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Kreis Augsburg

02.01.2019

Bundeswehr stationiert Transportflugzeug A400M auf Lechfeld

Problemflugzeug: Auch der A400M hat - wie manche Bundeswehr-Rüstungsprojekte - Startschwierigkeiten.
Bild: Hollemann, dpa (Archiv)

Exklusiv Bundestagsabgeordnete bestätigen die Entscheidung des Verteidigungsministeriums. Der Hauptstandort Wunstorf soll bei Transall-Nachfolge entlastet werden.

Die Bundeswehr stationiert den neuen Transportflieger Airbus A400M als Nachfolger der Transall künftig auch in Lagerlechfeld (Landkreis Augsburg). Wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz unserer Redaktion bestätigte, hat sich das Bundesverteidigungsministerium für den Fliegerhorst südlich von Augsburg als zusätzlichen A400M-Standort entschieden. Das viermotorige Transportflugzeug des europäischen Airbus-Konzerns hat eine Nutzlast von 37 Tonnen und soll bei der Bundeswehr unter anderem die betagten Transall-Maschinen ersetzen.

Insgesamt 53 Exemplare des Fliegers will die Bundeswehr anschaffen, rund die Hälfte sind bereits ausgeliefert. Hauptstandort wird wie geplant der Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover. Doch dort wurde der Platz bereits knapp und auch aus strategischen Gründen suchte die Bundeswehr einen Standort in Süddeutschland.

A400M sichert Zukunft des Standorts Lagerlechfeld

Lagerlechfeld galt bereits seit Monaten als Favorit. Mit der Entscheidung sei die Zukunft des Standorts Lagerlechfeld langfristig gesichert, sagte Durz. Auf dem Fliegerhorst würden 170 Millionen Euro investiert und 500 neue Dienstposten geschaffen.

Auch der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Brunner, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags, sprach von einer sehr erfreulichen Nachricht für die Region um den bayerischen Luftwaffen-Stützpunkt. 

Es wird damit gerechnet, dass Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Entscheidung am Mittwoch offiziell bekannt gibt. Vom Standort Lechfeld aus will die Bundeswehr künftig offenbar auch Transportflüge für benachbarte Nato-Partner anbieten.

A400M des Lufttransportgeschwaders 62
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Geschichte, Zahlen, Pannen: Das ist der Transport-Flieger A400M
Bild: Holger Hollemann
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03.01.2019

Sicher haben hier wieder einmal Leute mit - angeblich Gehirn - vergessen über den Tellerrand zu sehen! Was helfen im Lechfeld 500 Mitarbeiter,- wahrscheinlich Soldaten - wenn im Bereich Augsburg durch die Schließung des Coputerunternehmens und des Lampenherstellers viel mehr Arbeitsplätze verloren gegangen sind! Außerdem ist das doch wieder ein Grund im Gebiet um das Lechfeld die Mietpreise weiter anzuheben! Wann werden wir Bürger endlich einmal diese "kurzsichtigen Bestimmer" in die Schranken weisen können!
(edit/mod)

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02.01.2019

Das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht. Der A400M (wenn er denn mal fliegt) ist ein leises, sauberes und schönes Flugzeug. Die Region profitiert mit langfristigen Arbeitsplätzen und Kaufkraft. Man kann nur hoffen, dass die Kampfflugzeuge auf dem Lechfeld der Geschichte angehören. Da profitiert auch der Lärm gestresste Anwohner.

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02.01.2019

Der "lärmgestresste" Anwohner sollte aber gewusst haben, dass er in die Nähe eines Bundeswehrflugplatzes zieht. Ich wohne direkt am Flugplatz, bekomme sogar das Rollen zur Startbahn der Flieger mit und mich stört daran gar nichts im Gegenteil, ich höre das sehr gerne!

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