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Neu-Ulm

16.07.2019

Katrin Albsteiger (CSU) will Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm werden

Die Neu-Ulmer Stadträtin Katrin Albsteiger (CSU) will Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm werden. Das hat die 35-Jährige jetzt erklärt.
Bild: Rita Modl

Katrin Albsteiger (CSU) will nächstes Jahr bei der OB-Wahl in Neu-Ulm antreten. Das hat die 35-Jährige jetzt bestätigt.

Wochenlang war darüber spekuliert worden, nun steht fest: Katrin Albsteiger (CSU) will Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm werden. Die Rückendeckung der Vorstände der drei CSU-Ortsverbände Neu-Ulm, Pfuhl und Burlafingen-Steinheim hat sie bereits. Demnächst will sich Albsteiger dem Votum der Parteibasis stellen. Die Nominierungsversammlung findet voraussichtlich im August statt.

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Lesen Sie dazu auch einen Kommentar: Der OB-Wahlkampf in Neu-Ulm ist eröffnet

„Ja, ich bin bereit, Verantwortung für unsere Stadt Neu-Ulm zu übernehmen“, erklärte Albsteiger. „Ob ich das als Kandidatin tun darf, entscheidet natürlich zunächst die Parteibasis.“ In den vergangenen Wochen habe sie viel positiven Zuspruch aus der Bevölkerung bekommen. „Das hat mich sehr gefreut und deshalb möchte ich mich gerne der Nominierung stellen.“

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Zuerst hat Katrin Albsteiger mit ihrer Familie gesprochen

Nachdem Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU) im Mai erklärt habe, dass er bei der Wahl nächstes Jahr nicht mehr antritt, habe sich für die Partei die Frage gestellt: Was jetzt? „Ich habe mir überlegt, ob ich mir das vorstellen könnte“, sagte Albsteiger. Als Erstes besprach sie das Thema mit ihrer Familie – die 35-Jährige ist verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Ihr ist klar: Sollte sie für die CSU als OB-Kandidatin in den Wahlkampf gehen, werden die nächsten Monate äußerst zeitintensiv. Dass sie auf die Unterstützung ihres Mannes zählen kann, war für Albsteiger deshalb Voraussetzung für eine mögliche Kandidatur.

Die Mitglieder des CSU-Stadtverbands Neu-Ulm entscheiden im August

Sie sei aber auch von vielen Menschen angesprochen und gefragt worden: „Kandidierst Du?“ Etliche hätten gesagt: „Du wärst eine tolle Kandidatin.“ Das hat sie in ihrer Absicht bestärkt. Und natürlich gab es Gespräche innerhalb der Partei. „Für mich war wichtig, dass ich eine möglichst breite Unterstützung bekomme, deshalb will ich das mit der Basis diskutieren“, sagte Albsteiger. In den Vorständen der Ortsverbände hat sie sich bereits vorgestellt. Wie Johannes Stingl, Vorsitzender der Stadtratsfraktion der Christsozialen und Chef der CSU Pfuhl, sagte, gab es einstimmige Empfehlungen für Albsteiger. Nächste Woche finden Mitgliederversammlungen in Neu-Ulm, Pfuhl und Burlafingen statt, bei denen es um die Kommunalwahl 2020 insgesamt geht, also auch um Stadtrat und Kreistag – wobei die Listen erst im Herbst festgezurrt werden sollen. „Die finale Entscheidung fällt dann bei einer öffentlichen Stadtverbandsversammlung im August“, sagte Stingl zur Nominierung der OB-Kandidatin (oder des OB-Kandidaten). Bei dieser Veranstaltung sind die rund 240 CSU-Mitglieder des Neu-Ulmer Stadtverbands zur Wahl gerufen. Ort und Zeit stehen noch nicht fest. Bei der Nominierungsversammlung können sich Mitglieder auch noch spontan melden und bewerben. Gewählt wird geheim.

Bevor Katrin Albsteiger offiziell nominiert wird, muss sie also erst die Basis von sich überzeugen. Eine Nachricht von Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) auf Twitter hatte am Montag den Eindruck erweckt, die Kandidatur ihrer Parteifreundin sei bereits fix. Sie hatte geschrieben: „CSU proudly presents: vier unserer tollen OB-Kandidatinnen. Für München, Augsburg, Regensburg und Neu-Ulm (designiert).“ Dazu ein Foto, auf dem Katrin Albsteiger neben den CSU-Kandidatinnen Eva Weber (Augsburg), Kristina Frank (München) und Astrid Freudenstein (Regensburg) sowie der Ministerin zu sehen ist. Das Bild entstand spontan bei der Parteivorstandssitzung in München. Dass Bär mit ihrem Tweet so vorgeprescht ist, bevor in Neu-Ulm die Mitglieder das Wort hatten, fanden in der Partei nicht alle gut.

Katrin Albsteiger nahm’s gelassen – betonte aber, wie wichtig ihr die Unterstützung der Mitglieder ist. Auf die Frage, ob sie Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin werden wolle, antwortete sie deshalb zurückhaltend: „Das wäre schön, wenn ich dafür die notwendige Unterstützung bekommen würde.“

Katrin Albsteiger war von 2013 bis 2017 Bundestagsabgeordnete

Katrin Albsteiger ist gebürtige Ulmerin, wuchs in Oberelchingen auf und wohnt mit ihrer Familie in Burlafingen. Sie war von 2013 bis 2017 Bundestagsabgeordnete mit den Arbeitsschwerpunkten Bildung, Forschung und Europa. Von 2011 bis 2013 war sie Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern, von 2014 bis 2018 stellvertretende Bundesvorsitzende der JU Deutschland. Albsteiger sitzt seit 2008 im Kreistag und seit 2014 im Neu-Ulmer Stadtrat. Die 35-Jährige hat Politik und Volkswirtschaft studiert und arbeitet derzeit bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) als Kommunalkundenbetreuerin.

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