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Bayern-Monitor

16.04.2019

Mehrheit der Bayern kennt Manfred Webers politische Positionen kaum

Manfred Weber ist Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) bei der Europawahl.
Bild: Peter Kneffel, dpa

Exklusiv CSU-Politiker Manfred Weber hat gute Chancen, der nächste EU-Kommissionspräsident zu werden. Wofür er politisch steht, wissen viele Bayern allerdings nicht.

In weniger als sechs Wochen wird feststehen, wer Jean-Claude Juncker als Präsident der EU-Kommission beerbt. Gute Chancen hat ein Bayer: CSU-Politiker Manfred Weber geht als Spitzenkandidat der christdemokratischen Parteienfamilie EVP in die Europawahl. Vergangene Woche erklärte Weber in einem Interview mit unserer Redaktion: "Ich traue es mir zu und ich will dieses Amt. Und ein bisschen etwas Bayerisches kann in Brüssel nicht schaden."

Doch dafür, dass es der 46-Jährige bald schon an die Spitze der EU schaffen könnte, weist eine Mehrheit der bayerischen Bevölkerung Lücken auf: Sie weiß nicht genau, wie Manfred Weber sich zu wichtigen politischen Themen wie dem Brexit, der europäischen Flüchtlingspolitik oder der Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump positioniert. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion sind 55,1 Prozent der Bayern nicht gut oder gar nicht über die politischen Positionen des EVP-Spitzenkandidaten informiert. Immerhin 42 Prozent sagen, seine Positionen gut zu kennen.

 

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Rund jeder dritte CSU-Wähler kennt Webers politische Positionen nicht

Anhänger fast aller Parteien beantworteten die Frage "Wie gut kennen Sie die politischen Positionen des Europawahl-Spitzenkandidaten der EVP, Manfred Weber?" mit "weniger gut" oder "gar nicht". Lediglich unter CSU-Wählern gibt ein Großteil an, "sehr gut" oder "eher gut" zu wissen, wofür Weber steht. Doch selbst unter ihnen kann rund jeder Dritte nicht genau angeben, wie Weber sich bei aktuellen politischen Fragen positioniert.

Der EVP-Spitzenkandidat bleibt angesichts der Ergebnisse aus unserer Umfrage unbeeindruckt. "Es ist gut, dass sich bereits jetzt relativ viele Menschen mit der Europawahl auseinandersetzen. Der Wahlkampf geht aber nach Ostern erst richtig los", sagte Weber unserer Redaktion.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der bayerischen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage wurden die Antworten von 3007 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 3,1 Prozent. Der Befragungszeitraum war vom 8. bis 15. April 2019.

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Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

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Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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