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Babenhausen/Boos

24.09.2019

Im November rollt der Flexibus im Raum Babenhausen an

Seit dem vergangenen Jahr fährt der Flexibus in zwei Knoten – im Raum Mindelheim und in Kirchheim-Pfaffenhausen. Ab November soll er auch in den Verwaltungsgemeinschaften Babenhausen und Boos unterwegs sein.
Bild: Johann Stoll (Archivbild)

In eineinhalb Monaten nimmt der Flexibus den Betrieb im Raum Babenhausen und Boos auf. Wie die Bürger von dem neuen Angebot profitieren sollen.

Ab Mitte November fährt der Flexibus in den Verwaltungsgemeinschaften (VG) Babenhausen und Boos. Dafür hat sich der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Wie das Landratsamt mitteilt, wird der Betrieb am 12. November aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt könnten die Bürger aus allen Gemeinden der beiden VGs das Angebot nutzen – also in dem Gebiet zwischen Kettershausen, Oberschönegg, Heimertingen und Pleß. Sie sollen sich dann „unabhängig von einem Fahrplan nahezu von Tür zu Tür“ von den Kleinbussen befördern lassen können.

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Bei dem geplanten Angebot handelt es sich um den dritten sogenannten Flexibus-Knoten im Unterallgäu. Der Flexibus fährt seit dem vergangenen Jahr bereits innerhalb zwei weiterer Knoten: im Raum Mindelheim und Kirchheim-Pfaffenhausen.

Josef Brandner von der Flexibus KG aus Krumbach rechnet im neuen Knoten Babenhausen-Boos mit einem Fahrgastaufkommen in Höhe von rund 10000 bis 15000 Personen im Jahr. Dafür will der Verkehrsunternehmer ein bis zwei Fahrzeuge einsetzen. Diese sollen den bestehenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedarfsorientiert ergänzen. Denn der Flexibus fährt nach Angaben des Landratsamts nicht nach einem vorgegebenen Fahrplan zu festen Abfahrtszeiten, sondern – je nach Nachfrage – über den ganzen Tag hinweg und auch am Wochenende innerhalb des jeweiligen Flexibus-Gebiets. Wer den Rufbus zu einer nahe gelegenen Haltestelle anfordern will, kann die Fahrt individuell buchen – entweder telefonisch oder über eine App. „Die Bus-Route richtet sich dann nach den jeweiligen Anfragen“, so die Behörde.

Im November rollt der Flexibus im Raum Babenhausen an

Es soll viele Haltestellen geben

Dabei soll der Flexibus ein dichtes Haltestellennetz bedienen. Die Fußwege zur nächsten Haltestelle sollen in der Regel nicht mehr als 100 bis 150 Meter betragen. Außerdem seien an wichtigen Einrichtungen, etwa an Apotheken, Altenheimen oder Supermärkten, zusätzliche Haltepunkte vorgesehen.

Zum finanziellen Aspekt teilt das Landratsamt mit: „Da das Angebot dem Landkreis wichtig ist, übernimmt er mit den Gemeinden einen großen Anteil der Kosten.“ Denn durch den Fahrkartenverkauf würden diese nur zu einem Teil abgedeckt. Je nachdem, wie viele Fahrgäste das neue Angebot nutzen, wird das Defizit im neuen Knoten Babenhausen-Boos laut Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter am Landratsamt, im ersten Jahr bis zu 165000 Euro betragen. Geplant ist, dass der Landkreis und die Gemeinden das Defizit abzüglich einer staatlichen Förderung innerhalb der ersten fünf Jahre jeweils zur Hälfte übernehmen. Die Beiträge der jeweiligen Gemeinden richten sich nach deren Einwohnerzahl.

„Für den Fahrgast selbst ist das flexible Angebot durch die kommunale Förderung nicht viel teurer als eine Fahrt mit dem Linienbus“, lässt das Landratsamt wissen. Der Tarif berechnet sich über sogenannte Waben, also Gebietseinteilungen. Der Fahrpreis ist also abhängig davon, wie viele Waben vom Startpunkt bis zum Zielort durchfahren werden. (az/stz)

Info: Näheres online unter unterallgaeu.de/oepnv und flexibus.net.

Lesen Sie außerdem unseren Bericht: Ab wann fährt der Flexibus im Raum Babenhausen?

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