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Neu-Ulm

07.04.2019

World Magic Artists: Zauberhafter Start ins Neu-Ulmer Stadtjubiläum

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Bei der Zaubershow „World Magic Artists“ in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena zeigten internationale Künstler verblüffende und rasante Tricks – wie Magus Utopia aus den Niederlanden, die einen Albtraum traumhaft in Szene setzten.
Bild: Alexander Kaya

Etwa 3500 Besucher sehen in der Ratiopharm-Arena eine unterhaltsame Show mit Magie und Musik. Was Ministerpräsident Markus Söder den Neu-Ulmern sagt.

Nach langen und intensiven Vorbereitungen war es am Sonntagabend soweit: Der Feiermarathon zum Neu-Ulmer Stadtjubiläum hat begonnen. Gut 3500 Besucher erlebten drei Stunden lang eine bunte und abwechslungsreiche Show mit den „World Magic Artists“, Musik, Einlagen und vielen Glückwünschen an die 150 Jahre junge Stadt.

Der Neu-Ulmer Publikumspreis "Überflieger" geht an Gregory Wilson

Sechs internationale Top-Acts der Zauberkunst zeigten, wie vielfältig Magie sein kann – mit Darbietungen, die spannend und lustig waren, rasant und anmutig, verblüffend und bezaubernd. Den mit 5000 Euro dotierten Publikumspreis „Überflieger“ erhielt Gregory Wilson aus den USA, der die Sparte „Close-Up und Comedy“ vertrat. Der amerikanische Magier bekam den meisten Beifall der Besucher, die er als gerissener und äußerst unterhaltsamer Trickdieb und Komiker zum Lachen brachte. Als Opfer holte er sich ausgerechnet Ulms Finanzbürgermeister Martin Bendel auf die Bühne, dem er den Geldbeutel samt Kreditkarte aus der Tasche zog und mit dem er allerlei Schabernack trieb.

Magus Utopia holen den internationalen Kulturpreis der Zauberkunst

Sehr viel Beifall erhielt auch die Truppe Magus Utopia aus den Niederlanden. In ihrer Nummer stellten die Künstler auf artistische und schwungvolle Art einen Albtraum dar, in dem es zischte und krachte, und bei dem zeitweise der Geruch von Schwefel in der Luft lag. Sie zauberten am Sonntag allerdings außer Konkurrenz, da sie bereits am Tag zuvor beim Magier-Kongress im Edwin-Scharff-Haus eine Fachjury überzeugt und den mit 10000 Euro dotierten Internationalen Kulturpreis der Zauberkunst abgeräumt hatten. Der wurde ihnen in der Ratiopharm-Arena übergeben.

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Zauberhafter Start ins Stadtjubiläum
Bild: Alexander Kaya

Timothy Trust aus Deutschland ließ die Zuschauer Gegenstände in die Höhe halten, die seine Partnerin Diamond mit verbundenen Augen erriet – egal, ob es sich um Autoschlüssel (samt richtiger Marke), Pinzette oder Brillenputztücher (und den Laden, in dem diese gekauft wurden) handelte. Mike Chao aus Taiwan und Huang Zheng aus China brachten das Publikum durch ihre Fingerfertigkeit und Schnelligkeit zum Staunen, mit der sie Karten, Bälle und Tücher verschwinden und wieder auftauchen ließen. Romantisch und gefährlich wurde es dann bei „Dangerous Act“ Aaron Crow aus Belgien, der ein Paar auf die Bühne holte und der Frau einen Apfel vom Kopf schoss – sodass der Ring, den er ihr abgenommen hatte, genau im Pfeil landete. Moderiert wurde die Show von Lokalmatador Florian Zimmer, der selbst kleine Kostproben seines Könnens zeigte und gut gelaunt und souverän durch den Abend führte. Eine seiner Zauberschülerinnen, Maria, durfte ebenfalls auf die Bühne. Sie suchte sich für ihren „Milch-Trick“ Stadtrat Reinhard Junginger aus und bekam für ihren charmanten Auftritt viel Applaus.

Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Gerold Noerenberg auf der Bühne

Vor der eigentlichen Zaubershow gaben Tänzerinnen und Tänzer vom FKV Neu-Ulm zwei umjubelte Einlagen, Bilder aus der Geschichte der Stadt waren zu sehen und einige der Bürger, die als Kampagnen-Gesichter Neu-Ulms für das Jubiläum werben, kamen in einem Film zu Wort. Außerdem wurden Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Gerold Noerenberg von den Moderatoren Marina Miller vom SWR und Thommi Stottrop vom BR interviewt. Als diese sagten, dass für das Gespräch 20 Minuten vorgesehen seien, ging ein leises Stöhnen durch die Publikumsreihen – manchen Zuschauern, besonders Familien mit kleinen Kindern, dauerte das Ganze etwas zu lange. Doch Roboter Eddi, das Maskottchen des Stadtjubiläums, passte auf, dass nicht überzogen wurde. Außerdem hielten der Landesvater und das Stadtoberhaupt keine langen Reden, sondern tauschten locker ein paar Sätze aus. Gerold Noerenberg versprach für die Feierlichkeiten, die bis Ende September andauern, „dass wir mal richtig die Sau rauslassen“. Markus Söder versicherte: „Neu-Ulm geben wir nicht mehr her“ (für den Fall, dass Ulm und seine Schwesterstadt mal wieder zusammen kommen sollten). Neu-Ulm sei „das frischere, das neuere Ulm“. Der Jubilarin wünschte er: „Möge weiter die Sympathie bleiben, die Kraft und vor allem das Lebensgefühl.“ Noerenberg gab als Wunsch an: „Dass wir zufrieden und stolz sind auf unsere Erfolge und dass wir sorgsam miteinander umgehen.“ Markus Söder trug sich noch auf der Bühne ins Goldene Buch der Stadt ein. Dort sind jetzt die Worte verewigt: „Ein tolles Jubiläum. Bayern ist stolz auf euch.“

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