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Leipheim

12.03.2015

BMW kommt offenbar nicht auf Fliegerhorstgelände

Auf dem Areal Pro, dem Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Leipheimer Fliegerhorst, wird es wohl kein Ersatzteillager von BMW geben.

Das Ersatzteillager des Automobilkonzerns BMW wird offensichtlich nicht auf dem ehemaligen Leipheimer Fliegerhorstgelände gebaut. Der Automobilkonzern bestätigt dies aber nicht.

Das Ersatzteillager des Automobilkonzerns BMW wird offensichtlich nicht auf dem ehemaligen Leipheimer Fliegerhorstgelände gebaut. Dies hat Landrat Hubert Hafner am Mittwoch unserer Zeitung mitgeteilt. „Ich habe heute Mittag um 11.58 Uhr die Mitteilung erhalten, dass sich BMW für Kleinaitingen entschieden hat“, sagte der Zweckverbandsvorsitzende Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg. Hafner hatte die Nachricht nach Informationen unserer Zeitung allerdings nicht vom Autohersteller erhalten, sondern von der Neu-Ulmer Firma Honold, die das Ersatzteillager für BMW in Leipheim hätte bauen sollen. Damit ist der Traum der Verbandsräte, das BMW-Logistikzentrum auf das Areal Pro zu holen, wohl endgültig geplatzt.

Die Entscheidung kommt nicht aus heiterem Himmel. Bereits Anfang Februar hatte Hafner nach dem Treffen mit einer sechsköpfigen Delegation des Autoherstellers die Hoffnung auf den großen Coup fast aufgegeben. Die BMW-Ansiedelung in Leipheim sei „so gut wie gestorben“, ließ Hafner wissen. Die Verhandlungsführer des Konzerns forderten nach Informationen unserer Zeitung einen Nachlass beim Kaufpreis für das etwa 18 Hektar große Gelände. Zudem wollte BMW einen großen Teil der ehemaligen Start- und Landebahn abbauen lassen. Dies hätte die Baukosten nach oben getrieben. Zweckverbandsvorsitzender Hafner hielt den Abbau für unnötig. Aus Gründen der Gleichbehandlung habe der Zweckverband BMW das Grundstück nicht billiger angeboten. Der Landrat betonte, dass alle Firmen auf dem Areal Pro gleich behandelt werden sollen.

Offenbar kein BMW in Leipheim -  Landrat ist enttäuscht

„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte Hafner, denn der Zweckverband, dem die Kommunen Günzburg, Leipheim, Bubesheim und der Landkreis angehören, habe viel Mühe und Arbeit in das Projekt gesteckt. Für die Entscheidung zugunsten von Kleinaitingen habe offensichtlich der günstigere Kaufpreis den Ausschlag gegeben. „Von der Lage her wäre Leipheim der bessere Standort gewesen“, sagte der Zweckverbandsvorsitzende. Im Grunde hätten die Räte nach der Ansiedelung von Luible und Greiwing auch keine weiteren Logistiker auf dem Areal Pro haben wollen. „Wegen der Strahlkraft von BMW hätten wir aber eine Ausnahme gemacht“, erläuterte Hafner. Nun gehe es darum, den Blick nach vorne zu richten. „Ich bin überzeugt, dass wir andere Unternehmen als BMW auf das Areal Pro bekommen, die ebenso viele oder gar noch mehr Arbeitsplätze schaffen“, sagte Hafner.

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BMW selbst bestätigte die Entscheidung auf Anfrage unserer Zeitung nicht. Mathias Schmidt von der Konzernkommunikation teilte mit: „Es gibt bei dem Thema momentan keinen neuen Sachstand.“ Der geschäftsführende Gesellschafter der Honold Logistik Gruppe, Heiner Matthias Honold, war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Leipheims Bürgermeister Christian Konrad sagte zum Scheitern der BMW-Ansiedelung: „Ich bedauere das, aber das Leben geht weiter.“ Der Zweckverband habe ja nicht unbedingt weitere Logistiker auf dem Areal Pro haben wollen. Genau dies wäre das Ersatzteillager von BMW gewesen, sagte Konrad. Und er zweifelte, ob die Strahlkraft des Autobauers auch tatsächlich so groß wie erhofft gewesen wäre. „Eine Produktion hätten wir nicht bekommen“, analysierte der stellvertretende Zweckverbandsvorsitzende. Nun gehe es darum, „gute Mittelständler“ anzusiedeln, betonte der Bürgermeister. „Da wissen wir, was wir haben.“

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