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Landkreis Günzburg

10.01.2019

Räumdienst im Dauereinsatz

Viel Arbeit gibt es derzeit für die Räumdienste im Landkreis Günzburg.
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Viel Arbeit gibt es derzeit für die Räumdienste im Landkreis Günzburg.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Schnee hat den Landkreis Günzburg fest im Griff: Für die Schüler der FOS in Krumbach gab es am Donnerstag schneefrei. Eine Autofahrerin ließ ihren Wagen an einer Steigung einfach stehen.

Schnee ist im Januar nichts Ungewöhnliches. Aber die starken Schneefälle, die gerade vom Himmel kommen, stellen Menschen im ganzen Landkreis Günzburg vor Herausforderungen. Gerade die Räumdienste haben alle Hände voll zu tun.

Die Schneepflüge auf der Autobahn sind derzeit im Dauereinsatz. Jeweils drei Fahrzeuge halten die Fahrbahnen in Richtung Augsburg und Ulm frei, berichtet Robert Schmidt von der Betreibergesellschaft Pansuevia. Zwei weitere Räumfahrzeuge sind auf den Park- und Rastplätzen entlang der Autobahn im Einsatz.

Pünktlich zum Berufsverkehr setzte der Schneefall ein

Vor allem der Mittwoch war für die Betreibergesellschaft turbulent. Pünktlich zum Berufsverkehr setzte am Morgen der Schneefall ein. Bis zum Donnerstagnachmittag hatte sich die Lage entspannt, sagte Schmidt. Dennoch fahren die Räumfahrzeuge auch präventiv und streuen die Strecke. Tückisch sei vor allem die wechselnde Wetterlage: Während in Günzburg keine Flocke zu sehen ist, könnte die Strecke bei Zusmarshausen schneebedeckt sein. „Wir appellieren an die Vernunft der Autofahrer und an eine angepasste Geschwindigkeit.“ Mit Argusaugen werden die Bäume entlang der A8 beobachtet. Diesen macht der schwere Schnee zu schaffen. Eine Gefahr für die Autofahrer bestehe laut Betreiberfirma aber nicht: Der Sicherheitsabstand sei groß genug. Schmidt bemängelt in erster Linie die Ausrüstung vieler Lastwagen. „Nur wenige haben Anfahrhilfen.“ Ohne fremde Hilfe kämen diese bei einem solchen Wetter und an Steigungen fast nicht mehr vom Fleck.

300 Kilometer müssen geräumt werden

Auch abseits der Autobahn ist viel Arbeit nötig, um die Straßen befahrbar zu halten. Um drei Uhr nachts beginnt für die Räumdienste der Dienst. Elf Fahrzeuge sind im nördlichen Landkreis unterwegs, um die Bundes-, Staats- und Kreisstraßen vom Schnee zu befreien, erklärt Franz Schnatterer von der Günzburger Straßenmeisterei. Das derzeitige Wetter ist für ihn aber nichts Ungewöhnliches. „Das ist ein ganz normaler Winter in unserer Region.“ 300 Kilometer an Straßen müssen die Mitarbeiter der Räumdienste freihalten. Gefahren wird von 3 bis 22 Uhr, nur in Extremsituationen wird rund um die Uhr geräumt. „Aber das kommt nur bei einer extremen Wetterlage vor. Aktuell ist für uns der Winter nichts Außergewöhnliches.“

Trotz der Schneefälle konnte der Schulunterricht im Landkreis wie gewohnt stattfinden – mit einer Ausnahme: Krumbachs staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule (FosBos) hatte am Donnerstag geschlossen – Grund für die Entscheidung waren die schlechten Straßenverhältnisse. Aber am Freitag findet der Unterricht wieder wie gewohnt statt.

Trotz der Arbeit der Räumdienste kommt es auf den Straßen immer wieder zu Unfällen. Wie die Polizei berichtet, kam es von Mittwoch bis Donnerstagnachmittag auf den Straßen im Landkreis und der Autobahn aber lediglich zu kleineren Unfällen mit Bagatellschäden – verletzt wurde niemand. Auch die Zahl hält sich mit zehn im Rahmen.

Leichtsinnige Autofahrer

Einige Autofahrer fielen jedoch durch besonderen Leichtsinn auf. Auf der B16 bei Günzburg überholte eine 77-Jährige mit ihrem Auto auf teilweise glatter Fahrbahn einen Lastwagen mit Sattelanhänger. Ein entgegenkommender Verkehrsteilnehmer musste eine Gefahrenbremsung einlegen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Als die 77-Jährige nach dem Überholen vor dem Lastwagen wieder einscheren wollte, schätzte sie allerdings den Abstand falsch ein und stieß mit ihrer Heckstoßstange gegen die Front des Lastwagens. Darauf drehte sich ihr Auto auf der Fahrbahn und kam von der Straße ab – verletzt wurde dabei niemand.

Auf der B300 bei Thannhausen scheiterte eine 48-jährige Autofahrerin bei der glatten Fahrbahn an einer Steigung – was laut Polizei wohl daran lag, dass auf der Vorderachse ihres Autos Sommerreifen montiert waren. Da sie zur Arbeit musste, entschloss sie sich, ihr Auto stehen zu lassen – fast komplett auf der Fahrbahn, ohne Beleuchtung oder Absicherung. Die Polizei ließ den Wagen letztendlich abschleppen, auf die Fahrerin kommt nun eine Anzeige zu.

Anfahrt der Feuerwehr dauert länger

Im Gegensatz dazu läuft es für die Feuerwehr verhältnismäßig ruhig. Wie Kreisbrandrat Robert Spiller sagt, mussten die Feuerwehren wegen des Schnees noch nicht ausrücken: „Wir hatten andere Einsätze, bei denen die Anfahrt durch die Straßenverhältnisse etwas länger gedauert hat, aber auch das hielt sich in Grenzen.

Neun Tipps, wie Sie gut durch den Winter kommen - vom Schneeräumen bis zur sicheren Autofahrt - erhalten Sie hier.

Was Skifahrer jetzt wissen müssen, zum Beispiel, welche Skigebiet am Wochenende geöffnet haben, erfahren Sie hier.

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