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Literaturempfehlungen

10.10.2020

Tipps unserer Redaktion: Zehn Bücher für den Herbst

Plus Zigtausende Bücher erscheinen jährlich in Deutschland. Welche soll man davon lesen? Am besten natürlich nur die Besten, Spannendsten, Interessantesten! Unsere Tipps für den Herbst

Dorothee Elmiger: Aus der Zuckerfabrik. Die Schweizer Autorin folgt den Spuren des Geldes: In verschiedenen Strängen erzählt sie vom glücklosen Schweizer Lotto-Millionär, von einer Patientin mit schwerer Essstörung, von der Karmelitin Theresa von Avila oder von François-Dominique Toussaint Louverture, freigelassener Sklave und spätere Freiheitskämpfer. Dabei reflektiert sie immer auch die Entstehungsgeschichte des Textes. Hochpolitisch, literarisch feinster Zucker! Lesen Sie die Rezension hier


Roman Ehrlich: Malé. Ein großes literarisches Talent, das aus der Region stammt, entfaltet sich: Roman Ehrlich wuchs in Neuburg auf und hat es mit seinem dritten und bislang besten Roman nun sogar zur Nominierung für den Deutschen Buchpreis gebracht. Seine Zukunft scheint hell – die Zukunft, die er in seinem Buch beschreibt ist düster: die Welt versinkt, und die Malediven als ehemaliges Ressort für paradiesischen Urlaub werden zur apokalyptischen Zuflucht… Hier geht es zur Rezension


Deniz Ohde: Streulicht. Genügend im Kopf, aber das falsche Elternhaus. In diesem autobiografisch grundierten Roman lotet Deniz Ohde die Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit aus. Nicht an Klugheit, sondern an Selbstbewusstsein und Selbstliebe mangelt es der Ich-Erzählerin, die im Frankfurter Westen als Tochter eines deutschen Industriearbeiters und einer türkischen Einwanderin aufwächst. Der Frankfurter Schriftstellerin ist ein düsteres, packendes Debüt gelungen. Die ausführliche Rezension finden Sie hier


Ulrike Draesner: Schwitters 1936 floh der Dada-Künstler Kurt Schwitters vor den Nazis erst nach Norwegen, dann nach England. Wie aus Kurt Schwitters Körrt Switters wurde, nicht mehr wohlsituierter, gut vernetzer Kunststar aus Hannover, sondern ein Habenichts ohne Heimat, wie er auf der Flucht wie auch im Exil aber eben durch seine Kunst überlebte - davon erzählt Ulrike Draesner in dieser grandios geglückten Biografie. Lesen Sie die Rezension hier

Elke Heidenreich: Männer in Kamelhaarmänteln Sie liebt die Bücher, sie liebt die Musik. Sie liebt aber auch die Mode, wie man in diesem Buch voller voller fein geplauderter Erinnerungen, Gedanken, Anekdoten und Miniaturen über Kleider und Leute erfährt. Für ihr erstes Buchmanuskript belohnte sich Heidenreich übrigens mit einem Hut, ein aufsehenerregendes Modell mit Federn. Hier geht es zur Buchbesprechung

Colum McCann: Apeirogon. In einem eindrucksvoll komponierten Roman erzählt Colum McCann die wahre Geschichte zweier Väter – Rami, ein Israeli, Bassam, ein Palästinenser - , die im ewigen Konflikt zwischen Israel und Palästinensern ihre Töchter durch Gewalttaten verloren haben und gleichwohl unbeirrbar gemeinsam für Versöhnung kämpfen. Mehr lesen Sie hier

Mieko Kawakami: Brüste und Eier. Mit ihrem wütenden Roman „Brüste und Eier“ sorgte Mieko Kawakami in Japan fürAufsehen. Sie schreibt über Single-Frauen, die gut ohne Männer klar kommen, über Asexualität und künstliche Befruchtung und sie spricht Themen an, über die sich viele Menschen in Japan nicht öffentlich zu sprechen trauen. Ein fast 500-seitiger Tabubruch. Hier geht es zur Buchbesprechung


Paul Maar: Wie alles kam. Der Sams-Erfinder hat mit 82 Jahren nun für erwachsene Leser geschrieben: In einer schnörkellosen und klaren Sprache erzählt er eindringlich von seiner Kindheit und Jugend, von der Herzenswärme seiner Stiefmutter, der ersten großen Liebe zu Nele, seiner späteren Frau. Auch dies erfährt der Leser, in diesen berührenden Erinnerungen: Wie die gestörte Beziehung zum Vater, der "Schreckensmann", die große Leerstelle im Leben des Kinderbuchautors, blieb. Lesen Sie hier mehr

Campino: Hope Street – Wie ich einmal englischer Meister wurde. Campino ist bestens bekannt als Sänger der Punk-Rock-Band die Toten Hosen. Jetzt hat er auch sein erstes Buch geschrieben. Darin geht es aber wenig um Musik, nur ein bisschen um seine heimlich geschlossene Ehe und seine eigentlich sehr spannende Familiengeschichte – sondern vor allem um seine offenbar größte Leidenschaft: den FC Liverpool, Fußball! Er beschreibt, wie die Sucht begann, welche Ausmaße sie annimmt… - ob sein Buch darüber auch süchtig macht? Die ausführliche Rezension finden Sie hier

Geert Mak: Große Erwartungen. Die Computer sind am ersten Tag des 21. Jahrhunderts nicht wie befürchtet abgestürzt. Aber die ersten zwanzig Jahre dieses dritten Jahrtausends haben andere, unerwartete Abstürze erlebt. Von den Twin Towers in New York bis zu der Weltwirtschaftskrise mit milliardenschweren Bankenrettungen, dem Zusammenbruch europäischer Volkswirtschaften oder dem Abschuss einer aus Malaysia nach Amsterdam fliegenden Boeing 777 von ost-ukrainischem Boden aus. Samt Folgen für den „europäischen Traum“ nachzulesen ist das in dem vorzüglichen Buch des niederländischen Publizisten Geert Mak. Hier geht es zur Buchbesprechung


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