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Landsberg

18.08.2017

Ein Endspiel an der österreichischen Grenze

Uwe Zenkner und seine Mannschaft sind heute in Kirchanschöring zu Gast. Beim Drittletzten ist für das Schlusslicht vom Lech ein Sieg nahezu schon Pflicht.
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Uwe Zenkner und seine Mannschaft sind heute in Kirchanschöring zu Gast. Beim Drittletzten ist für das Schlusslicht vom Lech ein Sieg nahezu schon Pflicht.
Bild: Julian Leitenstorfer

Für Trainer Uwe Zenkner und den TSV Landsberg steht am Samstag eine richtungsweisende Partie an. Die Neuzugänge lassen noch auf sich warten.

Ja, der TSV Landsberg möchte sich nach dem Fehlstart noch auf mehreren Positionen verstärken – auch im Sturm. Aber nein, Sascha Mölders wird es nicht. Zwar war der Angreifer des TSV 1860 München zuletzt mehrfach Zaungast beim kriselnden Bayernligisten. Aber der bundesligaerfahrene Haudegen war als ganz normaler Zuschauer da. Denn der ehemalige Trainer des Landesligisten SV Mering ist mit Landsbergs Mittelfeldakteur Dominik Schön eng befreundet. Ob Mölders, der die Torschützenliste der Regionalliga Bayern mit anführt, den Landsbergern vor dem Kellerduell in Kirchanschöring (Samstag, 14 Uhr) ein paar Tipps gegeben hat?

Das Duell könnte man durchaus als Not gegen Elend bezeichnen. Der SV Kirchanschöring ist mit fünf Punkten Drittletzter. Für Landsberg als Tabellenletzten ist Verlieren quasi verboten. Ansonsten könnte man für längere Zeit im Tabellenkeller bleiben und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren. Und auch Trainer Uwe Zenkner spricht offen und ehrlich von einem „Endspiel“ nach sieben Spieltagen – „jetzt muss einfach was passieren“. Vom Verein aus sei ihm kein Endspiel eingeräumt worden, aber er macht klar, was im Fall eines Misserfolgs droht. „Wir wissen doch alle, was dann passiert.“

Kritik von den Zaungästen

Nach dem 0:2 gegen Vilzing am Feiertag musste sich TSV-Trainer trotz einer couragierten Leistung bei der Pressekonferenz vielen kritischen Fragen stellen. Aus Reihen der Kiebitze wurde das 4:3:3-System hinterfragt. „Es ist keine Frage der Taktik bei uns. Ich habe schon mit 4:5:1 oder 5:4:1 spielen lassen. 80 Prozent der Gegentore sind nach individuellen Fehlern passiert“, so der Trainer. Auch Kritik an der Tatsache, dass er die 90 Minuten nahezu regungslos auf der Bank verbracht habe, konterte er. „Ich glaube nicht, dass ich durch ständiges lautes Kommentieren der Mannschaft helfe. Ich mache mich ungern draußen zum Hampelmann.“ Vielmehr müssten die Spieler auf dem Platz besser miteinander kommunizieren.

„Bei uns hört man sehr wenig im Spiel. Rainer Storhas ist ein erfahrener Sechser, aber er redet leider nicht viel“, nannte der Trainer ein Beispiel und ließ erneut einen kleinen Hilferuf nach Verstärkungen los – unter anderem für die Zentrale. Dort präsentierte man sich zuletzt etwas schwach. Das wurde auch durch das Fehlen von Sebastian Bonfert gegen Vilzing deutlich. Der Routinier wird heute in Kirchanschöring wieder auflaufen können. Rainer Storhas wird hingegen bis auf Weiteres wegen Rückenproblemen fehlen. Julian Birkner laboriert noch an einer Muskelverletzung, Lukas Göttle wurde für seine Rote Karte gegen Vilzing für drei Spiele gesperrt.

Gerüchte um Neuzugänge sind Enten

Nicht wirklich besser lief es zuletzt für den heutigen Gegner Kirchanschöring. Das Team von Spielertrainer Yunus Karayün kassierte gegen Hankofen-Hailing (2:4) und Rain (2:5) zuletzt herbe Niederlagen, sicherte sich zuletzt aber ein 2:2 in Heimstetten. Kirchanschörings Coach Karayün hat Respekt vorm TSV: „Landsberg ist nicht optimal in die Liga gestartet, hat aber trotzdem eine gute Bayernliga-Truppe und ist deshalb auf keinen Fall zu unterschätzen. Wir selber müssen vorsichtig sein, sauber aus der Ordnung heraus agieren, damit wir endlich den ersten Heimsieg feiern können.“

 Für Landsberg steht mit der Fahrt bis an die österreichische Grenze eine der weitesten Auswärtsfahrten der kompletten Saison an – und ein unangenehmer Gegner, der als zweikampf- und konterstark gilt. Druck verspürt Trainer Uwe Zenkner keinen besonders großen. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir in solch einer Situation stehen.“

In Sachen Neuzugängen gibt es aktuell noch keinen Vollzug. Nächste Woche soll der eine oder andere Neue präsentiert werden. Nicht dabei sein werden Cem Beqiri (TSV Dachau) und Andreas Fülla (FC Memmingen). Die beiden Ex-Landsberger werden bei ihrem ehemaligen Klub gehandelt, sind laut Uwe Zenkner aber kein Thema. Auch wenn der Trainer beide sofort nehmen würde.

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