Eishockey

14.11.2019

Zwei heiße Derbys auf Eis

Derbys sind immer eine heiße und intensive Angelegenheit. Für den EHC Königsbrunn (weiße Trikots) stehen an diesem Wochenende gleich zwei dieser besonderen Partien an. Heute Abend geht es nach Landsberg und am Sonntag ist Schongau zu Gast in der Brunnenstadt.
Bild: Horst Plate

In Landsberg sind die Königsbrunner heute Abend Außenseiter. Beim Heimspiel am Sonntag gegen Schongau sind Punkte wichtig

Königsbrunn Der EHC Königsbrunn hat am Wochenende gleich zwei Derbys auf dem Programm. Zuerst geht es am Freitagabend ab 20 Uhr in Landsberg gegen die „Riverkings“. Sonntag sind dann die „Mammuts“ der EA Schongau zu Gast in der heimischen Eishalle, Anpfiff ist um 18 Uhr.

Seit dem letzten Wochenende hat sich beim EHC Königsbrunn, nach zuvor turbulenten Wochen, nur wenig getan. Der Heimsieg und die darauf folgende Auswärtsniederlage gegen Schweinfurt zeigten Stärken, aber auch einige Schwächen der Mannschaft auf. Unter der Woche wurde hart trainiert, für EHC-Coach Waldemar Dietrich galt es nun an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Mit einigen angeschlagenen Spielern stehen nun zwei hoch intensive Partien auf dem Programm, unklar ist, ob dem Trainer alle Akteure zur Verfügung stehen werden.

Gegen die Riverkings gab es für die Brunnenstädter in den letzten Partien nichts zu holen, obwohl die ein oder andere Partie sehr knapp entschieden wurde. Die Verantwortlichen des HC Landsberg mussten vor der Saison hochkarätige Abgänge verkraften, einige Leistungsträger verließen den Verein. So wechselte Stammgoalie Christoph Schedlbauer, der Neffe des ehemaligen Königsbrunner Coachs Peter Schedelbauer, nach Erding. Seinen Part sollte Markus Kring übernehmen, der lange Jahre für den EHC im Tor stand. Leider zog sich dieser eine Verletzung zu, bei einem Comeback brach die Verletzung erneut auf. Momentan hütet David Blaschta das Landsberger Tor und zeigte sich als verlässlicher Schlussmann.

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Ein weiterer schmerzhafter Abgang war der starke Verteidiger Dennis Neal, der in die Oberliga nach Memmingen wechselte. Neu im Kader ist der Bruder des Landsberger Trainers Fabio Carciola. Nachdem er in der letzten Saison noch in der DEL2 für die Kassel Huskies auflief, trägt der 31-jährige rechte Außenstürmer Adriano Carciola nun die Landsberger Farben. Auch er verletzte sich zu Beginn der Saison, feierte aber in den letzten Spielen sein Comeback. Erste Punkte konnte er auch schon auf seinem Scorerkonto verbuchen.

Der Topscorer der Oberbayern ist aber momentan der 24-jährige Tscheche Marek Charvát, der es in elf absolvierten Partien auf 13 Scorerpunkte brachte. Am Freitag gegen Königsbrunn wird Andrew McPherson sein letztes Spiel für die Riverkings absolvieren. Der Publikumsliebling half dem HC Landsberg aus, als die Personalnot am größten war.

Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart kamen die Riverkings zuletzt wieder in die Spur und stehen momentan auf dem sechsten Tabellenrang. Der Landsberger Kader ist breit aufgestellt und das Ergebnis von jahrelanger guter Arbeit der dortigen Verantwortlichen. Gegen den EHC sind die Riverkings am Freitag klarer Favorit.

Sonntagsgegner Schongau steht momentan auf dem undankbaren letzten Platz, allerdings muss sich der EHC davor hüten, die Mammuts als leichten Punktelieferanten zu sehen. Denn fast alle Partien endeten knapp, zu Beginn der Saison holte sich Schongau sogar zwei Punkte aus der Auswärtspartie in Miesbach.

Auch Landsberg musste schon einen Punkt gegen die Mammuts liegen lassen. In Erding konnte Schongau einen Punkt erkämpfen, der EHC holte sich dort auswärts nur eine blutige Nase. Zuhause sind die Mammuts schwer zu besiegen, für den EHC Klostersee gab es in Schongau nichts zu holen. Letzten Sonntag verlor die Mannschaft denkbar knapp mit 0:1 gegen die starken Gäste aus Passau. Gegen Königsbrunn sollen nun wichtige Punkte her.

Topscorer der Gäste ist der 29-jährige Tscheche Jakub Muík, der in der letzten Saison nach Schongau wechselte. In den bisher zwölf Partien holte er sich zwölf Scorerpunkte.

Wichtiger Bestandteil der Mammuts ist der 38-jährige tschechische Center Milan Kopecky, der seit 2013 dem Verein die Treue hält und bisher acht Scorerpunkte verbuchen konnte. Schongaus Trainer Andreas Leschinger hat einen schlagkräftigen Kader geformt, den der EHC auf keinen Fall unterschätzen sollte.

Königsbrunns dritter Vorstand Tim Bertele fordert drei Punkte: „Am Wochenende können sich unsere Fans auf zwei Derbys freuen. Das Spiel am Freitag wird wahnsinnig schwer, da ist Landsberg klarer Favorit. Wenn unsere Jungs aber gut aufgelegt sind, können wir jeden Gegner schlagen. Am Sonntag dürfen wir die Schongauer nicht unterschätzen. Wenn wir noch ein Wort um Platz 6 mitreden wollen, sind drei Punkte am Wochenende Pflicht. Ich hoffe bei beiden Spielen wieder auf zahlreiche Unterstützung unserer Fans.“ (SZ)

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