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Landsberg

13.10.2019

Kreis-CSU: Mit dem Landrat an der Spitze

Spitzenkandidaten der CSU zur Kreistagswahl: (von links) Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Landrat Thomas Eichinger, Oberbürgermeister Mathias Neuner (Zweiter von rechts) und Landtagsabgeordneter Alex Dorow (rechts).
Bild: Thorsten Jordan

Die Landsberger Christsozialen präsentieren ihre Kandidaten für den nächsten Kreistag. Welche Schwerpunkte Thomas Eichinger für die nächste Legislaturperiode setzt.


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Angeführt von Thomas Eichinger geht der CSU-Kreisverband Landsberg mit einer prominent besetzten Kandidatenliste in den Kommunalwahlkampf um die Kreistagsplätze. Bei der Nominierungsversammlung in Hofstetten war der Landrat ohne Gegenstimme als Spitzenkandidat nominiert worden.

Politisch erfahrene Kandidatenspitze

Ein Landrat, ein Bundestags-, ein Landtagsabgeordneter sowie ein Bürgermeister und ein Oberbürgermeister. Nicht viele Parteien und Gruppierungen können sich den Luxus einer solch politisch erfahrenen Kandidatenspitze erfreuen. „Wir haben versucht, eine größtmögliche Bandbreite und damit eine überzeugenden Mischung aus Mandatsträger, Bürgermeistern, Ehrenamtlichen und aus allen Alterklassen zu erreichen“, sagt der Kreisvorsitzende Michael Kießling.

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In mehreren Blöcken gewählt

Als Spitzenkandidat holte sich Thomas Eichinger 98 von 99 gültigen Stimmen. Anschließend wurde in Blöcken gewählt, wobei in Block eins die von der Kreisverbandsversammlung vorgeschlagenen Männer und Frauen zunächst voneinander getrennt gewählt, und anschließend im Reißverschlussverfahren zusammengeführt wurden. So belegt im ersten Block – nach Thomas Eichinger – mit Regina Kölbl (Apfeldorf) Rang zwei vor dem Bundestagsabgeordneten und Kreisverbandsvorsitzenden Michael Kießling an. Die weiteren Plätze in Block eins: Kathrin Grabmaier (Scheuring), Josef Loy (Eresing), Heidrun Hausen (Fuchstal), Alex Dorow (Landsberg), Rita Behl (Dießen), Wilhelm Böhm (Hurlach) Barbar Juchem und Mathias Neuner (beide Landsberg).

Einzelvorstellung der Nominierten

Bei den Wahlgängen der 60 Kandidaten plus vier Ersatzkandidaten hatte jeder kurz die Möglichkeit, sich und seine Vorstellungen für die kommende Wahlperiode vorzustellen. Landrat Thomas Eichinger nutzte die Gelegenheit, um den Delegierten gewissermaßen ein Update, sofern nötig, über die Kreistagsarbeit zukommen zu lassen. „Wir leiden unter Wachstumsschmerzen“ beschrieb er das enge Korsett, in dem sich der Landkreis bewegt. Einerseits aufgrund seiner Attraktivität ein Anlaufpunkt für Neubürger, die andererseits große Herausforderungen mit sich bringen. So sei das Wohnungsproblem nicht erst seit gestern bekannt, die Auswirkungen des Zuzugs auf den Straßenverkehr erfordere vielfältige Umstrukturierungen – zumal der Trend zum Zuzug längst nicht abgeschlossen sei.

Thomas Eichinger resümierte und gab gleichzeitig den Blick in die nahe Zukunft frei. So werde im Rahmen des Arten- und Klimaschutzes auch im kommenden Jahr im Landkreis eine Tierart besonders im Fokus stehen. War es 2019 das Jahr der Biene, ist in Landsberg 2019 das Jahr des Spechtes. Außerdem sei der Landkreis Partner einer Klimawandelstudie, ein Waldumbauprojekt habe bereits begonnen.

Die landkreiseigene Pflegeschule

Dem Thema Pflegekräftemangel versuche man mit der landkreiseigenen Pflegeschule am Klinikum zu begegnen und das laut Eichinger durchaus erfolgreich im lokalen Raum: „Von 18 Absolventen in diesem Jahr wechseln 14 ans Klinikum.“ Im Schnelldurchlauf führte er durch den Aufgabenkatalog, ob nun zu den Landkreisbädern („Noch in diesem Jahr erfolgt in Greifenberg der Spatenstich zum Badneubau“), den Schulen („“Die werden im nächsten Haushalt wieder mehr in den Fokus rücken“) oder auch den geplanten Neubau des Landratsamtes – an welchem Standort auch immer. Dabei appellierte er eindringlich an den Landsberger Stadtrat: „Wir brauchen endlich ein Signal, eine Entscheidung. Ein Ja oder ein Nein.“ Falle die Entscheidung gegen den Wunschstandort Penzinger Feld aus, was ihm persönlich sehr leidtäte, wüsste der Kreis aber dann wenigstens, in welche Richtung er weiterplanen müsse. Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner, ebenfalls auf der Kreistagsliste vertreten, gab sich offen: „Nur durch ein Miteinander von Stadt und Kreis ist weitere Entwicklung möglich.“

Lesen Sie dazu auch: Mit dem Landratsamt raus aus Landsberg

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