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Basketball

22.01.2021

Auch andere Trainer machen viel mit

Es ist ja schon besser geworden bei den Spielern von Jaka Lakovic. In Göttingen haben sie zuletzt sicher gewonnen.
Foto: Horst Hörger

Ulm stellt sich in der Schlussphase bisweilen ungeschickt an – der Gegner Chemnitz ebenfalls

Am liebsten mag er es, wenn es in der Schlussphase gar nicht erst eng ist, hatte Trainer Jaka Lakovic gesagt, nachdem die Basketballer von Ratiopharm Ulm ein paar Bundesligaspiele in dieser sogenannten Crunchtime verloren hatten. In Göttingen ging dieser Wunsch am vergangenen Sonntag in Erfüllung. Ulm gewann mit 98:74, wobei die Kräfteverhältnisse nicht ganz so klar waren, wie das Ergebnis es vorgaukelt. Am Sonntag (15 Uhr) könnte gegen den starken Aufsteiger Chemnitz die Entscheidung durchaus wieder in der Crunchtime fallen. Was den Ulmern selbst in diesem Fall Mut machen sollte: Die Mannschaft aus Sachsen hat sich am vorletzten Wochenende in so einer Situation noch ungeschickter angestellt, als Ratiopharm Ulm es in dieser Saison jemals getan hat.

Es war in München, beim Meisterschaftsfavoriten. Chemnitz führte neun Sekunden vor dem Ende mit 76:75 und hatte in diesem Schlussviertel noch kein einziges Mannschaftsfoul auf dem Konto. Das bedeutet: Die Spieler des Aufsteigers hätten den Bayern bei deren letztem Angriff noch viermal in den Arm fallen dürfen und damit Zeit von der Uhr nehmen, ohne dass es dafür Freiwürfe gibt. Nur beim Wurf durfte Chemnitz nicht foulen, aber genau das tat Joseph Lawson. Paul Zipser traf zweimal von der Linie und die Bayern hatten sich den Heimsieg erduselt. Rodrigo Pastore, der Trainer von Chemnitz, wird das mit der Crunchtime vermutlich ähnlich sehen wie der Ulmer Kollege Jaka Lakovic.

Hätte Chemnitz auch im Audi-Dome gewonnen, die Zwischenbilanz wäre mit vier Siegen aus vier Spielen noch beeindruckender gewesen. Gegen die in dieser Saison so starken Hamburger, den MBC und am vergangenen Freitag gegen Bonn hat der Aufsteiger ohnehin gewonnen. Auch der aktuelle Tabellenplatz 13 ist ein Beleg dafür, dass der Neuling sich überaus schnell in der Bundesliga akklimatisiert hat.

Bei den Ulmern muss demnächst eine Personalie geklärt werden: Demitrius Conger kam Ende November, sein Zweimonatsvertrag läuft also in ein paar Tagen aus. Er hatte einen guten Start, in den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve aber eher nach unten. Etwa sechs Punkte, drei Rebounds und eine direkte Korbvorlage in 19 Minuten Einsatzzeit stehen für Conger durchschnittlich im Statistikbogen. Das ist nicht wirklich schlecht, aber auch alles andere als überragend für einen Amerikaner in der Basketball-Bundesliga. Eine Verlängerung von Congers Vertrag wäre somit eher eine Überraschung.

Völlig klar ist die Vertragssituation bei John Petrucelli. Der Verteidigungsspezialist wird aber von muskulären Problemen im Rücken seit Wochen außer Gefecht gesetzt. Es soll allmählich besser werden, ob es für einen Einsatz gegen Chemnitz reicht, das wird sich kurzfristig entscheiden. Wie halt so oft seit den letzten Tagen des vergangenen Jahres. Bisher hat es nie gereicht.

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