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12.10.2009

Drei Pfarrgemeinden, eine Herausforderung

Offingen (adl) - Ein großes Fest bereiteten die Pfarreien Offingen, Remshart und Rettenbach am Sonntag ihrem neuen Pfarrer Bernd Reithemann. Fahnenabordnungen und politische Repräsentanten aus allen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, Kinder aus allen Kindergärten in der Pfarreiengemeinschaft hießen den neuen Pfarrer im Festgottesdienst und dem anschließenden Empfang willkommen.

Die 3. Bürgermeisterin von Offingen, Maria Luise Eberle, erklärte in ihrem Grußwort, dass Bernd Reithemann mit der Installation in Offingen quasi ein Heimspiel habe. Immerhin ist Reithemann in Krumbach geboren und im Landkreis aufgewachsen.

Nach Stationen unter anderem in Welden, das mit einer Abordnung ebenfalls nach Offingen gekommen war, hat Reithemann nun eine neue Herausforderung in Offingen angenommen. Wie die Offinger Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Bender bereits vor dem Gottesdienst darlegte, kommen auf Reithemann große Aufgaben zu. Drei Pfarrgemeinden mit Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Kirchenpfleger bedingen, dass nicht immer nur Einklang herrschen werde. Doch die Sprecherin aller drei Pfarrgemeinden versprach Kooperation. Vom neuen Pfarrer erhofft sie sich Geduld und Lebenserfahrung, damit das Vertrauen zueinander wachse und mit Glauben und Gottes Segen das gemeinsame Handeln funktioniere.

Erwartungen auf das Wesentliche beschränken

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Regionaldekan Prälat Horst Grimm übernahm nicht nur die feierliche Installation von Bernd Reithemann, sondern auch die Festpredigt. Darin verwies er die Gläubigen eindringlich darauf, sich in ihren Erwartungen an die neuen Pfarrer auf das Wesentliche seines Amtes zu beschränken. Die Erwartenshaltung, die der moderne Mensch dem Pfarrer gegenüber habe, sei ebenso vielfältig wie die Beurteilung seines Handelns. Je nach persönlichem Erwartungshorizont und eigenem Wertekanon werde der Priester für ein und dieselbe Handlung völlig unterschiedlich beurteilt, umriss Grimm den Normenkonflikt, dem sich ein Pfarrer ausgesetzt sieht.

Grimm appellierte deshalb eindringlich an die Gläubigen, sich in ihren Hoffnungen und Beurteilungen auf die ureigensten Aufgaben zu konzentrieren. Die wurden in der feierlichen Installation durch das Versprechen an Taufbecken, Ambo und Altar definiert. Der Pfarrer müsse in erster Linie die Gemeinde zu Christus führen, des Wort Gottes verbreiten, die Eucharistie feiern und die Sakramente spenden. Für diese anspruchsvollen Aufgaben benötige er auch die Unterstützung der Gemeinde.

Den weltlichen Teil der Feier mit musikalischen Einlagen der Lyra Offingen und der Kindergartenkinder moderierte als Repräsentant der drei Kirchenverwaltungen Peter Kaiser. Er bat neben Landratsvertreter Dr. Josef Langenbach auch die evangelische Pfarrerin Ulrike Berlin aus Günzburg für ein Gruß- und Willkommenswort ans Mikrofon.

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