Newsticker

Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Folgt Neuburg Eichstätt und Pfaffenhofen?

22.07.2010

Folgt Neuburg Eichstätt und Pfaffenhofen?

Der neue Regionsname ist höchst umstritten. Am Dienstag wird jetzt auch der Neuburger Stadtrat ganz offiziell darüber debattieren und das Logo nach Lage der Dinge wohl ablehnen. Foto: nr
Bild: nr

Neuburg-Schrobenhausen Jetzt wird auch der Neuburger Stadtrat hochoffiziell über den neuen Regionsnamen "IngolStadtLandPlus" diskutieren - und ihn vermutlich ablehnen. Damit würde man dem Beispiel der Nachbarstädte Pfaffenhofen und Eichstätt folgen.

Die haben sich in den vergangenen Tagen nämlich per Beschluss gegen die Wortmarke ausgesprochen. Kritiker werfen der Initiative Regionalmanagement (Irma) vor, sie habe die Stadt Ingolstadt in diesem Logo viel zu stark in den Vordergrund gestellt. Die Nachbarlandkreise mit ihren Städten und regionalen Vorzügen kämen dagegen kaum zum Tragen. Pfaffenhofens Bürgermeister Thomas Herker ( SPD) ist nach dem einstimmigen Beschluss seines Stadtrates überzeugt, dass dieses Logo "insgesamt ungeeignet ist, die Region abzubilden". Ganz ähnlich formulierte es auch der Stadtrat von Eichstätt. Dort hatte sich OB Arnulf Neumeyer (SPD) schon gleich nach der offiziellen Vorstellung von "IngolStadtLandPlus" negativ geäußert.

Die Debatte in Fluss hielt in den vergangenen Wochen ganz wesentlich auch im Neuburger Raum die SPD. Deren Landratsstellvertreter Michael Kettner wettert, die Nachbarstädte würden bei dieser Darstellung völlig untergehen. Kettner dürfte auch einen formellen Antrag auf Ablehnung des Logos formulieren, wenn der Stadtrat das Thema bei seiner nächsten Sitzung am Dienstag ab 16 Uhr behandelt.

Neuburgs Rechtsrat Ralf Rick erinnert daran, dass auch weitere Gemeindechefs aus dem Landkreis bei der Präsentation des Logos im Rahmen der letzten Bürgermeisterdienstbesprechung Protest angemeldet haben. Er könne sich vorstellen, dass sich Neuburg am Dienstag mit den Nachbarstädten solidarisieren werde. Auch Rick persönlich ist der Ansicht, "dass diese Marke doch arg künstlich klingt". Überaus störend finde man im Neuburger Rathaus weiterhin, dass der gesamte Landkreis in der ausführlichen Irma-Studie als "ruhend" bezeichnet wird. Das könne wohl höchstens für das Donaumoos gelten, wo "vielleicht noch ein paar Moorleichen rumliegen", nicht aber für die Stadt Neuburg.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Flankenschutz angefordert

Die Kreisstadt ruft auch nach Flankenschutz aus Schrobenhausen. Wie Reinhard Scholz, der Geschäftsleitende Beamte im Rathaus der Lenbachstadt, zur Neuburger Rundschau sagte, sei diesbezüglich ein Brief von Neuburgs OB Gmehling eingetroffen. Darin bitte der Rathauschef aus der Ottheinrichstadt, dass auch Schrobenhausen "eine Meinungsäußerung" zum Irma-Logo abgibt. Gleichzeitig habe Gmehling in dem Schreiben an Bürgermeister Karlheinz Stephan "natürlich die eigene Empörung über das Logo kräftig ausgedrückt", so Scholz. Ob der Stadtrat von Schrobenhausen das Thema auf die Tagesordnung setzen wird, ist aber noch unklar. Bislang deute nichts darauf hin. Und in der letzten Sitzung vor der Sommerpause "geht da sowieso nix mehr, weil wir da schon jede Menge wichtige Themen haben", so Scholz.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren