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Neuer Schwung für die Neu-Ulmer Straßenbahn

Neuer Schwung für die Neu-Ulmer Straßenbahn
Kommentar Von Michael Ruddigkeit
28.06.2019

Neuer Anlauf für eine Straßenbahnlinie nach Neu-Ulm: Das ist einen Versuch wert.

Die Pläne für eine neue Straßenbahnlinie von Ulm nach Neu-Ulm leben wieder auf. Allerdings kommt der jüngste Vorstoß nicht aus Bayern, sondern aus dem Ulmer Gemeinderat. Dort hat eine Mehrheit durchgesetzt, dass eine Machbarkeitsstudie für eine Linie 3 angestrebt wird. Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit der Stadt Neu-Ulm aufzunehmen. Gut so. Denn die Stadträte sollten sich die Option einer Tram nach Ludwigsfeld zumindest offen halten. Und dazu brauchen sie eine neue Untersuchung mit neuen Zahlen und Fakten.

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In den vergangenen sieben Jahren hat sich Neu-Ulm stark weiterentwickelt

Es ist bald sieben Jahre her, dass der Neu-Ulmer Stadtrat seine Straßenbahn-Ambitionen vorläufig beerdigt und die Pläne in die Schublade gesteckt hat. Das 70-Millionen-Euro-Projekt schien ihnen damals nicht finanzierbar, das Risiko zu groß. Doch in der Zwischenzeit hat sich Neu-Ulm rasant weiter entwickelt, und die Stadt wird auch in den nächsten Jahren wachsen – gerade im Süden. Das Areal „Wohnen im Illerpark“ mit dem benachbarten Gewerbecampus soll ein Modellquartier für Mobilität, Energie und Digitales werden. Dort entstehen 700 Arbeitsplätze und Wohnungen für 1400 Menschen. Allein dieses Baugebiet ist ein starkes Argument für eine Straßenbahnanbindung. Und es könnte erheblich dazu beitragen, dass sich eine Tram nach Neu-Ulm rechnet.

Straßenbahn nach Neu-Ulm und Wiblingen geplant

Die Ulmer SPD und die Grünen wollen allerdings noch weiter hinaus – nämlich über Neu-Ulm nach Wiblingen. Ob das finanzierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Allein die Länge der Strecke könnte problematisch sein, dazu müsste die Tram die Iller überqueren. Doch um zu prüfen, was möglich ist und was nicht, ist eine Machbarkeitsstudie schließlich da. Das gilt auch für angedachte Verlängerungen der Tramlinien Richtung Kohlplatte oder Blaustein. Einen Versuch ist es jedenfalls wert.

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Eine mögliche Seilbahn in der Doppelstadt schließt das nicht aus. Dass eine solche Vision schwer umzusetzen ist, zeigt allerdings das Beispiel Kempten. Die 70000-Einwohner-Stadt möchte bis 2025 für 50 Millionen Euro eine Stadtseilbahn bauen. Die bayerische Staatsregierung will sich aber weder an den Kosten für eine Machbarkeitsstudie noch an den Planungskosten beteiligen. Auch viele Bürger sind noch skeptisch.

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