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Frauenhandball

06.11.2019

Voller Schub für das Selbstvertrauen

Sichere Werferin: Annika Betzler, hier im Heimspiel gegen Leipheim, erzielte gegen Meitingen sechs Treffer.
Foto: Ernst Mayer

Heimische Bezirksoberliga-Teams zeigen starke Leistungen. Punkte holt aber nur eine Mannschaft

Unbelohnt geblieben ist eine bärenstarke Vorstellung der Leipheimer Bezirksoberliga-Handballerinnen. Gegen den bislang mit weißer Weste durch die Runde spazierenden TSV Aichach kassierte der VfL eine nur knappe 20:22 (11:12)-Heimniederlage. Den Pflichtsieg gegen das Schlusslicht der Rangliste feierte unterdessen die Bayernliga-Reserve des VfL Günzburg. 25:23 (13:12) endete die Partie gegen den TSV Meitingen.

(11:12): Für die Gastgeberinnen gab’s am Ende tröstenden Applaus von den Rängen. Leipheims Trainer Reinhold Lindner bedauerte die knappe Niederlage gegen den Topfavoriten. Seine Mannschaft war lange Zeit auf Augenhöhe; kleine Fehler in der zweiten Hälfte entschieden die Begegnung zugunsten der Gäste.

Leipheim begann mit einer sehr stabilen und beweglichen Abwehr, unterstützt von einer guten Bettina Baur im Tor. Immer wieder eroberten die Güssen den Ball, konnten aber erst in der dritten Minute ihre Konterstärke ausspielen und gingen durch Carolin Gruber in Führung. Kurze Zeit später folgte die stärkste Leipheimer Phase. Marina Gruber, Carolin Gruber, Kathrin Dirr und Cansu Celik erhöhten zum 7:3 für den VfL. Diese Dominanz wurde jäh durch die Auszeit des Gäste-Trainers unterbunden. Die Güssen fanden nicht mehr zu ihrem Spiel und kassierten vier Tore in Folge. Anschließend ging Aichach erstmals in Führung (21.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es, als habe Leipheim die alte Sicherheit wieder gefunden. Jule Luxenhofer im Tor war nun ein sicherer Rückhalt, die Abwehr war wieder gut aufgestellt und Marina Gruber konnte mit ihrem fünften Treffer ausgleichen. Danach leisteten sich die Leipheimerinnen technische Fehler. Routiniert erspielten die Gäste eine Vier-Tore-Führung. Clever spulten nun die starken Paarstädterinnen ihr Programm ab.

Obwohl sich beide Teams in der hart umkämpften und spannenden Partie nichts schenkten, mussten die beiden sehr guten Schiedsrichter Peter Kees/Torsten Zofka aus Günzburg lediglich eine Zeitstrafe für jede Seite aussprechen.

VfL Leipheim Baur, Luxenhofer; Celik (7/2), M. Gruber (5), Junginger, Schweier (1), Werbizki, Kaimer (1), C. Gruber (3), Pointner (2), Hecker, Dirr (1)

(13:12): Nach lediglich 26 Sekunden kassierte Gäste-Spielerin Elisabeth Kuchenbauer für ein Foul an Judith Deutschenbauer eine Zwei-Minuten-Strafe. Den folgenden Siebenmeter verwandelte Annika Betzler wie gewohnt sicher zur Führung.

Angefeuert von vielen Fans rappelten sich die Meitingerinnen schnell auf. Bis zur 20. Minute zeigte der Laternenträger eine sehr ansprechende Partie und führte zu diesem Zeitpunkt mit zwei Treffern Vorsprung. Vor allem vom Kreis waren die Meitingerinnen sehr stark und schwer unter Kontrolle zu bekommen.

Doch nach einer Auszeit von Philipp Rembold stand die VfL-Mannschaft deutlich besser in der Abwehr und in Kooperation konnten Annika Betzler sowie Bettina Kohler die starke Kreisläuferin ein ums andere Mal aus dem Spiel nehmen. So gelang es dann auch, aus der Abwehr heraus in eine schnelle Vorwärtsbewegung zu wechseln und das Spiel zu drehen. Bei Halbzeit waren die Günzburgerinnen in Führung gegangen.

Insgesamt entwickelte sich ein schönes und hart, aber fair geführtes Handballspiel. Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich die Mannschaften nichts. Zwar gelang es den Gastgeberinnen jederzeit, die Führung zu halten, aber die TSV-Mädels gaben das Spiel nicht auf. In der 47. Minute verkürzten sie auf 19:17 und schöpften noch einmal Hoffnung. Aber unsere VfL-Spielerinnen gaben das Zepter nicht mehr aus der Hand. (zg)

VfL Günzburg II Hassel, Beck; Geiger, Grimm (1), Rösch (2), Ziegler (3), Betzler (6/4), Stoll, Gelfert, Brenner, Leix (1), Kohler (4), Jorga (4), Deutschenbauer (4)

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