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Stadtradeln

09.04.2015

Das Auto einfach mal stehen lassen

Bei der Kampagne Stadtradeln zählen die zurückgelegten Kilometer mit dem Fahrrad.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare

Alle Gemeinden des Landkreises Landsberg  sind heuer dabei. Die kleinste hat gleich vier Titel zu verteidigen

Sie haben vorgemacht, wie es geht. 70 Bürger aus Thaining haben Radtouren organisiert und sind zur Arbeit geradelt. Sogar eine Nachtfahrt bei Vollmond über 200 Kilometer durch den Pfaffenwinkel fand statt. „Man muss die Leute nur ansprechen“, sagt Hans Meiendres, der Hauptorganisator des Stadtradelns in Thaining. Er und seine Mitstreiter radelten zusammen fast 16000 Kilometer und holten vier von fünf bundesweiten Preisen. Heuer werden sie wieder dabei sein.

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, einem Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas mit rund 1700 Mitgliedern in 24 Ländern Europas. Der Landkreis nimmt zum zweiten Mal daran teil. Heuer sind alle Gemeinden und die Stadt Landsberg dabei, wie Rainer Mahl vom Landratsamt sagt. Beim Stadtradeln werde um den den Titel der fahrradaktivsten Kommune und des fahrradaktivsten Kommunalparlaments gestrampelt. Dabei gilt es an 21 zusammenhängenden Tagen möglichst viel beruflich wie privat mit dem Fahrrad zu fahren. Der Landkreis hat sich in Abstimmung mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Starnberg und Weilheim-Schongau, für den Zeitraum 21. Juni bis 11. Juli entschieden.

Mit den umliegenden Landkreisen wird in diesem Jahr auch eine gemeinsame Auftaktveranstaltung organisiert. Treffpunkt wird die Gemeinde Eching am Ammersee sein, die in diesem Jahr ihr 950-jähriges Bestehen feiert. Die Sternfahrt findet am 21. Juni statt. Die Teilnehmer aus dem Landkreis starten um 10 Uhr am Bayertor in Landsberg. Von dort fährt man gemeinsam entlang des Ammersee-Radweges bis nach Eching. Geplante Zusammenkunft ist um 11.30 Uhr auf dem Mittelaltermarkt, der an diesem Wochenende stattfindet.

Aus dem Landkreis haben sich im vergangenen Jahr rund 1300 Bürger mit ihren Teams beteiligt. Gemeinsam haben sie in drei Wochen über 221000 Kilometer geradelt und damit laut Mahl aktiv 31863 Kilogramm CO2 eingespart. Die Gemeinde Thaining war bester Newcomer je Einwohner und je Kommunalpolitiker und radelte die meisten Kilometer je Einwohner und je Kommunalpolitiker.

„Das Ziel des Landkreises ist es, dass sich möglichst viele Teams in den Gemeinden beziehungsweise im Landkreis bilden“, sagt Rainer Mahl. Es würden deshalb sämtliche Sport- und Schützenvereine, größere Firmen, Behörden, Schulen, Kindergärten, der Bund Naturschutz sowie die Landsberger Energie Agentur von Landrat Thomas Eichinger und ADFC-Kreisvorsitzendem Martin Baumeiser angeschrieben. Schließlich sei Stadtradeln auch eine Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept des Landkreises.

Als Stadtradel-Star hat sich der Landsberger Stadtrat Henrik Lüßmann bereit erklärt. In dieser Sonderkategorie darf er in diesen 21 Tagen nur mit dem Fahrrad unterwegs sein und muss sein Auto medienwirksam für drei Wochen „einmotten“. Fahrten mit dem Öffentlichen Nahverkehr sind aber erlaubt. Als Motivationsspritze erhält eine hochwertige Fahrradtasche und einen Fahrradcomputer, der direkt die CO2-Einsparung gegenüber einer Autofahrten anzeigt.

Gemeinsame Aktion mit „Mit dem Rad zur Arbeit“

Wie Rainer Mahl sagt, ist heuer eine gemeinsame Aktion von Stadtradeln und „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK Landsberg geplant. Die Initiative der Krankenkasse findet seit Jahren im Landkreis statt und richtet sich an Arbeitnehmer, die vom 1. Juni bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen zur Arbeit radeln. Die Einzelfahrer oder Teams notieren die gefahrenen Tage in einem Aktionskalender. Auch Pendler mit Teilstrecken können sich anmelden. ADFC und AOK sind die Initiatoren, die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft fördert diese große Mitmach-Aktion, die im vergangenen Jahr 55000 Radler in ganz Bayern begeisterte.

Während des Aktionszeitraumes finden beim Stadtradeln in der Stadt und den Gemeinden der Region diverse Radtouren und Aktionen zum Radfahren statt, um das Sammeln der Kilometer zu erleichtern. „Es lohnt sich nicht nur für das Klima und die Gesundheit“, sagt Rainer Mahl. Auf die Radler warten tolle Gewinne. Für die Thaininger hat sich die Aktion auf alle Fälle gelohnt. Bei der Siegerehrung in Lübeck nahmen die Gemeinderäte Ulrich Stechele und Christian Finsterwalder sowie Teamchef Hans Meiendres neben Fahrradtaschen, Helmen und Schlössern auch ein nagelneues E-Bike in Empfang.

Ansprechpartner im Landratsamt ist Rainer Mahl. Er ist unter Telefon 08191/129-103 oder via E-Mail an Rainer.Mahl@lra-ll.bayern.de erreichbar. Für den ADFC-Kreisverband Landsberg ist Martin Baumeister Ansprechpartner der Radler. Er hat die Telefonnummer 08191/70133 und die E-Mail-Adresse kontakt@adfc-landsberg.de

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