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Neuburg

29.11.2019

Großes Kino für Kinobetreiber Roland Harsch

Aus den Händen von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erhielt Kinobetreiber Roland Harsch die Auszeichnung für den Kinopalast.
Bild: FFF Bayern/Saskia Pave

Neuburg und Eichstätt sind erneut unter den 60 ausgewählten Filmtheatern in Bayern. Dafür steht der Preis.

Bayerns Kino-Familie hat sich am Donnerstag zur Verleihung der Filmtheater-Programmprämien in Landsberg versammelt. Unter den Ausgezeichneten ist neben dem Altstadtkino in Ingolstadt und dem Audi-Programmkino auch wieder der Kinopalast in Neuburg und das Filmstudio im Alten Stadttheater Eichstätt. Roland Harsch wird damit für sein Engagement erneut doppelt belohnt. Denn das Neuburger Kino betreibt er alleine, das in Eichstätt gemeinsam mit Ralph Feigl.

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Prämiert werden vor allem kleine Kinos, die ein Spezialprogramm bieten, und engagierte Landkinos. Während das Eichstätter Kino ohnehin ein längst renommiertes, reines Programmkino ist und seit Jahren zu den Geförderten zählt, bedeutet Roland Harsch der Preis für Neuburg durchaus mehr. Denn der Kinopalast müsse beide Seiten bedienen: das Programm- oder Art-House-Kino genauso wie das Mainstream-Kino. Die Auszeichnung bestätige den nicht ganz einfachen Weg, den das Neuburger Kino gehe. Neben den Blockbustern sind im Kinopalast zum Beispiel das Frauen-, Senioren-, Vhs- und Schulkino fest etabliert. Genauso die Sonntags-Matinee, wo regelmäßig ab 11 Uhr vier besondere Filme gezeigt werden. 

Kinopalast Neuburg für besonderes Programm geehrt

Auch Sondervorführungen wie über die Demenz oder jüngst den Jakobsweg zählen zum besonderen Programm. Fürs Eichstätter Kino gab es ein Fördergeld von 7500 Euro, der Kinopalast erhielt 5000 Euro. Der mit 15.000 Euro dotierte Sonderpreis ging an das Kino Breitwand von Matthias Helwig in Gauting, das auch das Fünfseen-Festival ausrichtet. Digitalministerin Judith Gerlach betonte in ihrer Rede, dass die 60 ausgezeichneten Lichtspielhäuser zeigen würden, dass Kino mehr ist als modernste Technik und die neuesten Blockbuster. Die Programmprämien gehen an Filmtheater, die ihrem Publikum besondere Attraktionen bieten – sei es eine besondere Filmauswahl, spezielle Angebote für Familien oder andere Events. Damit Kino ein besonderer Ort bleibe, wurden die Programmprämien in diesem Jahr noch einmal auf 415.000 Euro aufgestockt. „Damit übertreffen wir den Rekord vom vergangenen Jahr“, sagte Gerlach.

Bayernweit gibt es aktuell nicht weniger als 280 Kinos mit rund 860 Leinwänden in knapp 170 Städten und Gemeinden. „Bayern ist Kinoland“, betonte die Ministerin. Deshalb sei es der Wille, dass die Kinos in ganz Bayern eine gute Perspektive haben – von Aschaffenburg bis Weilheim. Nicht nur in den Ballungszentren. Deswegen sei auch die Investitionsförderung für die Modernisierung und den Neubau von Kinos aufgestockt worden. Bis zu 250.000 Euro Förderung je Filmtheater seien möglich.

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