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Neusäß

18.01.2017

Wie Fotograf Daniel Biskup Donald Trump erlebte

Donald Trump gewährte dem Fotografen Daniel Biskup Einblicke in sein privates Büro im New Yorker Trump-Tower.
Bild: Daniel Biskup

Fotograf Daniel Biskup hatte schon viele bekannte Gesichter vor der Linse. Jetzt hat er auch noch den künftigen US-Präsidenten in dessen Büro getroffen – und war positiv überrascht.

Wenn Daniel Biskup in Superlativen spricht, hat das durchaus etwas zu bedeuten – schließlich bekommt der Fotograf aus Neusäß (Kreis Augsburg) regelmäßig Prominente wie Angela Merkel oder Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor die Linse. Und dennoch: Seine jüngste Arbeit war „von der Resonanz her bisher die größte Geschichte meiner Karriere“. Was Biskup meint: Er hat Donald Trump am Freitag in dessen Büro für das Interview mit der Bild und der britischen Times fotografiert.

Trump ließ nicht lange auf sich warten

Biskup war angenehm überrascht vom künftigen US-Präsidenten: „Er war sehr sympathisch und herzlich, zeigte keinerlei Allüren.“ Während des 50-minütigen Gesprächs habe es im Gegensatz zu manch anderen Terminen keine Restriktionen gegeben: „Ich durfte alles fotografieren und filmen, es gab keinerlei Verbote.“ Auch der Zugang zu Trump war verhältnismäßig unspektakulär: Zusammen mit Bild-Herausgeber Kai Diekmann und dem britischen Journalisten Michael Gove gelangte man über einen Seiteneingang in den Trump-Tower. „Dort wurden unsere Taschen untersucht, wir wurden zu einem Aufzug geleitet. Dort hat uns seine Sekretärin empfangen. Einige Minuten später hat uns der President Elect schon begrüßt.“

Trumps innerstes Reich sieht wie folgt aus: 40 Quadratmeter, zwei Wände aus Beton, zwei Glasscheiben, Designer-Sessel der Edel-Marke Walter Knoll. „Der Blick auf den Central Park ist natürlich gigantisch. Ansonsten herrscht in diesem Büro nicht die fast schon klinische Sterilität, wie in anderen Arbeitszimmern.“ Vielmehr gleicht die Arbeitsumgebung des bald mächtigsten Mannes der Welt einem Museum mit Mitbringseln aus der Welt der Reichen und Schönen: Erinnerungsbilder, Football-Helme, der Weltmeistergürtel von Mike Tyson.

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Trump mag es angeblich ordentlich

Und ja, natürlich – dieser Schreibtisch. Biskup lacht, als er darauf angesprochen wird. „Es kamen Dutzende Anfragen an mich nur zu diesem Schreibtisch.“ Der ist für sich gesehen schon ein Panoptikum: Aktenberge, Bücher und Unterlagenstapel bedecken die Oberfläche nahezu komplett. „In dem Interview sagte Trump, dass er Ordnung liebt. Meine Tochter hat mich daraufhin gefragt: Das soll ordentlich sein?“ Wie so Vieles liege das im Auge des Betrachters. Dass der Tisch so besonders ist, sei gleich klar gewesen: „Der ist schon sehr ungewöhnlich. Bei Angela Merkel zum Beispiel ist alles viel aufgeräumter.“

Ein Urteil über Trump will sich Biskup übrigens nicht erlauben. „Nach 50 Minuten ist das nicht möglich. In drei Monaten sieht das schon etwas anders aus.“

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