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Landsberg
06.01.2022

Tom Bohn gibt sein Mandat im Landsberger Stadtrat auf

Tom Bohn gibt sein Stadtratsmandat zurück.
Foto: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Der 62-jährige Regisseur Tom Bohn gibt sein Mandat im Landsberger Stadtrat zurück. Im LT nennt er die Gründe. Die Nachfolge ist bereits geregelt.

Die Nachricht kam überraschend: Stadtrat Tom Bohn (FDP) gibt sein Mandat auf. Auf Nachfrage des LT sagt er, dass er Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) und die Kollegen im Stadtrat am Mittwochvormittag über diesen Schritt informiert habe. Bohn holte das Mandat für die Liberalen bei der Kommunalwahl 2020. Er hatte mit der SPD eine Fraktionsgemeinschaft gebildet.

Zu den Gründen sagt der Regisseur, dass er in den vergangenen vier Monaten bereits viel beruflich in Berlin unterwegs gewesen sei und dies aufgrund neuer Angebote auch in den kommenden vier Monaten der Fall sein werde. Eine „verantwortungsvolle Tätigkeit im Stadtrat ist deswegen unmöglich“, sagt er. Er habe einen Lehrauftrag erhalten und bereite einen Langfilm vor. In die Hauptstadt umzuziehen, sei für ihn aber trotz der aktuellen Engagements in den kommenden zwei Jahren kein Thema, so Bohn. „Weiter vorausschauen kann ich in meinem Beruf nicht.“

Im Februar gab Bohn den Posten des Referenten für Popular- und Subkultur ab

Ebenfalls mit beruflichen Gründen hatte Tom Bohn im Februar 2021 begründet, dass er die Aufgabe des Referenten für Popular- und Subkultur im Landsberger Stadtrat aufgibt. Auf seine Zeit im Gremium blickt er mit gemischten Gefühlen zurück: „Ich habe meine Kollegen im Stadtrat sehr schätzen gelernt. Es war ein sehr oft freundschaftlicher Austausch. Im kulturellen Bereich konnte ich leider bei Weitem nicht so viel bewegen, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Der 62-jährige Regisseur hatte kürzlich bereits angekündigt, der Stadt mit seinem „Snowdance-Independent Filmfestival“ den Rücken kehren zu wollen. Die diesjährige Auflage (29. Januar bis 6. Februar) werde die letzte in Landsberg sein, danach solle das Festival außerhalb Bayerns stattfinden. „Die manchmal zu restriktive und sprunghafte Corona-Politik der bayerischen Landesregierung lässt uns keine andere Wahl“, äußerte der gebürtige Wuppertaler Mitte Dezember.

Aktion gegen Corona-Maßnahmen bringt dem Landsberger viel Kritik ein

Er sorgte bereits im Mai vergangenen Jahres für Aufsehen. Er war Mitorganisator der Aktion #allesdichtmachen. Deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler, darunter „Tatort“-Star Jan Josef Liefers und Volker Bruch („Babylon Berlin“), hatten in satirisch gemeinten Videos Corona-Maßnahmen kritisiert. Ihnen wurde daraufhin vorgeworfen, „Querdenkern“, Verschwörungsideologen oder Rechtspopulisten in die Hände zu spielen.

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Birgit Kerckhoff, FDP-Kreisvorsitzende, sagt zu der aktuellen Entwicklung: „Wir danken Tom Bohn für sein Engagement und insbesondere sein Wirken im kulturellen Bereich und wünschen ihm viel Erfolg in Berlin.“ Seine Nachfolgerin werde Ulla Schäfer (52). Die Kreisrätin freue sich auf die neue Aufgabe. Schäfer ist Mutter von zwei Kindern, Umweltschutztechnikerin und stellvertretende Kreisvorsitzende, informiert Kerckhoff.

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