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Nationalmannschaft
25.03.2021

Es geht doch: DFB-Elf mit souveränem 3:0-Sieg gegen Island

Prägende Gestalten des deutschen Erfolgs: Ilkay Gündogan (links) Kai Havertz und Leon Goretzka trugen sich beim 3:0 gegen Island in die Torschützenliste ein. Der verdeckte Serge Gnabry glänzte diesmal als Vorbereiter.
Foto: Tim Groothuis, Witters

Im ersten Spiel nach dem angekündigten Rücktritt von Joachim Löw zeigt sich die Nationalmannschaft spielfreudig. Vor allem die Spieler des FC Bayern glänzen.

Hannes Halldórsson war gewiss mit anderen Hoffnungen in seinen Arbeitstag gestartet. Dem isländischen Nationaltorwart war am Donnerstagabend nach sieben Minuten noch keine Parade gelungen, allerdings hatte er den Ball zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mal aus dem Tornetz fischen müssen. Am Ende des WM-Qualifikationsspiels zeigte die Anzeigetafel einen 3:0-Sieg für Deutschland an. So betrüblich der Arbeitstag für Halldórsson gewesen ist, so erleichtert dürfte Joachim Löw gewesen sein.

Schließlich war es die erste Partie nach seinem angekündigten Rücktritt. Zwar hatten seine Spieler in den vergangenen Tagen immer wieder betont, wie gerne sie Löw ein fulminantes Abschiedsgeschenk bereiten wollen – nicht zuletzt das 0:6 gegen Spanien ließ aber berechtigte Zweifel an der innerbetrieblichen Statik dieser Mannschaft zu. Schon die ersten Minuten der Partie aber zeigten eine ebenso energische wie spielfreudige Mannschaft.

Nach sieben Minuten war das Spiel Deutschland - Island faktisch entschieden

Leon Goretzka schoss die Elf nach drei Minuten in Führung, nachdem Joshua Kimmich den als Mittelstürmer aufgebotenen Serge Gnabry freigespielt hatte, der wiederum seinem Münchner Mannschaftskameraden passgenau servierte. Kurz darauf vollendete der Londoner Kai Havertz eine Kombination über Kimmich und Leroy Sané zum 2:0 (7.). Die Partie war zu einem frühen Zeitpunkt entschieden.

Dabei war kurzzeitig nicht klar, ob am Abend in Duisburg würde überhaupt gespielt werden können. Ein Corona-Test Jonas Hofmanns vom Mittwoch ergab ein positives Ergebnis, wie der DFB am Donnerstagvormittag bekannt gab. Der Gladbacher wurde umgehend isoliert. Das örtliche Gesundheitsamt aber sah es als nicht notwendig an, den Rest der deutschen Mannschaft unter Quarantäne zu stellen. Es identifizierte lediglich Marcel Halstenberg als Kontaktperson 1. Somit durfte der Leipziger nicht gegen Island auflaufen. Mit dem bereits verletzt abgereisten Toni Kroos sowie den angeschlagenen Niklas Süle und Robin Gosens musste Löw auf fünf Spieler verzichten.

Deutschland ließ nach, den Isländern fehlten die Mittel

Gegen die Isländer fiel das nicht ins Gewicht. Die Skandinavier allerdings taten der deutschen Mannschaft nach dem frühen 0:2 nicht den Gefallen, aktiver am Spielgeschehen teilzunehmen. Sie gruppierten sich eng um den eigenen Strafraum und zwangen das deutsche Team so dazu, kleinteilige Lösungen zu finden. Das führte neben einigen sehenswerten Pass-Stafetten auch zu vereinzelten Ballverlusten. Den Isländern allerdings fehlten die Mittel, daraus Kapital zu schlagen. Zwar hatten sie sich für WM 2018 und EM 2016 qualifiziert, gleichwohl kann ein Land mit 360.000 Einwohnern nur schwerlich regelmäßig derart viele hochqualifizierte Fußballer hervorbringen, um sich auf Augenhöhe mit den Top-Nationen zu messen. Als solche hat das deutsche Team zumindest aus isländischer Sicht zu gelten.

So konnten es die Insulaner zumindest als Erfolgserlebnis verbuchen, nach den ersten beiden frühen Treffern keinen weiteren bis zur Halbzeitpause zu kassieren.

Mit Beginn der zweiten Hälfte versuchten sie das Spiel der Deutschen weiter weg vom Tor zu halten. Ein trockener Abschluss Ilkay Gündogans aus 19 Metern zum 3:0 zeigte allerdings den nur bedingten Erfolg dieser Maßnahme (56.). In Anbetracht des souveränen Erfolgs wechselte Löw zwölf Minuten vor dem Schluss mit dem erst 18-jährigen Jamal Musiala einen Debütanten ein. Der dürfte den Arbeitstagbesser in Erinnerung behalten als Islands Torwart Hannes Halldórsson.

Für die deutsche Mannschaft bleibt die Erkenntnis, den Weg zur EM hoffnungsvoller angehen zu können, als dass zuletzt noch anzunehmen war. Das zweite Teilstück steht am Sonntag in Rumänien bevor (20.45 Uhr, RTL).

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