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Bellenberg

07.04.2021

Bellenberg und Vöhringen kooperieren beim Familienstützpunkt

Auch Bellenberg bekommt einen Familienstützpunkt.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Auch in Bellenberg sollen Kinder, Jugendliche und deren Familien Unterstützung bekommen. Die Kommune tut sich dazu mit ihrer Nachbarstadt zusammen.

Noch im Jahr 2017 hatte der Gemeinderat Bellenberg keinen Bedarf gesehen für die Angebote eines Familienstützpunktes, wie es ihn seither etwa in Illertissen oder Vöhringen gibt. Neuesten Erhebungen der Jugendhilfeplanung zufolge habe sich dies aber geändert. Daher hat der Gemeinderat jetzt einer Anfrage aus Vöhringen für eine Kooperation in Sachen Familienstützpunkt ab dem Jahr 2022 einhellig zugestimmt. Die Kommune wird das nach derzeitiger Berechnung 5131 Euro jährlich kosten.

Familienstützpunkt plant sein Angebot jedes Jahr neu

Lothar Girrbach, Jugendhilfeplaner im Landratsamt, sagte, es würden beide Kommunen davon profitieren, zumal es für Vöhringen eine Ausweitung bei der pädagogischen Arbeit um fünf Stunden bedeute. Bellenberg könne von allen Angeboten profitieren und in Form einer Außenstelle Ansprechpartner vor Ort bekommen. Der Landkreis würde sich gemäß Kooperationsvereinbarungen mit derzeit 5131 Euro für Personalkosten beteiligen, sofern sich Bellenberg mindestens in derselben Höhe beteiligt. Basis für den Zuschuss durch den Kreis ist die Zahl der Unter-18-Jährigen im Ort multipliziert mit der gewährten Pro-Kopf-Förderung von sieben Euro. In Bellenberg kommen 436 Familien mit 733 Minderjährigen in Frage. Die Kooperation werde jedes Jahr neu geplant und die Angebote orientierten sich am örtlichen Bedarf, hieß es weiter. Girrbach sagte, die bislang meist mit der Stadt Neu-Ulm verorteten Hilfen sollen auch in den Landkreis gebracht werden, wobei es sich um Themen wie Erziehungsberatung, Lebenshilfen oder etwa Partnerschaftsfragen handele.

Gemeinderäte haben Fragen zum Familienstützpunkt

Bürgermeisterin Susanne Schewetzky (CSU) sagte, sie könne die Arbeit des Familienstützpunktes aus den guten Erfahrungen in Illertissen nur begrüßen. CSU-Fraktionssprecher Peter Gluche erkundigte sich nach Art und Weise der Unterstützung, „temporär oder stationär“. Worauf Schewetzky erklärte, da sehr flexibel reagieren zu wollen: „mit Beratungen, Angeboten, auch was die Räume angehe, etwa mit der Turnhalle.“ Gemeinderat Oliver Schönfeld (SPD) erinnerte an die durch Corona verursachten Erschwernisse im Leben mancher Familien, also konkrete Situationen, wo eine Jugend- und Familienhilfe unterstützend zur Seite stehen könne. Stefan Schaich, Freie Wähler, wollte die Finanzierung in Relation gestellt wissen zur Finanzlage mancher Vereine in Bellenberg, „die ums Überleben kämpfen“.

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