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Thannhausen

24.03.2020

Stichwahl: Was die Thannhauser beachten müssen

In Thannhausen kommt es zur Bürgermeister-Stichwahl zwischen Alois Held (CSU, rechts) und Peter Schoblocher (FW). Held hatte im ersten Wahldurchgang deutlich die Nase vorn.
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In Thannhausen kommt es zur Bürgermeister-Stichwahl zwischen Alois Held (CSU, rechts) und Peter Schoblocher (FW). Held hatte im ersten Wahldurchgang deutlich die Nase vorn.
Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Plus Am Sonntag entscheidet sich, wer in Thannhausen Bürgermeister wird. Für den noch amtierenden Rathauschef Georg Schwarz sind es besondere Momente.

Alois Held (37, CSU, 46,7 Prozent in der ersten Wahl) oder Peter Schoblocher (60, Freie Wähler, 28,7 Prozent)? Wer wird neuer Bürgermeister in Thannhausen? Am kommenden Sonntag, 29. März fällt in der Stichwahl die Entscheidung. Und mit Blick auf die Corona-Krise gibt es bei der Wahl eine Besonderheit: Es wird keine Wahllokale geben, die Wahl ist eine reine Briefwahl. Und es gibt noch eine Besonderheit: Die Organisation der Thannhauser Wahl ist eine der letzten bedeutenden Amtshandlungen des amtierenden Bürgermeisters Georg Schwarz.

Der 61-Jährige ist seit zwölf Jahren im Amt und trat bei der aktuellen Kommunalwahl nicht mehr an. Wer auch immer sein Nachfolger ist – im Mai wird dieser von Schwarz die Amtsgeschäfte übernehmen. Kommt bei Schwarz selbst in diesen Tagen so etwas wie ein besonderes Abschiedsgefühl auf? „Es war eine klare Entscheidung, nach zwei Perioden aufzuhören“, sagt er. Für seine geleistete Arbeit erfahre er sehr viel Zuspruch und das „tut natürlich schon gut“, freut er sich. Vermissen werde er die Mitarbeiter im Rathaus. „Es ist einfach ein tolles Team.“

Das Team im Thannhauser Rathaus ist mit Blick auf die aktuelle Krise in einem außerordentlichen Maß gefordert. Und nun kommt noch eine Bürgermeisterwahl unter besonderen Umständen hinzu.

Stichwahl: Was die Thannhauser beachten müssen

Die Briefwahl-Unterlagen sind verschickt

Wie Schwarz berichtet, seien die Briefwahlunterlagen am vergangenen Freitag verschickt worden. Sie müssten inzwischen bei allen Wahlberechtigten eingegangen sein. Rückmeldungen über Probleme bei der Verteilung wie etwa „in den falschen Briefkasten eingeworfen“ habe es nur vereinzelt gegeben. Es sei insgesamt offenbar alles reibungslos verlaufen.

Wird sich das Wahlergebnis durch die besonderen Bedingungen verändern? Das sei schwer zu sagen, meint Schwarz. Aber sicherlich habe die Wählerschaft durch die reine Briefwahl eine etwas andere Zusammensetzung.

Doch der amtierende Bürgermeister sagt auch, dass die Verschiebung der Wahl keine Alternative gewesen wäre. Der Stadtrat sei ja inzwischen neu gewählt. Und ein neu gewählter Stadtrat ohne neu gewählten Bürgermeister – das sei ja schlichtweg undenkbar. Zudem dränge ja auch die Zeit. Die neu gewählten Bürgermeister und Stadträte sollen im Mai ihre Arbeit aufnehmen.

Wie läuft die Wahl jetzt ab? Die „Briefwahl muss bis spätestens Sonntag, 29. März, 18 Uhr im Rathaus eingegangen sein“, erläutert Schwarz. Wenn die Wähler ihre Briefwahl erst am Freitag, 27. März „mit der Post an uns zurückschicken, kann es vorkommen, dass die Postzustellung an die Stadt nicht mehr rechtzeitig erfolgt.“ Am sichersten sei es, wenn die Wähler ihre Briefwahl selbst in den großen Briefkasten vor dem Rathaus werfen. Der Briefkasten werde, so Schwarz, mehrfach am Tag geleert.

Was ist zu tun, wenn ein Wahlberechtigter die von der Stadt verschickten Briefwahlunterlagen – warum auch immer – nicht erhalten hat? Schwarz: „Für Fälle, in denen die wahlberechtigte Person glaubhaft versichert, dass ihr der Wahlschein nicht zugegangen ist, kann dieser wahlberechtigten Person bis zum Tag vor dem Wahltag, also bis Samstag, 28. März, 12 Uhr, ein neuer Wahlschein samt Briefwahlunterlagen erteilt werden.“

Wann das Rathaus für die Wahl geöffnet ist

Schwarz hebt hervor: „Nach dem Samstag, 28. März, 12 Uhr können keine Wahlscheine mehr ausgestellt werden.“ Das Thannhauser Rathaus werde deshalb nur für den Fall nicht zugegangener Briefwahlunterlagen am Samstag, 28. März, von 10 Uhr bis 12 Uhr besetzt sein.

Das Thannhauser Rathaus ist derzeit bekanntlich mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage nur eingeschränkt für den Publikumsverkehr geöffnet. Über den Südeingang käme man aber direkt ins Bürgerbüro, wo dann die relevanten Dinge besprochen werden könnten.

Schwarz kündigt an, dass die für Dienstag, 31. März, vorgesehene Sitzung des acht Mitglieder Bauausschusses stattfinden könne. Im Sitzungssaal des Rathauses gebe es genügend Platz, um den Mindestabstand einzuhalten. Ob die Stadtratssitzung am Dienstag, 21. April stattfindet, möchte Schwarz von der Entwicklung der Lage abhängig machen. Jetzt aber gilt die ganze Konzentration der wegweisenden Wahl am Sonntag.

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