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FC Bayern München

11.08.2020

Leon Goretzka: Bayerns Trumpf auf dem Weg zum Triple

Leon Goretzka in Aktion: So will Bayern-Trainer Hansi Flick den Mittelfeldmotor des FC Bayern auch gegen Barcelona sehen.
Bild: Hassenstein, Getty Images

Der 25-Jährige ist einer der Trümpfe des FC Bayern vor dem Viertelfinale in der Champions League gegen Barcelona. Die Partie stellt für ihn eine Premiere dar.

Leon Goretzka ist ein Frühberufener: Als 17-Jähriger war er Stammspieler in der 2. Liga, als 18-Jähriger machte er sein erstes Spiel in der Champions League, als 19-Jähriger trug er erstmals das deutsche Nationaltrikot. In einem Alter, in dem Gleichaltrige die große Fußball-Welt nur von der Playstation kennen, maß sich der gebürtige Bochumer mit den Stars auf dem Platz. Doch für jemand, der als Teenager schon eine Premiere nach der anderen erlebt hat, werden die ersten Male bald rar. Irgendwann war zwar nicht alles, aber doch vieles schon mal da. Insofern ist das, was am Freitagabend um 21 Uhr (live auf Sky) ansteht, für den heute 25-Jährigen etwas Besonderes: Zum ersten Mal in seiner Karriere wird Goretzka gegen den FC Barcelona mit Lionel Messi spielen.

Der Rahmen dafür ist nicht der schlechteste: Viertelfinale der Champions League. Wie wichtig ihm das ist, gab Goretzka im Trainingslager des FC Bayern an der Algarve zu: "Ich habe zwar schon einige Male gegen Cristiano Ronaldo gespielt. Aber es freut mich, jetzt dem anderen prägenden Spieler einmal gegenübertreten zu können."

Tatsächlich dürfte es Goretzka in der Mittelfeldzentrale der Bayern einige Male mit dem argentinischen Star zu tun bekommen. Je stärker die Kreise von "La Pulga", dem Floh, eingedämmt werden, desto besser für die Münchner. Goretzka betont jedoch selbstbewusst: "Wir reisen mit einer breiten Brust an, die wir uns im letzten Dreivierteljahr erarbeitet haben. Letztendlich sind wir da schon positiv gestimmt."

Leon Goretzka: Bayerns Trumpf auf dem Weg zum Triple

Leon Goretzka ist beim FC Bayern weiter gereift

Die Sache mit der breiten Brust ist bei Goretzka nicht nur auf die Muskelmasse zurückzuführen, die er in den vergangenen Monaten aufgebaut hat. Der Nationalspieler hat sich in den vergangenen Monaten von einem guten zu einem formidablen Spieler zwischen den Strafräumen entwickelt. Einem, dem man es zutraut, gegen Barcelona nicht nur Messi in Schach zu halten, sondern selbst Akzente in der Offensive zu setzen. Das klappte in der Bundesliga mit Joshua Kimmich an seiner Seite enorm gut. Alleine nach dem Neustart sammelte Goretzka in elf Ligaspielen neun Scorerpunkte (fünf Tore, vier Vorlagen).

Gegen Barcelona wird sein Kumpel Kimmich wegen der Verletzung von Benjamin Pavard hinten rechts benötigt, sodass Thiago in die Zentrale rückt. Goretzka sagt dazu: "Mit Joshua habe ich mich gut eingestellt, vieles lief automatisch ab. Aber Thiago hat eine Qualität, die wir brauchen werden." Die Rollenverteilung ist dabei in etwa die gleiche: Goretzka spielt den offensiveren Part, während sich Thiago und Kimmich die Bälle weiter hinten holen: "Ich bin jemand, der versucht, in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Da wird Thiago mich absichern."

Goretzka betont: "Wir wissen, was wir für eine Chance haben"

Am Donnerstag geht es für den FC Bayern nach Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt findet das Finalturnier der Königsklasse statt. Im Idealfall bleibt der deutsche Double-Gewinner für drei Spiele und bis zum Finale am 23. August in der Hafenstadt, um als Triple-Gewinner in die Heimat zurückzukehren. Wie groß der Wille ist, dies zu schaffen, betonte Goretzka vor dem Spiel gegen Barcelona: "Wir wissen, was wir für eine Chance haben und sind heiß auf das Turnier."

Dass entgegen der sonstigen Gepflogenheiten nicht im Hin- und Rückspiel, sondern in nur einer Partie darüber entschieden wird, wer in die nächste Runde kommt, kommt Goretzka entgegen: "Ich bin ein großer Freund des DFB-Pokals, in dem ja auch anders als in anderen Ländern eine Partie entscheidet. Das hat seinen Reiz."

Setzt sich der FC Bayern gegen Barcelona durch, könnten im Halbfinale Manchester City und im Endspiel Paris St. Germain als Gegner warten. In Lissabon winken für Goretzka nicht nur große Spiele, sondern eine weitere Premiere: In einem Endspiel um eine europäische Trophäe stand der 25-Jährige auch noch nie. Die Chancen, das in den kommenden Tagen zu ändern, stehen zumindest nicht schlecht.

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