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Bad Wörishofen

27.05.2020

Neue Interessenten für den Gewerbepark Bad Wörishofen

Der interkommunale Gewerbepark an der A96 bei Bad Wörishofen ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Derzeit geht es um den ersten Abschnitt und die Unternehmensansiedlungen dort.
Bild: AZ-Infografik

Plus Der Zweckverband stellt sich neu auf und will auf dem Areal an der A96 nun bald Baukräne stehen sehen. Wirtschaftsförderer nennt Details zu den Bauwerbern.

Wie geht es im „Interkommunalen Gewerbepark A96 Bad Wörishofen/ Allgäu“ weiter? Im Zweckverband haben sich am Montag hinter verschlossenen Türen weitere Unternehmen vorgestellt, die auf der Fläche direkt an der A96 bauen wollen. Zuvor hatte sich der Zweckverband neu formiert.

Die Verbandsräte wählten einstimmig Bad Wörishofens Bürgermeister Stefan Welzel ( CSU) zum neuen Verbandsvorsitzenden . Welzels Stellvertreter, Rammingens Bürgermeister Anton Schwele und der Bürgermeister Ambergs, Peter Kneipp, wurden ebenso mit allen Stimmen geheim gewählt.

Im Kursaal von Bad Wörishofen hatte zuvor der scheidende Verbandsvorsitzende Paul Gruschka (FW) die Erfolge des Zweckverbands der letzten sechs Jahre Revue passieren lassen und den Mitarbeitern der Verwaltung für deren Einsatz gedankt. Gruschka teilte nach der Sitzung mit, er sei 2014 Vorsitzender geworden, als der Bebauungsplan noch in Vorbereitung war und noch bis Herbst Grundstücke für den ersten Bauabschnitt gekauft wurden. Der Bebauungsplan trat im September 2015 in Kraft. Immer wieder wurde seither kritisiert, dass sich in dem Gewerbepark zu wenig tue.

Der scheidende Vorsitzende Paul Gruschka zieht Bilanz

Gruschka verweist darauf, dass mit allen Käufern vereinbart wurde, dass sie spätestens drei Jahre nach Vertragsschluss beginnen müssen. Diese Fristen laufen laut Gruschka teils erst 2021 und 2022 ab. Darunter sind mehrere große Flächen. Für 8000 Quadratmeter, für die bereits ein Kaufvertrag vorbereitet wurde, erbat sich das Unternehmen Aufschub bis zum Sommer, für weitere 4000 Quadratmeter läge eine Kaufabsichtserklärung vor, bilanziert Gruschka. Zuletzt wurde ein Vergleich geschlossen, der einen größeren Grundstückstausch beinhaltet. Ein Unternehmen hatte sich nicht an die Baufrist gehalten, es hätte laut Gruschka ein längerer Rechtsstreit gedroht, der mit der nun getroffenen Lösung verhindert werden konnte. Dass der Zweckverband schuldenfrei sei, betonte Gruschka ebenfalls. „Mein Fazit: Eine Bilanz, die sich nach sechs Jahren sehen lassen kann“, schreibt Gruschka. „Seit 2014 wurde der erste Bauabschnitt von rund 100.000 Quadratmetern entwickelt und sechs Firmen angesiedelt, wovon vier erst bis 2021 bzw. 2022 mit dem Bau beginnen müssen.“

Der neue Verbandsvorsitzende Stefan Welzel gibt einen Ausblick

Verbandsvorsitzender Stefan Welzel blickte nach vorne und begrüßte unter anderem neu im Gremium Susanne Nieberle, die als Bürgermeisterin von Eppishausen die Nachfolge von Josef Kerler antrat. Dem Zweckverband gehören neben Bad Wörishofen, Rammingen, Amberg und Eppishausen auch Ettringen an. „Wir alle wollen so bald wie möglich auf dem Gelände Kräne sehen“, betonte Stefan Welzel und kündigte bereits in der Sitzung eine Vor-Ort-Besichtigung des Areals an. Unterstützung bekommt das Gremium in seiner Arbeit auch vom Bad Wörishofer Wirtschaftsförderer Tim Hentrich.

Im nichtöffentlichen Teil der konstituierenden Sitzung ging es sodann um das „Tagesgeschäft“. Es wurden Grundstücksangelegenheiten erörtert, die aufgrund der Tauschgeschäfte der beiden Grundstücke, die direkt an der Autobahn liegen, erforderlich waren. Das teilt das Rathaus mit.

Der Zweckverband hatte in seiner Sitzung vom 2. März dem von Gruschka angesprochenen Tauschgeschäft zugestimmt, wodurch eine Teilfläche von rund 17.500 Quadratmetern frei wurde.

In den nächsten Wochen werden in Bad Wörishofen wichtige Unterschriften erwartet

„Die Verträge hierzu sind derzeit in notarieller Abstimmung“, berichtet Wirtschaftsförderer Tim Hentrich. Die Verwaltung des Zweckverbands gehe daher davon aus, dass die Unterschriften in den nächsten Wochen geleistet werden können und alle Grundstücke, die direkt an der Autobahn liegen, verkauft werden können.

Dazu stellten sich auch weitere Unternehmen als Bauwerber vor. „Nach derzeitigen Sachstand könnten hier bereits in 2021 die Bagger anrollen“, heißt es in der Stellungnahme des Rathauses.

Bei der Grundstücksvergabe sei für den Zweckverband wichtig, dass es sich um produzierendes Gewerbe handelt sowie möglichst viele Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Auch das Gewerbesteueraufkommen spiele eine wichtige Rolle. Auf dem weiteren Zweckverbandsgelände hat eine IT-Firma bereits mit dem Bau begonnen.

Auf den übrigen bereits verkauften Grundstücken sollen Betriebe für Metallbau und Oberflächenbearbeitungen entstehen. Bereits länger tätig ist ein Unternehmen für Messebau und Veranstaltungstechnik. (m.he, mz)

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