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Günzburg

25.06.2019

Verkehr: Darum hört man nichts vom Bauprojekt Polizeiohr

Wie ein Bogen spannt sich die Verbindungsstraße zwischen B10 und B16 um das Gelände der Günzburger Polizei – daher der Name „Polizeiohr“.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Der Umbau der Kreuzung zwischen B10 und B16 in Günzburg wurde im vergangenen Jahr bereits mangels Angeboten von Firmen vertagt. Jetzt gibt es wieder schlechte Nachrichten.

In der Regel meldet sich das Staatliche Bauamt Krumbach immer dann mit Pressemitteilungen zu Wort, wenn etwas gebaut wird – oder ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde. Dass sich die Behörde zu Wort meldet, um mitzuteilen, dass erst mal nicht gebaut wird, ist ungewöhnlich. Im Fall des Günzburger Polizeiohres ist der Grund dafür für alle Beteiligten ausgesprochen ärgerlich. Immerhin handelt es sich um einen Verkehrsknotenpunkt in Günzburg, um den schon seit Jahren gerungen wird. (Lesen Sie dazu auch: Polizeiohr: Spatenstich schon in einem Jahr?)

Zusätzliche Abbiegespuren und eine intelligente Ampel sind geplant

Die Rede ist von der Kreuzung zwischen den beiden Bundesstraßen B10 und B16 und ihrem Übergang, dem Polizeiohr. So benannt, weil sich die bogenförmige Strecke um das Gebäude der Günzburger Polizei zu legen scheint. Geplant ist, die große Ampelkreuzung, an der sich der Verkehr regelmäßig staut, mit zusätzlichen Rechtsabbiegespuren zu versehen. Außerdem soll eine intelligente Ampelschaltung gleichzeitig die Aus- und Einfahrt zu den Kliniken, die ebenfalls am Polizeiohr liegt, deutlich einfacher und flüssiger gestalten. (Lesen Sie dazu auch: Intelligente Ampel als Lichtblick)

Polizeiohr: Nach den Pfingstferien 2019 sollte es losgehen

Doch nach dem entsprechenden Beschluss hörte man erst mal wenig von dem Projekt, das bereits im vergangenen Jahr als Gemeinschaftsmaßnahme zwischen dem Staatlichen Bauamt Krumbach und der Stadt Günzburg verwirklicht werden sollte. Eine Ausschreibung dafür gab es. Das Problem: Aus der Bauwirtschaft ging kein einziges Angebot für das Projekt ein, nicht einmal die Nachfragen des CSU-Landtagsabgeordneten Alfred Sauter bei einzelnen Firmen fruchteten. Doch dieses Jahr sollte es endlich losgehen – nach den Pfingstferien wohl, hieß es noch Ende des vergangenen Jahres im Günzburger Stadtrat.

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Auf die neue Ausschreibung hatte nur eine Baufirma reagiert

Die Ferien sind vorüber – und jetzt meldete sich das Staatliche Bauamt zu Wort. „Im Rahmen einer erneuten Ausschreibung im Frühjahr 2019 war die Nachfrage der Bauwirtschaft – wohl aufgrund der derzeit boomenden Auftragslage im Bausektor – erneut sehr zurückhaltend. Auf die aktuelle Ausschreibung hat sich lediglich eine einzige Bauunternehmung beworben“, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde. „Nach eingehender Prüfung und Wertung konnte dem eingegangenen Angebot aufgrund nicht angemessener Angebotspreise der Zuschlag nicht erteilt werden.“ Das Staatliche Bauamt habe daraufhin nach Rücksprache mit der Stadt Günzburg die Ausschreibung erneut aufgehoben.

Im Frühjahr 2020 soll es einen neuen Anlauf geben

Wie geht es nun weiter mit dem Polizeiohr? Das Staatliche Bauamt hat sich als neuen Termin für den Start der Baumaßnahme das Frühjahr 2020 vorgenommen. Dafür solle bereits im Spätsommer dieses Jahres das Ausschreibungsverfahren starten. In Krumbach ist man optimistisch, dass es im dritten Anlauf klappen wird: „Aufgrund der langen Angebotsfrist und der damit zur Verfügung stehende lange Zeitraum für die Ausarbeitung der Angebote sind wir sehr zuversichtlich, ein erfolgreiches Vergabeverfahren durchführen zu können und annehmbare Angebotspreise zu erhalten“, schreibt die Behörde.

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