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Champions League
21.08.2020

Champions League: Der Krumbacher Thomas Tuchel greift in Lissabon nach der europäischen Fußballkrone

2018 waren Journalisten der französischen Sportzeitung L’Equipe in Krumbach zu Gast. Bei der Spurensuche in Tuchels Geburtsort taten sie sich nicht leicht. Aber Tuchels ehemaliger Sportlehrer Hans Komm und der Krumbacher Maibaum in einer französischen Zeitung? Das ist durchaus eine ungewöhnliche Kombination. Vor Kurzem erschien über Tuchel eine neue Biografie, verfasst von zwei Sportjournalisten (links).
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2018 waren Journalisten der französischen Sportzeitung L’Equipe in Krumbach zu Gast. Bei der Spurensuche in Tuchels Geburtsort taten sie sich nicht leicht. Aber Tuchels ehemaliger Sportlehrer Hans Komm und der Krumbacher Maibaum in einer französischen Zeitung? Das ist durchaus eine ungewöhnliche Kombination. Vor Kurzem erschien über Tuchel eine neue Biografie, verfasst von zwei Sportjournalisten (links).
Foto: Peter Bauer

Plus Warum beim Endspiel Paris gegen Bayern, so mancher Krumbacher nicht den Bayern die Daumen drückt. Einblicke in Tuchels Jugend in Krumbach und sein durchaus „entferntes“ Verhältnis zu seiner Heimat.

Ist Krumbach „Klein-Paris“? Es ist eine Geschichte, in der wohl Dichtung und Wahrheit zusammenkommen. Krumbach wurde im 19. Jahrhundert im Volksmund tatsächlich einmal so genannt. Nun könnte die Verbindung zwischen Krumbach und Paris einen neuen Höhepunkt erleben. Dann, wenn der gebürtige Krumbacher Thomas Tuchel, Trainer der Fußballstars von Paris St. Germain, am kommenden Sonntag die Champions League gewinnt – gegen Bayern München. Was verbindet Thomas Tuchel heute noch mit Krumbach?

Wer dieser Frage nachgeht, der stößt auch auf den Begriff „Klein-Paris“? Woher kommt dieser Ausdruck? Willi Fischer, Vorsitzender des Krumbacher Heimatvereins, hat dieses geflügelte Wort wiederholt ein wenig schmunzelnd erklärt. Der Heimatvereinsvorsitzende erzählt von Krumbacher Viehhändlern, die im 19. Jahrhundert in Paris aktiv waren und dann ihren Frauen Pariser Mode mit nach Hause brachten. Das war offenbar optisch durchaus beeindruckend. So war der Begriff „Klein-Paris“ geboren.

Schulfußball-Endspiel, Berlin, 1987, mit Thomas (in Weiß).
Foto: Willi Härtle

Im Jahr 2018 wurde Thomas Tuchel, 1973 in Krumbach geboren (Abitur am Krumbacher Gymnasium 1992), Trainer in Paris und von weltbekannten Fußballern wie Neymar und Mbappé. Die Erwartung: Nichts anderes als ein Sieg in der Champions League. Am Sonntag könnte die „Pariser Lebensreise“ des „Klein-Parisers“ Tuchel auf einem Gipfel ankommen.

Hans Komm war sein langjähriger Sportlehrer

Natürlich werden viele in seiner Krumbacher Heimat dieses Spiel in Lissabon besonders intensiv verfolgen, darunter sein langjähriger Sportlehrer Hans Komm, der unserer Zeitung wiederholt über Tuchels Jugendzeit in Krumbach berichtet hat.

Der Krumbacher Abiturjahrgang des Jahres 1992. In der dritten Reihe Fünfter von rechts Thomas Tuchel.
Foto: Sammlung Gymnasium

An Tuchels frühe fußballerische Anfänge beim TSV Krumbach erinnern sich auch Dieter Behrends und Albert Kaiser noch recht gut. Beide stehen bekanntlich an der Spitze des Fördervereins für das Krumbacher Freibad. Der ist mittlerweile zehn Jahre alt, der Anlass für ein Pressegespräch im Freibad. Doch in dem wird dann natürlich auch schnell die Erinnerung an Thomas Tuchel ein Thema. Behrends und Kaiser haben zusammen mit Tuchels Vater Rudolf in der damaligen A-Klasse gespielt. Behrends denkt daran, wie der junge Thomas Tuchel mit seiner Schildmütze hinter einem Tor stand und wiederholt den Ball auf das Spielfeld brachte, wenn er im Aus gelandet war. Behrends lacht: „Ich bin wohl einer der wenigen, dem ein späterer Weltklassetrainer den Ball gebracht hat.“

Autogrammstunde mit Thomas Tuchel 2009 in Krumbach: Dritter von rechts Dieter Behrends, der sich noch gut an Tuchels Jugend erinnert.
Foto: Peter Bauer (Archivfoto)

Kaiser und Behrends kennen die Familie Tuchel gut. Schon früh hätten Mutter Gabi Tuchel (vielen auch bekannt als Krumbacher Stadträtin) und ihr Mann Rudolf ihren Sohn Thomas fußballerisch gefördert. Behrends erzählt, wie Gabi Tuchel ihren Sohn mehrmals in der Woche zum Training nach Augsburg gefahren habe.

Erinnerungen an das Jahr 2009

Behrends und Kaiser erinnern sich an das Jahr 2009, erster Karrierehöhepunkt für Thomas Tuchel: Er wurde Bundesligatrainer in Mainz. „Es ist wunderbar, dass er diese einmalige Chance bekommt“, sagte seine Mutter damals. Es ist eine der wenigen Male, dass die Familie über Thomas Tuchel und seine fußballerische Karriere spricht. In den Jahren danach werden diverse Anfragen von Medien abgelehnt. Im Sommer 2018, Tuchel ist gerade als Trainer in Paris verpflichtet worden, reist der französische Sportjournalist David Fioux nach Krumbach. Er ist für die weltbekannte französische Sportzeitung L’Equipe unterwegs, Spurensuche am Ort von Thomas Tuchels Kindheit und Jugend.

Erinnerungen an Thomas Tuchels Zeit in Krumbach: Tuchels ehemaliger Sportlehrer Hans Komm (rechts) im Sommer 2018 Gespräch mit l´Equipe-Reporter David Fioux.
Foto: Peter Bauer

„Gibt es ein Symbol in Krumbach für Thomas Tuchel? Irgendetwas, das man sofort mit ihm in Verbindung bringt?“, fragt er im Gespräch mit unserer Redaktion und Wegbegleitern von Thomas Tuchels Jugend wie Hans Komm und Gerhard Ringler, dem Vorsitzender des TSV Krumbach. Nein, so etwas gibt es nicht. Bekannt ist, dass Tuchel mit seinen Töchtern Kim und Emma und Frau Sissi wiederholt in Krumbach bei seinen Eltern zu Gast ist. Doch all das bleibt privat. Gleichermaßen ist das Verständnis vieler Krumbacher dafür groß.

Hans Komm hat berichtet, dass Tuchel wiederholt zu Veranstaltungen nach Krumbach eingeladen worden sei. Sein letzter öffentlicher Auftritt liegt aber schon elf Jahre zurück. Es war im Jahr 2009, eine Autogrammstunde in den Redaktionsräumen der Mittelschwäbischen Nachrichten. „Thomas Tuchel gilt als einer der besten Trainer der Welt. Er lässt aufregenden Fußball spielen und vermag es wie kaum ein anderer, junge Spieler weiter zu entwickeln. Gleichzeitig steht er im Ruf, stur und schwierig zu sein“, schreiben die Sportjournalisten Daniel Meuren und Tobias Schächter in ihrer kürzlich erschienenen Biografie über Thomas Tuchel.

Wer in diesem Buch blättert, der spürt auch schnell, welch ein Auf und Ab das Leben Thomas Tuchels war und der Aufstieg zu einem der bekanntesten und besten Trainer der Welt nicht selbstverständlich war.

Ein Tiefpunkt für Tuchel im Jahr 1998

Das Jahr 1998 war ein Tiefpunkt für ihn. Ständig Schmerzen, eine teure Operation, der Profivertrag beim SSV Ulm ausgelaufen, kein Gehalt. „Auf meinem Konto war null“, erinnerte sich Tuchel in einem großen Interview mit dem Zeit Magazin Mann im Herbst 2017. Thomas Tuchel sortiert eine Weile nachts bei einem Bäcker in Ulm Brötchen. Mit der Diagnose „Knorpelglatze“ weiß Thomas Tuchel, dass seine Fußballkarriere vorbei ist. Sein Lebenstraum, einmal in der Bundesliga zu spielen, ist geplatzt. Zu diesem Zeitpunkt hat Thomas Tuchel das Gefühl, mit dem Fußball abgeschlossen zu haben.

Nach dem grandiosen Triumph stellten sich die Krumbacher Gymnasiasten 1987 im Berliner Olympiastadion dem Fotografen Willi Härtle. Stehend hinten rechts Thomas Tuchel.
Foto: Willi Härtle

20 Jahre nach seinem Tiefpunkt wird Tuchel Trainer bei Frankreichs Meister, dem Weltklub PSG. „Er war schon damals sehr zielstrebig“, erinnert sich sein ehemaliger Sportlehrer Hans Komm an die Zeit Tuchels im Sport-Leistungskurs vor dem Abitur. „Seine nationale und internationale Karriere wundert mich nicht.“

In den Jugendmannschaften des TSV Krumbach sei Tuchel der Beste gewesen. Mit 14 Jahren wurde er mit der Schulmannschaft deutscher Meister in Berlin. Als 15-Jähriger wechselt Thomas Tuchel zum FC Augsburg, er wird in die Jugendnationalmannschaft berufen. 1992 unterschreibt Tuchel seinen ersten Profivertrag bei den Stuttgarter Kickers. Doch in der Zweiten Bundesliga kommt er gerade einmal auf acht Einsätze. Er wechselt zum SSV Ulm in die Regionalliga Süd. Ein Abstieg. Doch ausgerechnet 1998, im Jahr des Aufstiegs in die zweite Liga, kommt das Aus für Tuchel: ein Knorpelschaden.

Er beschließt, BWL zu studieren und zieht nach Stuttgart. Nebenzu arbeitet er als Kellner in der „Radio-Bar“. Tuchel hat das Gefühl, mit dem Fußball abgeschlossen zu haben, berichtet er im Interview mit dem Zeitmagazin Mann. Doch als er erfährt, dass der SSV Ulm, seine alte Mannschaft, in die Erste Bundesliga aufgestiegen ist, will er zurück in den Fußball – und zwar als Trainer.

Zunächst ist er Jugendtrainer beim VfB Stuttgart, dann bei seinem alten Verein in Augsburg. Parallel dazu schließt er die Prüfung zum Fußballlehrer ab – als Jahrgangsbester.

2008 dann der Wechsel in den Nachwuchsbereich des FSV Mainz. Mit seinem A-Jugend-Team wird er deutscher Meister. Ein Jahr später wird Tuchel völlig unerwartet Cheftrainer des Bundesligisten Mainz 05. Und dann der nächste große Sprung: Von 2015 bis 2017 ist er Trainer bei Borussia Dortmund.

Ob in Mainz, in Dortmund oder jetzt in Paris: Der erfrischende, offensivfreudige Stil von Tuchels Mannschaften begeistert die Zuschauer.

Differenzen mit verschiedenen Vereinsfunktionären

Doch da sind immer wieder auch die Differenzen mit verschiedenen Vereinsfunktionären. Tuchel sei ehrgeizig und gehe keinem Konflikt aus dem Weg, hat ihn seine Grundschullehrerin Karin Deisenhofer einmal beschrieben. Aber beeindruckt ist sie auch von seiner Zielstrebigkeit – und das nicht nur auf dem Fußballplatz. Tuchel spricht mittlerweile hervorragend Französisch. Und auch hier unterscheidet er sich von so manch anderem Startrainer oder Starspieler, die selbst nach mehrjährigem Aufenthalt in einem Land nicht mehr als ein paar Worte in der Landessprache schaffen.

Der Mann aus „Klein-Paris“ - in Paris „ganz groß“?

Tuchel, der Mann aus „Klein Paris“ in Paris? Welcher Draht bleibt zur Heimat? „Ich habe meine Kindheit und Jugend in Krumbach verbracht, meine Eltern sind in Krumbach immer fest verwurzelt gewesen“, sagte er vor einigen Jahren in einem Interview mit unserer Zeitung. Am Sonntag werden sie in „Klein-Paris“ Krumbach intensiv verfolgen, wie es für Tuchels Pariser Fußballer ausgeht in Lissabon. Ein Mann aus „Klein-Paris“ könnte dann in Paris tatsächlich „ganz groß“ sein. Und auch wenn der Gegner Bayern München heißt: So mancher Krumbacher wird dem Krumbacher Tuchel die Daumen drücken. Egal wie das Spiel endet, „irgendwie können wir am Sonntag nur gewinnen“, sagen Dieter Behrends und Albert Kaiser.

Weitere Informationen zu Thomas Tuchel und seine Beziehung zu Krumbach finden Sie hier:

Thomas Tuchel, Krumbach und eine französische Spurensuche

So sahen Thomas Tuchels Jugendjahre in Krumbach aus

Tuchel und Krumbach: Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar:

Tuchel und das „ferne“ Krumbach

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