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Neuburg/Karlskron

17.06.2019

Unfälle kosten drei Menschen das Leben

Zwei schwere Unfälle haben am Wochenende die Region erschüttert. In Karlskron starben am Sonntagabend auf der B13 zwei Menschen.
Bild: Heinz Reiß

Nach dem tödlichen Unfall am Samstagabend in Bittenbrunn kracht es nur 24 Stunden später auf der Bundesstraße 13 folgenschwer.

Es war ein schlimmes Wochenende auf den Straßen in der Region. Insgesamt drei Menschen verloren bei zwei Unfällen ihr Leben. Am Samstagabend ist ein 20-jähriger Motorradfahrer aus Neuburg auf der Staatsstraße 2214 in Bittenbrunn mit einem Auto kollidiert und noch an der Unfallstelle gestorben. Nur rund 24 Stunden später hat sich ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 13 in der Nähe von Karlskron ereignet, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren haben.

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Wie die Polizei mitteilt, geschah der Unfall am Sonntag um kurz nach 18 Uhr. Zwei Autos und ein Motorrad waren daran beteiligt. Nach bisherigen Ermittlungen fuhr eine 60-Jährige aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit ihrem Geländefahrzeug auf der B13 Richtung Süden. Aus ungeklärter Ursache geriet sie auf Höhe Brautlach auf die Gegenfahrbahn. Ein 36-jähriger Fahrer aus Ingolstadt reagierte und bremste stark ab, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Unfall in Karlskron: Motorradfahrer und Autofahrerin sterben

Dies erkannte der nachfolgende 52-jährige Motorradfahrer aus München offenbar zu spät und fuhr auf das Heck des Wagens auf. Wie ein Polizeisprecher mitteilt, wurden Motorrad und Fahrer durch die Luft gewirbelt. Spuren würden darauf hindeuten, dass das Motorrad oder der Verunglückte oder beide noch gegen den Geländewagen gestoßen sind. Der 52-Jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

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Die 60-jährige Fahrerin des Geländewagens kam indes weiter nach links von der Fahrbahn ab und stieß frontal gegen einen Baum. Auch sie verstarb an der Unfallstelle. Alle lebensrettenden Maßnahmen der anwesenden Notärzte hatten keinen Erfolg.

Der 36-Jährige, der ebenfalls am Unfall beteiligt war, blieb unverletzt, ebenso seine 46-jährige Beifahrerin. Zwei Mitfahrer im Alter von 33 und 58 Jahren, die auf der Rücksitzbank saßen, wurden leicht verletzt. Alle Vier sind nach Polizeiangaben aus dem Ingolstädter Bereich. Die beiden Verletzten wurden vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert.

20-Jähriger stirbt nach Unfall in Bittenbrunn

Wie es im Polizeibericht heißt, wurden die für die Unfallaufnahme zuständigen Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt bei der Unfallaufnahme vor Ort von zwei Gutachtern unterstützt. Diese waren in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt hinzugezogen worden. Die B13 war nach dem Unfall total gesperrt. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Ingolstadt sorgten für eine örtliche Umleitung. Die Unfallaufnahme und die Verkehrssperren waren von örtlichen Feuerwehren unterstützt worden. Zum Einsatz kam auch ein Rettungs- sowie ein Polizeihubschrauber.

Bereits am Samstagabend kam es auf der Staatsstraße 2214 zu einem tödlichen Unfall (wir berichteten). Gegen 17.25 Uhr fuhr ein 20-jähriger Neuburger mit einem ausgeliehenen Motorrad in Richtung Rennertshofen. Kurz vor dem Ortsende Bittenbrunn geriet der junge Fahrer in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem Fahrzeug einer 64-Jährigen aus dem Landkreis Erding.

Anschließend stieß er noch mit dem Wagen einer 42-Jährigen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zusammen. Warum der junge Mann auf die Gegenfahrbahn geriet, wird wohl nie endgültig geklärt, mutmaßt der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Neuburg, Norbert Bachmaier: „Es wird keine weiteren Ermittlungen mehr geben.“

Immer wieder tödliche Unfälle mit Motorradfahrern in der Region

Noch an der Unfallstelle erlag der Motorradfahrer seinen schweren Verletzungen. Die beiden Frauen, die ebenfalls am Unfall beteiligt waren, wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Neuburg gebracht. Damit hat die noch junge Motorradsaison in der Region bereits zwei Leben gefordert. Daher wird Bachmaier nicht müde, an die Verkehrsteilnehmer zu appellieren: „Wir weisen immer wieder auf das Thema Geschwindigkeit hin, kontrollieren mit einer Kontrollgruppe intensiv.“ Motorradfahrer haben kaum Schutz, betont der Dienststellenleiter.

Trotz aller Hinweise kommt es auch in der Region immer wieder zu tödlichen Unfällen mit Motorradfahrern. Bachmaier erinnerte dabei unter anderem an die beiden Unfälle im vergangenen Jahr in Burgheim und auf der Bundesstraße 16 an der Zeller Kreuzung.

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