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Eishockey

21.01.2021

Aktion zum Heimspiel: Die Fans stehen hinter dem HC Landsberg

Fan-Aktion beim HC Landsberg (von links): Dennis Ritzl, Ludwig Böhler, Daniel Duda und Marius Bürgel gaben Blanko-Plakate aus. Die Banner werden dann am Freitag gegen Lindau im Stadion zu sehen sein.
Bild: Ritzl

Plus Landsberg kommt in der Eishockey-Oberliga sportlich nicht auf die Beine. Im Heimspiel vor Geisterkulisse unterstützen die Fans ihr Team auf besondere Weise.

Ein Mammutprogramm haben die Landsberg Riverkings in den vergangenen Wochen absolviert, und es lief überhaupt nicht nach Plan. Die Fans stehen trotzdem hinter dem Aufsteiger in die Eishockey-Oberliga und haben sich etwas einfallen lassen für das Heimspiel am Freitag gegen Lindau.

Abgeschlagen am Tabellenende – normalerweise spüren alle Sportteams in so einer Situation, dass sich die Fans zurückziehen und dass die Kritik immer harscher wird. Nicht so beim HC Landsberg: Obwohl das Team erst vier Punkte vorweisen kann und gerade zuletzt heftige Packungen kassierte, haben sich die Fans eine neue Aktion einfallen lassen, um die Riverkings trotz allem nach Kräften zu unterstützen.

Der HC Landsberg spielt derzeit vor leeren Tribünen. Sportlich läuft es auch mager.
Bild: Julian Leitenstorfer

Am vergangenen Samstag wurden „Blanko-Plakate“ ausgegeben, die am Donnerstag wieder eingesammelt wurden – und bereits am Freitag die Mannschaft moralisch unterstützen sollen, wenn ab 20 Uhr Lindau zu Gast ist und nach wie vor keine Zuschauer im Stadion sein können. „Wir hatten für diese Saison sehr viel geplant“, sagt Dennis Ritzl, Fan aus dem „Block D“ und einer der Organisatoren. Man hatte sich mit der anderen Fangruppe aus der Ostkurve getroffen und Gespräche geführt, wie man die Mannschaft gemeinsam noch effektiver unterstützen könnte. Doch dann kam die Corona-Krise.

Die Fans haben keine Hoffnung, diese Saison im Stadion dabei zu sein

Obwohl es bislang nicht gut läuft: „Wir wären nur zu gerne im Stadion, um die Mannschaft zu unterstützen“, sagt Ritzl. Er habe sich mit Spielern unterhalten und „die sind auch der Meinung, dass die Unterstützung der Fans vielleicht dieses entscheidende letzte Quäntchen noch reinbringen würde, das so oft zum Sieg fehlte.“ Doch daraus wird in dieser Saison wohl nichts mehr. Ritzl war persönlich zunächst sehr skeptisch, ob der Aufstieg in die Oberliga der richtige Weg war. „Aber es gab sehr schnell ein Gespräch mit dem HCL-Vorstand“, erzählt Ritzl, und bislang sei alles so eingetroffen, wie vom HCL-Präsidium versprochen. „Der Verein bleibt seiner Linie treu, im Gegensatz zu anderen Mannschaften haben wir keine Profi-Truppe. Und deshalb Hut ab vor dem, was die Mannschaft leistet.“

Damit spricht er für viele HCL-Fans: „Wir schauen uns die Spiele auf Sprade TV an, leider geht ja auch das nicht gemeinsam“, so Dennis Ritzl. Danach werde online diskutiert. Ein Fan habe es auf den Punkt gebracht: Einsatz und Wille seien da, aber die Riverkings seien eben keine Vollprofis, die nichts tun außer Eishockey spielen. Umso wichtiger sei die Unterstützung, und wenn man nicht persönlich im Stadion sein könne, dann müsse man mit anderen Mitteln versuchen, dem Team zu helfen. „Wir haben die Plakataktion kurzfristig ins Leben gerufen“, so Ritzl. Trotzdem seien 13 Fans gekommen, um sich das Papier zu holen.

Sportlich läuft es beim HC Landsberg derzeit nicht.
Bild: Julian Leitenstorfer

Und aufseiten des HCL ist man von der Treue der Fans natürlich begeistert. „Es ist einfach toll, wie sich die Fans engagieren“, sagt HCL-Pressesprecher Joachim Simon. „Das tut auch der Mannschaft unheimlich gut.“ Er wisse, dass die Fans aufgrund der Beschränkungen „genauso bitterlich leiden wie wir“.

Vielleicht hilft die Aktion ja den Landsbergern gegen Lindau – immerhin haben die Riverkings gegen die Islanders ihren bislang einzigen Sieg in der Oberliga erzielt. Und der fiel mit 7:1 mehr als deutlich aus.

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