn München wieder alle Mann an Bord hat, werden die das auch schaffen“, ist sich Bayer sicher. In Sachen Nationalmannschaft hat Bayer auch eine klare Meinung. „Es gibt kaum eine leichtere Gruppe als die mit Nord-Irland, Polen und der Ukraine. Alles andere als der Gruppensieg wäre eine Enttäuschung“, so der MSV-Coach.

„Ich finde, das ist ein Traumlos – auch wenn das mit dem Weiterkommen wohl eher schwierig werden wird.“ Das ist die Einschätzung von Helmut „Bobby“ Riedl. Der ehemalige FCA-Spieler und jetzige Trainer des Bezirksligisten FC Stätzling findet es einfach nur „traumhaft“, dass mit Liverpool ein so renommierter Club seine Aufwartung in der Fuggerstadt macht. „Mal schauen, ob ich an Karten komme“, meinte er weiter. Was den FC Bayern betrifft, findet Riedl auch fast nur ein Wort: „Ein Hammerlos!“ Zwar seien mit den Partien Arsenal gegen Barcelona oder Paris gegen Chelsea auch andere, hochinteressante Vergleiche gezogen worden, doch in der frühen k.o.-Phase des Wettbewerbs sei Juventus schon „ein ziemlich großes Kaliber für die Münchner.“ Aber auch Riedl glaubt daran, dass die Münchner die Aufgabe bewältigen können. „Das sollte trotz allem machbar sein, die Bayern sind ja in den letzten Jahren immer ins Halbfinale gekommen“, so Riedl. Zur Nationalmannschaft und den Gegnern, die Angelos Charisteas und David Trezeguet den Deutschen beschert haben, sagte Riedl: „Wir hatten wir gewohnt Losglück. Polen ist zwar nicht zu unterschätzen, aber der Gruppensieg sollte machbar sein.“

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Daniel Framberger, der Trainer des Kissinger SC, trug vor einigen jahren ebenfalls schon das Trikot des FC Augsburg. Auch er findet, dass Liverpool ein „tolles Los“ ist. „Das ist ein absolutes Erlebnis, dass der FCA auf einen solchen Gegner trifft – ich denke, da freuen sich alle drauf“, so Framberger. Der traut dem FCA auch zu, dass er Jürgen Klopp und den FC Liverpool ärgern kann. „Es ist alles möglich, denn FCA muss man erst mal schlagen“, erklärte er. Ob er das Spiel im Stadion oder zu Hause vor dem Fernseher verfolgen wird, weiß Framberger noch nicht.

Zu den Bayern meinte er lapidar: „Die wollen den Titel, da ist es egal wer kommt – auch wenn italienische Mannschaften nie einfach zu bespielen sind.“

Und bei der Nationalmannschaft teilt der KSC-Trainer die Einschätzung seiner Kollegen. „Wir sind dank des Losglücks wieder den Großen aus dem Weg gegangen. Die Vorrunde musst du eigentlich als Gruppensieger überstehen“, so Framberger.

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