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CSU

11.05.2011

Herz und Verstand des Kreisverbands

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Einen Generationswechsel leiteten die 103 Delegierten des CSU-Kreisverbandes am Dienstagabend ein, als sie im „Alten Wirt“ in Eresing Alex Dorow zum neuen Vorsitzenden wählten. Vorgänger Dr. Thomas Goppel war 29 Jahre im Amt.

Dr. Thomas Goppel gibt nach 29 Jahren den Kreisvorsitz ab. Ihm folgt Alex Dorow

Landsberg Sein Name ist für mehrere Generationen untrennbar mit dem CSU-Kreisverband Landsberg verbunden. Jetzt sagte Dr. Thomas Goppel nach 29 Jahren „servus“ und übergab die Führung in jüngere Hände. Sein Wunschkandidat Alex Dorow vereinte dann auch alle Delegiertenstimmen auf sich und wurde von der Mitgliederversammlung in Eresing zum neuen Kreisvorsitzenden der Landsberger Christsozialen gewählt.

Der Schritt war wohl überlegt und gut vorbereitet. Dies wurde von den Delegierten im Alten Wirt in Eresing honoriert. Es gab keinen Gegenkandidaten zu Alex Dorow, den Dr. Thomas Goppel schon vor zwei Jahren an selbem Ort und selber Stelle bereits als seinen Nachfolger für 2011 vorgeschlagen hatte. Bernhard Kösslinger, Vorsitzender der Mittelstandsunion: „Das muss man ihm hoch anrechnen, dass er den Übergang so reibungslos gestaltet hat.“ Alex Dorow versprach, im Sinne von Thomas Goppel („die CSU ist der Vorausdenker im Landkreis“) weiterzuführen. Dazu sei schon in den nächsten Monaten eine bessere Vernetzung vonnöten, um weitere Konzepte zu entwickeln. Alex Dorow: „Wir müssen in den kommenden zwei Jahren im Landkreis Der neue Kreisvorstandso richtig Gas geben.“ Dies hörte der CSU-Generalsekretär und Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt sicher gerne, denn schließlich finden innerhalb der kommenden zwei Jahre in Bayern wieder Landtags- und Kommunalwahlen statt. Dobrindt war extra aus Berlin angereist, um die letzte Kreisversammlung seines Mentors Thomas Goppel nicht nur mitzuerleben, sondern als Wahlleiter aktiv mitzugestalten, bevor gestern Morgen um 6.40 Uhr der Flieger zurück in die Bundeshauptstadt ging. Er würdigte („Das ist keine Verabschiedung“) den scheidenden Kreisvorsitzenden: „Er ist Herz und Verstand des Kreisverbands.“ Mit seinem emotionalen Engagement habe er viele Menschen begeistert. Thomas Goppel sei Vertreter einer schwindenden Generation, die über das Talent verfüge, das Positive der Politik zu vermitteln.

Er könne sich noch gut an sein erstes Gespräch mit dem damaligen Generalsekretär erinnern, in dessen großem Büro in der Landesleitung in München, „in dem ich heute selbst sitze“. Er selbst habe sich gut vorbereitet, erinnerte sich Dobrindt, schließlich wollte er sich als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Weilheim bewerben: „Wir hatten eine Stunde vereinbart, die er auch einhielt.“ Allerdings habe er, Alexander Dobrindt, nur wenige seiner Argumente vortragen können, weil Goppel den Großteil der Redezeit für sich in Anspruch nahm. Dennoch habe sich eine enge Beziehung ergeben, die seiner weiteren politischen Karriere zumindest nicht schadete. Er habe jedenfalls Thomas Goppel als Menschen kennengelernt, der andere forderte, aber nicht überforderte. „Thomas Goppel lebt es täglich vor, dass er aus Überzeugung und gutem Grund in der CSU ist.“

Nicht nur deshalb stand es wohl dem scheidenden Vorsitzenden auch zu, Empfehlungen auszusprechen: „Wir müssen achtgeben auf diejenigen, die überall als die Alternative gehandelt werden – die Grünen.“ Es habe sich viel geändert in der Welt, in der jeder glaube, er könne alles selbst lösen. Thomas Goppel erinnerte erneut an die Verantwortung eines jeden für sein Handeln vor Gott. Dies wolle er als Sprecher der ChristSozialen Katholiken (CSK) in der CSU verstärkt zum Ausdruck bringen. Auch seine Aufgabe als Präsident des Bayerischen Musikbundes werde er nun „mit großer Freude und noch mehr Energie“ wahrnehmen.

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