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Landkreis Augsburg

10.09.2020

Auf der B17 entsteht die längste Baustelle im Landkreis Augsburg

Im Augenblick laufen die Vorbereitungen für die längste Baustelle im Landkreis Augsburg: Ab nächster Woche wird die B17 im Süden auf einer Länge von fast sechs Kilometern erneuert.
Bild: Maximilian Hornung

Plus Die B17 wird für über drei Millionen Euro zwischen Kleinaitingen und Hurlach saniert. Was das für Autofahrer bedeutet und wie die kommenden Wochen ablaufen.

Es ist die längste Baustelle im Landkreis: Auf einer Länge von fast sechs Kilometern wird ab nächster Woche die B17 zwischen den Anschlussstellen Kleinaitingen und Hurlach die Fahrbahn saniert. Seit dieser Woche laufen die Vorbereitungen – der Verkehr in Richtung Landsberg fließt auf einer Spur weiter. Die Fahrbahndecke wird abgefräst und dann erneuert. Darüber dürften sich vor allem die Anwohner freuen.

Denn der neue Fahrbahnbelag soll deutlich leiser sein. Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt in Augsburg geht davon aus, dass der Geräuschpegel um mindestens drei Dezibel sinke. Dafür werden die beiden obersten Schichten der Fahrbahn entfernt und dann ein lärmmindernder Dünnschichtbelag aufgebracht.

Auf der B17 entsteht die längste Baustelle im Landkreis Augsburg

Notwendig wurde die Sanierung, weil die B17 auf dem Abschnitt in die Jahre gekommen ist und Risse bekommen hat. „Wir haben ja bereits große Teile der B17 erneuert“, sagt der Abteilungsleiter. Jetzt sind die fast sechs Kilometer im Landkreis-Süden an der Reihe. Das passiert in den kommenden Wochen:

Zwischen Hurlach und Kleinaitingen wird auf der B17 gebaut

Ab 14. September beginnt die eigentliche Baustelle in Richtung Süden. Eine Spur ist befahrbar, die andere wird erneuert. Die Anschlussstellen Lagerlechfeld und Klosterlechfeld werden gesperrt. Die Zu- und Abfahrt Kleinaitingen bleibt ohne Beeinträchtigung. Von Norden kommend werden alle Fahrzeuge mit Ziel Obermeitingen, Klosterlechfeld, Untermeitingen, Schwabmünchen und Lagerlechfeld in Kleinaitingen ausgeleitet und über die A30 (Schwabmünchen) und A22 (Graben) gelotst.

Den Fahrzeugen aus Westen kommend wird ab Schwabmünchen der Weg über die Westumgehung der Stadt und die A30 zur Auffahrt Kleinaitingen gewiesen. Von Süden kommend, werden Autos nach Schwabmünchen und Untermeitingen ab der Anschlussstelle Hurlach über Obermeitingen, nach Klosterlechfeld ostwärts über die alte B17 und nach Graben über die Abfahrt Kleinaitingen geführt. „Somit umgehen wir, soweit es geht, die inneren Bereiche der Kommunen“, erklärt Stefan Heiß.

Nach drei Wochen ist die Fahrbahn in Richtung Augsburg an der Reihe. Wieder steht eine Spur für den Verkehr zur Verfügung. Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt geh davon aus, dass es an der längsten Baustelle des Landkreises „gut läuft“. Will heißen: „Die Fahrzeugbewegungen sind nicht so hoch wie im direkten Umfeld von Augsburg.“ An normalen Tagen rollen zwischen Oberottmarshausen und Königsbrunn immerhin täglich rund 42.000 Fahrzeuge -– darunter 3200 Lastwagen – über die B17. Bis zum 23. Oktober soll die Baustelle, die rund dreieinhalb Millionen Euro verschlingt, beendet sein.

Parallel laufen die Sanierungen an den Brücken

Parallel dazu laufen noch die Sanierungsarbeiten an zwei Brücken zwischen den Anschlussstellen Königsbrunn Süd und Oberottmarshausen. Die Bauwerke aus den 1970er-Jahren werden bis auf ihr Grundgerüst abgetragen und mit einem neuen Fahrbahnbelag versehen. Auch die Pfeiler auf den Mittelstreifen der B17 werden erneuert. Die Bauarbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein.

Etwas länger als die B17-Baustelle war in diesem Jahr übrigens die Sanierung der B2 im nördlichen Landkreis: Zwischen Meitingen Nord und Biberbach wurde in rund zehn Wochen Bauzeit sechs Kilometer Asphaltdecke abgefräst und 23.000 Tonnen Asphalt neu eingebaut. Die Fahrbahn erhielt ebenfalls einen lärmmindernden Dünnschichtbelag. Für mehr Verkehrssicherheit wurden dort außerdem die bestehenden Nothaltebuchten saniert und zusätzliche Buchten angelegt.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Eine Baustelle, die sein muss

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