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Günzburg

13.11.2019

BKH-Flüchtige in "Aktenzeichen XY": Wie die Polizei weiter vorgeht

Moderator Rudi Cerne stellt in der Sendung "Aktenzeichen XY" den Fall der zwei BKH-Flüchtigen aus Günzburg vor.
Bild: Nadine Rupp, ZDF

Plus Von den Männern, die aus dem BKH in Günzburg geflohen sind, fehlt jede Spur. Ein Fahndungsaufruf bei "Aktenzeichen XY" soll für Aufmerksamkeit sorgen.

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm fahndet noch immer nach den beiden Männern, die in der Nacht des 22. auf den 23. September nach einer Geiselnahme aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflüchtet sind. Um neue Hinweise auf die Männer zu bekommen, deren Spur sich Ende September beziehungsweise Anfang Oktober verloren hat, hat die Staatsanwaltschaft Memmingen jetzt eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt. Außerdem erfolgt am Mittwochabend ein Fahndungsaufruf in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Das gab das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West bekannt.

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Wie mehrfach berichtet, hatten die beiden 23 und 28 Jahre alten Männer, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren und wegen Suchterkrankungen in der Forensik in Günzburg behandelt wurden, eine Klinikangestellte bedroht. Ein weiterer Mitarbeiter hatte daraufhin die Türe entriegelt und die Männer flüchteten. Trotz einer Großfahndung gelang es dem Duo, unterzutauchen.

Mehrfach waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, dass die Männer unter anderem in Jettingen-Scheppach, später in Günzburg und bei Leipheim sowie im Raum Stuttgart gesichtet worden seien. Gefunden wurden die beiden 23- und 28-Jährigen aber bis heute nicht, obwohl nicht nur deutschlandweit nach ihnen gesucht wurde. Die Polizei hatte auch einen europäischen Haftbefehl erwirkt.

BKH-Flüchtige in "Aktenzeichen XY": Wie die Polizei weiter vorgeht

BKH Günzburg: Einer der Flüchtigen wurde zuletzt in der Schweiz gesichtet

Wie Johanna Graf, Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, mitteilte, gehen zwar immer noch Hinweise auf die Flüchtigen aus der Bevölkerung ein. Die letzten fundierten und gesicherten Erkenntnisse liegen jedoch ein paar Wochen zurück. Demnach müssen sich die Männer, die zunächst stets gemeinsam gesichtet worden waren, getrennt haben. Laut Graf will ein Zeuge den 28-jährigen Deutsch-Russen Alexander Günter zuletzt am 29. September in Schwäbisch-Gmünd gesehen haben. Der 23-jährige Ukrainer Ruslan-Oleksandr Tsopa hingegen soll das letzte Mal am 4. Oktober in der Schweiz aufgetaucht sein. Seitdem verliert sich die Spur der beiden. Nur eines kann die Sprecherin mit hoher Sicherheit sagen: In der Region Günzburg halten sich die Männer nicht mehr auf.

Die Polizei sucht weiter nach dem 28-jährigen Alexander Günter (links), der mit dem 23-jährigen Ruslan-Oleksandr Tsopa in der Nacht vom 22. auf den 23. September aus der Forensik in Günzburg geflüchtet ist.
Bild: Polizeipräsidium

Unabhängig davon gehen die Ermittlungen, die die Kripo Neu-Ulm im September übernommen hat, weiter. Um die Bevölkerung deutschlandweit auf den Fall aufmerksam zu machen und neue sachdienliche Hinweise zu bekommen, die zur Ergreifung der Entflohenen führen, hat die Staatsanwaltschaft Memmingen für Privatpersonen eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt. „Das ist noch nicht unser letztes Mittel. Es ist ein Zeichen, dass wir den Hinweisen noch mehr Wertschätzung geben“, betonte die Polizeisprecherin. Entscheidend für die Kriminalpolizei Neu-Ulm sei, wer die beiden Männer nach der Tat gesehen hat und vor allem wer Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort geben kann.

"Aktenzeichen XY": Fahndungsaufruf zu den Flüchtigen aus dem BKH Günzburg

Diese Fragen wird Moderator Rudi Cerne auch am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ ab 20.15 Uhr aufgreifen. Laut Johanna Graf wird in der Sendung kein großer Filmbeitrag gezeigt, es erfolge lediglich ein Fahndungsaufruf. Der Fall werde kurz geschildert, zudem werden die beiden Flüchtigen im Foto gezeigt und ihr mögliches Motiv für die Flucht dargelegt.

Die 23 und 28 Jahre alten Männer, die unter anderem wegen räuberischen Diebstahls und schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten und wegen Suchterkrankungen in der Klinik für Forensische Psychiatrie in Günzburg im Maßregelvollzug behandelt worden waren, hätten in Kürze in ihre Justizvollzugsanstalten zurückverlegt werden sollen. Wie Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken in Schwaben, bereits im September gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte, hätten sich die Männer jedoch nicht therapiewillig gezeigt und nicht an Regeln gehalten.

Um diese anderen Verbrechen geht es in der Sendung: "Aktenzeichen XY": Fälle am 13.11.19.

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