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Landkreis Günzburg

28.01.2019

Der Bäckerball in Burtenbach ist eine süße Verführung 

Die Showtanzgruppe der Narrneusia kam beim Publikum gut an.  
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Die Showtanzgruppe der Narrneusia kam beim Publikum gut an.  
Bild: Sandra Kraus

Die Konditoren und Zuckerbäcker lassen sich nicht lumpen, wenn es darum geht, die kalorienreichste Tombola in der Region zu bestücken. 

Die Zuckerbäcker und Konditoren der Bäckerinnung Günzburg hatten auch heuer wieder in ihren 30 Backstuben 220 süße Verführungen für die Torten-Tombola des Bäckerballs kreiert. Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen, dass sich die Landkreisprominenz zum so gut wie immer ausverkauften Bäckerball in Burtenbach einfindet, wo sie von Obermeister Günther Weindl begrüßt wird.

Diemal konnten selbst buttercremebetupfte türkise Monster und ein mit Fondant überzogener Yoda aus der Filmreihe Star Wars im Tortenstand nicht locken: Viren setzten einige potenzielle Ballbesucher außer Gefecht, darunter Günzburgs Landrat Hubert Hafner.

500 Besucher und Prominenz aus dem Landkreis

Es mischten sich unter die tanzbegeisterten 500 Besucher Burtenbachs Bürgermeister Roland Kempfle und Altbürgermeister Hans Rößner, Landrats-Stellvertreterin Monika Wiesmüller-Schwab, Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz, Münsterhausens Bürgermeister Robert Hartinger, Gundremmingens Altbürgermeister Wolfgang Mayer, Christoph Grießer, Chef der Deutschen Bank in Österreich, Landgerichtspräsident Thomas Ermer, IHK-Vizepräsident der Region Roland Kober, Kreishandwerksmeister Michael Stoll, die Obermeister der Schreinerinnung und der Zimmererinnung, Hans-Martin Klingauf und Anton Dirr, Vertreter der Fach- und Berufsschulen – und nicht zu vergessen: die Bäcker selbst mit Ehrenobermeister Josef Wengenmayer.

Auch einige Mediziner und Geschäftsführer, Gemeinderäte und Profis aus den Gemeindeverwaltungen waren mit ihren Partnern gekommen.

Neben den Promis gibt es noch die persönlichen Geschichten von Ballbesuchern. So wie die von Petra und Robert Schmid aus Thannhausen, die heuer ihr 20-jähriges Bäckerball-Jubiläum feierten – ohne Unterbrechung. Da ist auch die Geschichte von Conny und Markus Kraus, die als Paar seit 1984 dabei sind und nur zweimal aussetzen mussten. Ehemann Markus Kraus ist schon seit 1982, als der Bäckerball in die Burggrafenhalle kam, ein noch länger Ballbesucher.

Nachglühen bei Kaffee und Torte

Und zu den Gepflogenheiten des Bäckerballs gehört es auch, dass sich Verwandte und Freunde schon für den Sonntagnachmittag zum Kaffeeklatsch verabreden – in der Hoffnung auf einen süßen Gewinn. „Die Jungen glühen vor, beim Bäckerball wird mit der Torte nachgeglüht“, meinte ein Ballbesucher.

Einen Extra-Dank gab es heuer von Obermeister Weindl, der einmal mehr als souveräner Moderator durch den Abend und die Nacht führte, an alle Damen in ihren Ballkleidern und an deren Begleiter: „Damit machen sie den Bäckerball zu etwas Besonderem.“

Exklusiv ist auch das Programm, das sich zwischen die vielen Tanzrunden der Partyband Weekend aus Jettingen-Scheppach schiebt. Den Anfang machte der Leipheimer Haufen mit seinem Prinzenpaar Prinz Baris I. und Prinzessin Elena II., der Güssengarde und dem Elferrat.

Neuer Pächter serviert Rindfleisch - aber ohne Blattgold

Nach Gardemarsch, Prinzenpaartanz und dem Showtanz „Alice im Wunderland“ bekam Weindl den Faschingsorden. Inzwischen wurden aus der Küche der neuen Pächterfamilie Wiegel die Speisen serviert, darunter ein gegrilltes Steak vom Rücken der bayerischen Färse (geschlechtsreifes weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat) – laut Speisekarte ohne Blattgold, aber trotzdem lecker.

Richtig schwäbisch wurde es bei einem weiteren Auftritt – dem Auftauchen von „Schwablantis“. Unser Zeitungs-Kolumnist Schorsch hatte lange in der Bäckerblume geblättert, um anschließend seine Gedanken „vor d’r Hodwolee von de boirisch schwäbische Bäggerleit“ auszubreiten. Richtig aufgebrezelt sei man im Saal und überhaupt sei diese „Baggwarn-Sekte“ immer ihrer Zeit voraus.

„A Tort‘ sagt mehr als tausend Wort“, findet der Schorsch

Der Schorsch sah politisch eher schwarz bei den Ballgästen, obwohl das CSU-Brot bei der letzten Wahl so schlecht aufgegangen ist. Sein Schlusswort: „A Tort’ sagt mehr als tausend Wort.“

Den Saal zum Kochen brachte die Formation „8872“ mit ihren bewährten Liedern vom „Drecksglomp“ und der „Mama“.

Von der Mindel gelang der Sprung über den großen Teich direkt an das Filmset von Hollywood mit dem diesjährigen Auftritt der Narrneusia-Showtanzgruppe aus Neusäß. Hemmungslos leidenschaftlich flogen Ninja-Ritter durch die Luft, zeigten muskulöse Cowboys und sexy Cowgirls ihre Reize.

Wer den Narrneusia-Orden bekommt

Lara Croft, James Bond, Indiana Jones tanzten sich mit dem Prinzenpaar Lena I. und Franz-Xaver I. in die Herzen der Zuschauer. Die begehrten Narrneusia-Orden erhielten Günter und Marion Weindl, Rosi Wengenmayer und Jörg Hurler. Die Bäckerball-Nacht sollte danach noch lang werden.

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