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Kindertagesbetreuung

05.05.2018

Viele Kommunen liefern dem Kreis die Daten nicht

Die richtige Dimensionierung der Kindertagesbetreuung vor Ort muss gut geplant sein – nicht zuletzt auch wegen eins Rechtsanspruches.
Bild: Johann Stoll (Symbolfoto)

Das Landratsamt bietet Unterstützung bei der Planung an. Doch nur eine Handvoll Gemeinden reagiert.

Die fünf Städte und Marktgemeinden Burgau, Krumbach, Günzburg, Jettingen-Scheppach und Neuburg an der Kammel haben im Gegensatz zu den anderen 29 Kommunen im Landkreis Günzburg eines gemeinsam: Sie haben – wie auf dem Bürgermeisterseminar im Februar besprochen – dem Landratsamt Einwohnermeldedaten zur Verfügung gestellt. Damit kann die Landkreisverwaltung ein Instrument entwickeln, das besser als in der Vergangenheit vorherzusagen vermag, ob es auch in einigen Jahren ausreichend Möglichkeiten der Kinderbetreuung am Ort gibt.

Seit fast fünf Jahren existiert in Deutschland ein flächendeckender Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Die gesetzliche Regelung schließt Kinder unter drei Jahren mit ein. Das Recht auf einen Betreuungsplatz wird für jedes Kind zwischen einem und drei Jahren gewährt.

Datenschutzrechtlich ist das Überstellen der Daten nach Angaben von Antonia Wieland kein Problem. Und umständlich sei es auch nicht, so die Jugendamtsleiterin auf Nachfrage. „Mit fünf Klicks ist das erledigt.“

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Es reiche gesetzlich nicht mehr aus, dass die Kommunen nur die Wartelisten der Kindergärten zusammenführten. Für eine bessere Vorhersehbarkeit müssten beispielsweise auch sogenannte Integrationskinder und Gastkinder (die Eltern des Kindes schicken es nicht am Wohnort in die Kita, sondern am Arbeitsplatz) miteinbezogen werden. Mit Daten des Landesamtes für Statistik will der Landkreis nicht planen, denn die, so Wieland, „sind zwei Jahre alt“. Die kommunale Bedarfsplanung zur Kindertagesbetreuung können die Gemeinden und Städte selbst angehen, gemeinsam mit dem Kreis; oder der Landkreis kann das auf Wunsch für die Kommunen übernehmen. Ohne entsprechende demografische Daten sei das allerdings nur Theorie.

Die Bürgermeister hätten das Unterstützungsangebot des Landratsamtes gut aufgenommen, hieß es während der Sitzung des Bildungsbeirats im Landkreis Günzburg am Donnerstagnachmittag. Umso unverständlicher sei es, dass sich nun so wenige bis zum Stichtag am gestrigen Freitag gemeldet hätten. „Wir können uns keinen Reim darauf machen“, sagt Wieland. (ioa)

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