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Mindelheim

12.03.2020

Mindelheimer Tischtennisspieler auf Herbergssuche

Die Mindelheimer Tischtennisspieler um Karlheinz Simmet (links) und Roman Kretzinger müssen ihre Heimspiele auswärts austragen.
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Die Mindelheimer Tischtennisspieler um Karlheinz Simmet (links) und Roman Kretzinger müssen ihre Heimspiele auswärts austragen.
Bild: Michael Lindemann

Plus Die Sperrung einzelner Sporthallen in Mindelheim stellt Handballer und Tischtennisspieler vor Probleme. Wie die gelöst werden sollen.

Der Dienstag, 10. März, dürfte in die deutsche Sportgeschichte eingehen. Nicht etwa, weil Uralt-Rekorde gebrochen, WM-Siege gefeiert oder eine Pokalsensation bejubelt wurde. Vielmehr ging es darum, dass in den kommenden Wochen deutlich weniger geht. Wegen der Angst vor der Ausbreitung des Corona-Virus untersagt das Bundesland Bayern sämtliche Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern oder Zuschauern bis einschließlich 19. April. Darunter fallen Bundesliga- und Champions-League-Spiele, Eishockey-Play-offs und weitere Sportveranstaltungen.

Die Sportverbände haben reagiert: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) sagte am Dienstagabend die Saison in der DEL und DEL2 kurz vor dem Start der heißen Phase, der Play-offs, ab (siehe oben stehender Bericht). Der FC Bayern München und der FC Augsburg werden die kommenden Heimspiele gegen den FC Chelsea und VfL Wolfsburg vor leeren Zuschauerrängen austragen. Auch das BFV-Pokalhalbfinale zwischen dem FC Memmingen und dem TSV 1860 München wurde am ursprünglichen Termin (31. März) abgesagt. Und in Mindelheim sperrte die Diözese Augsburg die Sporthallen des Maristenkollegs und der Maria-Ward-Realschule für den Vereinssportbetrieb. Das setzt Handballer und Tischtennisspieler des TSV Mindelheim unter Druck.

Mindelheimer Tischtennisspieler fragen bei Nachbarvereinen an

„Ich bin gerade dabei, unsere Heimspiele zu verlegen. Das sind allein im März zehn Spiele – ein haufen Zeug“, sagt Roland Arnold von der Tischtennisabteilung des TSV Mindelheim. Einen kleinen Erfolg konnte er auf die Schnelle schon verbuchen. Das Heimspiel der zweiten Mannschaft (Bezirksklasse B) am Freitagabend findet nun in Egelhofen statt. „Wir haben das Heimrecht getauscht“, so Arnold. Sollte das nicht gehen, dann muss sich der Gastgeber ein anderes Spiellokal suchen. „Ich klappere gerade die umliegenden Vereine ab.“ Zwar läuft der Betrieb in den städtischen Hallen in Mindelheim laut Pressesprecherin Julia Beck „uneingeschränkt weiter“.

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Für die Tischtennisspieler aber finden sich in Brennerhalle und der Turnhalle über dem Hallenbad keine geeigneten Hallenzeiten. „Diese Hallen sind belegt“, so Arnold. Wie es insgesamt im Bezirk Schwaben mit dem Spielbetrieb weitergeht, weiß Arnold noch nicht. Schließlich könnten auch an anderen Standorten Hallen geschlossen werden. „Und wenn keiner mehr spielen kann, was dann?!“, fragt er. Die Saison könne man seiner Meinung nicht einfach beenden. „Es geht ja auch um die Relegation, die nach der Saison ansteht“, so Arnold.

Handballer sagen sämtliche Heimspiele ab

Die Handballabteilung des TSV Mindelheim hat bereits am Dienstag umgehend reagiert und sämtliche Heimspiele „in naher Zukunft“ abgesagt, wie Abteilungsleiter Markus Gaum sagte. Auch die Handballer könnten nicht in die städtischen Hallen ausweichen, da diese am Wochenende belegt sind. Auch ein Tausch von Heimrechten mit den jeweiligen Gegnern sei nicht so ohne Weiteres machbar.

Ein Tausch von Heimrechten mit den jeweiligen Gegnern sei laut Gaum auch nicht denkbar: „Das wäre eine Wettbewerbsverzerrung.“ Dass die ausgefallenen Spiele nun gegen den TSV Mindelheim gewertet werden könnten, kann er sich nicht vorstellen.


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