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Unterhalt

22.11.2017

Seine Gebäude sind dem Landkreis teuer

Alt aber solide: die Landratsamtsfiliale in Illertissen.
Bild: Regina Langhans

In Weißenhorn stehen weitere Sanierungen an, in Illertissen ist dagegen schon viel passiert

Im Grunde genommen geht es darum, keine bösen Überraschungen zu erleben. Deshalb werden derzeit sämtliche kreiseigenen Gebäude untersucht, um festzustellen, was alles in absehbarer Zeit saniert werden muss. „Es ist ja nicht so, dass wir irgendwas einweihen und dann 20 Jahre lang nichts tun“, sagte gestern Landrat Thorsten Freudenberger im Bau- und Planungsausschuss. Deshalb bekommen die Mitglieder des Gremiums derzeit alle paar Wochen Zustandsbeschreibungen von kreiseigenen Liegenschaften auf den Tisch. Gestern waren das Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn (NKG), die Fach- und Berufsoberschule Neu-Ulm und die Landratsamts-Außenstelle in Illertissen dran. Während zwei sehr gut dastehen, muss in einem Gebäudekomplex viel Geld investiert werden.

Das NKG ist in fünf Jahrzehnten zu seiner jetzigen Größe angewachsen – immer wieder wurde etwas dazu gebaut. Das bedeutet auch, dass einige ältere Gebäudeteile mal wieder erneuert werden müssen. Das ist im Fall des NKG der Verwaltungstrakt aus den 60ern und der Mittelbau aus den 70ern. Beide wurden Ende der 90er bereits teilweise saniert, doch nun benötigen in absehbarer Zeit die Gebäudehülle und die Bitumenflachdächer eine Überarbeitung. Zusammen mit notwendigen technischen Veränderungen wie dem Einbau einer Be- und Entlüftungsanlage würde das Projekt rund 7,15 Millionen Euro kosten. Joachim Müller, zuständiger Fachbereichsleiter im Landratsamt, spricht in diesem Zusammenhang von einer „groben Schätzung“. Allerdings soll die Sanierung erst in 10 bis 15 Jahren angepeilt werden. Bereits im nächsten Jahr geht der Landkreis die Überarbeitung des sogenannten Fachklassentrakts an. Der schlägt bereits mit 5,4 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kommen noch einige Maßnahmen, die zum normalen Bauunterhalt zählen, wie Abdichtungsmaßnahmen am Dach, Streicharbeiten oder die Umgestaltung des Eingangsbereichs. Das kostet unter dem Strich nochmals 1,8 Millionen.

Viel Geld hat der Kreis bereits in die Fach- und Berufsoberschule Neu-Ulm gesteckt, die 2011 grundsaniert und erweitert wurde. Kreisrat Gerhard Leopold (FW) nannte sie ein „Flaggschiff“. Allerdings musste während der Sommerferien bereits der Boden im Neubau ausgetauscht werden, weil die im Estrich verlegten Heizungsrohre undicht waren. Wer dafür zahlen muss, ist derzeit ungeklärt, denn noch steht die genaue Ursache nicht fest.

Alt aber solide steht die zwischen 1960 und 1968 errichtete heutige Landratsamts-Filiale an der Ulmer Straße in Illertissen dar. Der Ziegelbau, in dem unter anderem die Polizei, die Zulassungsstelle, Kreisbildstelle und die Erziehungsberatung untergebracht sind, wurde vor knapp zehn Jahren saniert.

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