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Fußball

28.09.2020

Fußball: Landsbergs Torjäger Manuel Detmar ist wieder da

Jubelnd sah man Manuel Detmar vor seiner Verletzung in fast jedem Spiel. Jetzt meldet sich der 25-jährige Stürmer des Fußball-Bayernligisten TSV Landsberg nach seiner langen Zwangspause zurück. 
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Zuerst ein Kreuzbandriss, dann die Corona-Pandemie ohne Spiele: Lange Zeit ist Manuel Detmar beim TSV Landsberg in der Zuschauerrolle. So läuft sein Comeback beim Fußball-Bayernligisten.

Für Manuel Detmar war der 6:5-Pokalsieg des TSV Landsberg in Kottern etwas ganz Besonderes: Nach eineinhalb Jahren Verletzungspause stand er erstmals wieder bei einem Pflichtspiel auf dem Platz. Und der Stürmer des Bayernligisten setzte dabei gleich ein Ausrufezeichen – auch wenn nicht alles nach Wunsch klappte.

Es war der 30. März 2019, im Spiel gegen Türkspor Augsburg lief die 48. Minute, als Manuel Detmar nach einem Foul ausgewechselt werden musste. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss – schon sein zweiter, diesmal aber am anderen Knie. Seitdem kämpft sich der 25-Jährige ins Team zurück. Und gegen Kottern hatte er nun seinen ersten Einsatz in einem Pflichtspiel, seit diesem verhängnisvollen Tag. „Es war schon relativ aufregend, nach so langer Zeit“, sagt Detmar gegenüber dem Landsberger Tagblatt. Zwar hatte er schon Kurzeinsätze in den Vorbereitungsspielen gegen Durach und Ichenhausen, ein Pokalspiel sei dann aber doch etwas anderes.

Corona hat für den verletzten Landsberger auf etwas Gutes

Schon seit Monaten trainiert Manuel Detmar wieder mit der Mannschaft und irgendwie kann er der Zwangspause wegen Corona auch ein bisschen was Gutes abgewinnen. „Ich glaube, für mich und jeden anderen Verletzten war die Pause ganz okay, da hatte ich mehr Zeit, wieder aufzubauen.“ Wobei es ihm trotzdem natürlich am liebsten gewesen wäre, Corona wäre überhaupt kein Thema geworden, egal ob sportlich oder gesellschaftlich. Aber so müsse man jetzt eben das Beste daraus machen.

Das Training mit der Mannschaft habe ihm gutgetan, „aber ein Pflichtspiel ist natürlich etwas anderes“. Dass er in Kottern zum Einsatz kommen würde, habe er sich natürlich gewünscht, „aber wir haben viele sehr gute Spieler im Kader“. In der Pause allerdings hatte TSV-Trainer Edgar Weiler gefragt, ob er sich einen Einsatz zutrauen würde.

So ganz vergessen könne er seine beiden Kreuzbandrisse nicht, aber „sobald man den Ball am Fuß hat, denkt man nicht mehr daran. Ich glaube, ich kann ganz gut damit umgehen“. Dass man in manchen Situationen etwas unentschlossen reagiere, sei normal, „aber Angst haben darf man nicht“.

Auch der Kunstrasen schreckt ihn nicht ab

Dabei spielte auch der Untergrund keine Rolle, die Partie wurde nämlich wegen des Wetters auf Kunstrasen ausgetragen. Ein Belag, den Fußballer normalerweise nicht besonders schätzen. „Aber der Kunstrasen in Kottern ist sehr gut und uns, als technisch guter Mannschaft, kommt das eher entgegen.“ In der 74. Minute war es dann so weit und Detmar durfte ran. Dabei führte er sich gleich wieder perfekt ein. „Ich wurde im Strafraum angespielt“, erzählt der 25-Jährige. „Ich habe den Gegner schon kommen sehen, es war ein klares Foul“, beschreibt er die Situation und fügt mit einem Schmunzeln an: „Der Gegner hat sich etwas ungeschickt angestellt, aber das lasse ich mir ja nicht entgehen.“

Und dieses Foul an ihm brachte den entscheidenden Elfmeter ein, mit dem Branko Rakatic zum 3:3 ausgleichen konnte. „Es war natürlich cool für mich, dass ich gleich helfen konnte“, freut sich der Stürmer.

Elfmeterschießen muss noch trainiert werden

Dann ging es ins Elfmeterschießen und auch da meldete sich Manuel Detmar. „Ich habe es mir zugetraut“, begründet er die Entscheidung. Allerdings vergab er vom Punkt. „Ich habe ihn wirklich schlecht geschossen“, räumt Manuel Detmar unumwunden ein. Natürlich habe er sich riesig darüber geärgert, aber „ich dachte, die anderen richten das schon“. Genauso war es dann auch: Mit dem 6:5-Erfolg sind die Landsberger in die zweite Pokalrunde eingezogen. „Auch unser Torwart Sebastian Hollenzer hat ein super Spiel geliefert“, betont Manuel Detmar.

Er selbst versprach, das Elfmeterschießen fleißig zu üben, „falls ich noch mal ran darf“. Und ansonsten sieht er sich auf einem guten Weg: „Es dauert noch ein bisschen, bis ich wieder der Alte bin, aber ich bin überzeugt, ich komme da wieder hin.“ Darauf dürften nicht nur Spieler und Trainer des TSV Landsberg, sondern auch die Zuschauer freuen: In der Saison, als die schwere Verletzung passierte, konnte Manuel Detmar nur 17 Spiele absolvieren, erzielte in diesen aber beachtliche zwölf Tore.

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