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Kreis Augsburg

29.06.2017

Wird der Fliegerhorst Lechfeld Standort für den A400M?

Airbus-Militärtransporter A400M: Die Bundeswehr findet keine Käufer für ihre überzähligen Transall-Nachfolger.
Bild: Christophe Archambault, afp

Der Airbus-Militärtransporter könnte in Bayern stationiert werden. Auch Lechfeld ist im Gespräch. Denn die Luftwaffe hat 13 Maschinen zu viel und wird sie nicht los.

Werden auf dem Fliegerhorst Lechfeld, einst Heimat des 2013 aufgelösten Jagdbombergeschwaders 32, künftig dauerhaft die neuen Transportflugzeuge der Luftwaffe vom Typ Airbus A400M stationiert? In Berlin machen nach Informationen unserer Zeitung entsprechende Überlegungen die Runde. Aber auch der Fliegerhorst Penzing, wo noch das Lufttransportgeschwader 61 stationiert ist, käme als möglicher Standort infrage.

Lechfeld ist zurzeit ein Ausweichflughafen

Ursprünglich wollte die Bundeswehr 53 Maschinen des von Airbus völlig neu entwickelten Transporters übernehmen, der die veraltete "Transall" ablösen soll. Doch als Folge der Sparmaßnahmen reduzierte die Bundeswehr die Zahl auf 40 Maschinen für den Eigenbedarf, die restlichen 13 wollte man weiterverkaufen. Nach den Plänen des Verteidigungsministeriums sollten diese Maschinen auf dem Fliegerhorst Lechfeld stationiert werden, der derzeit dem Taktischen Luftgeschwader 74 in Neuburg an der Donau als Ausweichflughafen dient und noch immer Nato-zertifiziert ist.

Allerdings fand die Bundeswehr bislang keine Käufer für den pannenanfälligen A400M. Zuletzt machte die große Propeller-Maschine Schlagzeilen, als CDU-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem ersten A400M-Flug wegen eines Triebwerksausfalls in Litauen festsaß und für den Rückflug auf eine alte Transall umsteigen musste.

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Lechfeld als potenzieller A400M-Standort?

Gestern bewilligte nach Informationen unserer Zeitung der Haushaltsausschuss des Bundestags auf Antrag des Verteidigungsministeriums Gelder, um die 13 überschüssigen Maschinen so auszurüsten, dass sie in den Dienst der Bundeswehr gestellt werden können. Die Maschinen sollen ab Ende 2018 ausgeliefert werden. Wie unsere Zeitung aus Verteidigungskreisen erfuhr, ist das Lechfeld als potenzieller Standort im Gespräch, im Verteidigungsministerium gibt es Überlegungen, dort eventuell einen multinationalen Verband aufzustellen.

Bislang werden die A400M der Luftwaffe ausschließlich auf dem norddeutschen Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover beim Lufttransportgeschwader 62 stationiert. Die erste Maschine wurde im Dezember 2014 von der Luftwaffe übernommen. Die bestellten 40 Maschinen sollen bis 2020 von Airbus ausgeliefert werden.

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