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26.02.2015

Auf zu neuen Ufern

Roland Weigert
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Roland Weigert

Ende März wirbt eine Delegation in China für unsere Region. Top-Standortfaktoren

Aufbruchstimmung in der Region. Und zwar in Richtung China. Die Beziehungen zu der asiatischen Wirtschaftsmacht sollen für die gesamte Region IngolStadtLandPlus weiter ausgebaut werden. Deshalb reist Ende März eine Delegation, bestehend aus dem Ingolstädter Oberbürgermeister, den Landräten der Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Pfaffenhofen sowie Vertretern aus der regionalen Wirtschaft, nach Foshan. Die Initiative geht von Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel aus. Möglich macht das Ganze die Enge Bindung von Audi in die chinesische Region. Ingolstadt verbindet seit gut einem Jahr eine Partnerschaft mit Foshan, die zu einer Regionalpartnerschaft ausgebaut werden soll. Deshalb sind auch der Geschäftsführer des Regionalmanagements Ingolstadt, kurz IRMA, und Kreishandwerksmeister Hans Mayr von der Partie. Insgesamt wird die Delegation rund 30 Mitglieder umfassen. Darunter Vertreter der Katholischen Uni Eichstätt-Ingolstadt und der Technischen Hochschule Ingolstadt, des Klinikums Ingolstadt und von Unternehmen wie Audi, Gebrüder Peters, Büchel, Herrenbräu und anderen. Sowie Vertreter der Stadt Ingolstadt.

Hinter der Reise steht eine regionale China-Strategie. Man wolle das bayerische Kompetenzzentrum für China werden, so der Pressesprecher der Stadt Ingolstadt, Dr. Gerd Treffer. „Solche Zentren chinesischer Unternehmensansiedlungen gibt es in Düsseldorf, Hamburg und Leipzig, bisher aber nicht im süddeutschen Raum.“ Ingolstadt also als zentrale Anlaufstelle für chinesische Unternehmen, das ist der Plan. Dafür entsteht gerade auch eine mehrsprachige Website (www.china-zentrum-bayern.de/). Im Herbst sei in Ingolstadt ein China-Tag geplant, so Treffer weiter, und das Existenzgründerzentrum in Ingolstadt solle Anlaufstelle für interessierte Unternehmen aus China sein - mit chinesisch-deutschem Rechts- sowie Steuerbeistand.

Einer, der 20 Jahre nach seiner ersten China-Reise neugierig darauf ist, wie sich das Land seither entwickelt hat, ist Hans Mayr, Kreishandwerksmeister im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. „Ich bin sehr gespannt, zu sehen, wie sich China weiterentwickelt hat.“ Vor allem interessiert ihn die Bautätigkeit dort. „Wir befassen uns mit Industriebauten, und die werde ich mir dort natürlich genau anschauen.“ Viel wichtiger aber ist für Mayr, dass die Region die günstige Gelegenheit nützt, die sich mit Audi bietet. „Wieso sollen sich immer nur deutsche Firmen in China ansiedeln. Anders herum ist es genauso vorstellbar.“ Solche Investitionen würden Arbeit und Wohlstand in der Region sichern. „Ich denke dabei nicht nur an meine Handwerker, sondern vielmehr an die Vernetzung aller Möglichkeiten.“ Die Reise zahlt Hans Mayr aus eigener Tasche. Mit dabei sind auch die drei Landräte aus der Region. Für Roland Weigert eine sehr wichtige Reise, denn: „Es ist das erste Mal, dass wir als gesamte Region IngolStadtLandPlus in dieser Weise Standortwerbung betreiben. Wenn man sich vor Augen hält, dass Foshan über sieben Millionen Einwohner zählt und tausend Quadratkilometer größer ist als unsere Region, dann ist der gemeinsame Auftritt nur logisch, wenn wir in China wirklich etwas bewegen wollen.“ Außer Frage steht für Weigert, dass unsere starke Region auch im Ausland punkten kann. „Wir haben Top-Standortfaktoren, liegen im Herzen Bayerns und sind hinsichtlich Wirtschaftskraft und Lebensqualität eine der erfolgreichsten Regionen in Deutschland. Das öffnet für beide Seiten den Horizont.“

Gleich im Herbst folgt ein weiterer Besuch in China, wie Treffer erklärte: „Dann geht es um kulturelle und touristische Schwerpunkte.“

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