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Eishockey

22.09.2019

Roy hält für die Augsburger Panther den Sieg fest

Olivier Roy ist auch in dieser Saison ein sicherer Rückhalt im Tor der Panther. Das zeigte er am Sonntagabend in Schwenningen.
Bild: Osnapix

Die Augsburger Panther gewinnen in Schwenningen nach Penaltyschießen. Entscheidend auf dem Eis waren der AEV-Torwart und ein technisches Kabinettstückchen.

Viermal hatten die Augsburger Panther in der vergangenen Saison gegen die Schwenninger Wild Wings gewonnen. Dieser Serie fügten sie im Auswärtsspiel am Sonntag einen fünften Erfolg hinzu. 4:3 (2:1, 0:1, 1:1, 1:0) gewann die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie nach Penaltyschießen.

Dabei hatten sich die Augsburger aber über weite Strecken schwer getan. Das lag unter anderem daran, dass ihnen der Dreh- und Angelpunkt ihres Offensivspiels fehlte. Der US-Amerikaner Drew LeBlanc war aufgrund eines Trauerfalls in der Familie in die Heimat gereist.

Für ihn kam Neuzugang Alex Lambacher zu seinem ersten DEL-Einsatz im Trikot der Panther. Zusammen mit Marco Sternheimer, 21, und Jakob Mayenschein, 22, bildete der 22-Jährige eine sehr jugendliche vierte Reihe – die trotzdem einige auffällige Szenen hatte, vor allem durch Sternheimer.

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Durch den Ausfall LeBlancs sah sich Tuomie aber auch in den anderen drei Sturmreihen zu größeren Umbaumaßnahmen gezwungen. Das war den Panthern anzumerken, die sich immer wieder schwer taten, einen geordneten Spielaufbau zu initiieren.

Augsburger Panther: In manchen Phasen muss es die "rohe Gewalt" richten

Schwenningen dagegen nutzte gleich die erste Überzahl zur Führung. Jamie MacQueen traf in Überzahl perfekt ins Kreuzeck (7.), Roy im Tor der Gäste war ohne Chance. Auch in der Folge hatten die Hausherren deutlich mehr vom Spiel. Die Panther fanden in der Offensive nur selten einen Weg in Richtung gegnerisches Tor. In exakt diesen Phasen muss es dann eben die Abteilung „rohe Gewalt“ richten. Diesmal in Person von Simon Sezemsky, der von der blauen Linie abzog – der Puck wurde von Thomas Holzmann noch abgefälscht (18.), weshalb der Stürmer aus Buchloe den Treffer zugeschrieben bekam. David Stieler stellte den Spielverlauf dann komplett auf den Kopf und brachte Augsburg mit 2:1 in Führung (18.).

Nach dem ersten Seitenwechsel glichen die Wild Wings in ihrem zweiten Powerplay mit ihrem zweiten Überzahltreffer zum 2:2 aus, diesmal traf Christopher Fischer (31.). Wie schon beim ersten Gegentreffer hatte bei den Panthern Christoph Ullmann auf der Strafbank gesessen.

Die Augsburger kamen auch jetzt nur schwer in Fahrt, obgleich ihnen das Engagement eindeutig nicht abzusprechen war. Schwenningen hingegen erarbeitete sich ein Chancenplus, scheiterte aber ein ums andere Mal am starken Roy, der immer wieder einen Schoner oder die Fanghand in letzter Sekunde an den Puck brachte.

Augsburger Panther: Vierte Partie, dritte Verlängerung

In dieser Manier begann auch das letzte Drittel. Roy hielt seine Mannschaft im Spiel. Und die wusste das zu nutzen: In Überzahl war es erneut der starke Sezemsky, der seine überragende Schusstechnik demonstrierte. Diesmal schlug der Puck ohne Ablenkung hinter Dustin Strahlmeier im Schwenninger Tor ein (54.). Das Spiel in Unterzahl war an diesem Abend allerdings die Schwachstelle der Panther. Erneut MacQueen glich mit dem dritten Powerplay-Treffer der Gastgeber zum 3:3 aus (59.).

In der vierten Partie der Saison mussten die Augsburger zum dritten Mal in die Verlängerung. Diese blieb torlos – Penaltyschießen. Und in diesem zeigte Stieler seine ganze technische Klasse, mit einem wunderbaren Rückhandtreffer sicherte er seiner Mannschaft den Zusatzpunkt. (ako)

Augsburg Roy – Valentine, Sezemsky; Lamb, Tölzer; McNeill, Haase; Rogl – Schmölz, Stieler, Payerl; Fraser, Gill, Holzmann; Hafenrichter, Ullmann, Callahan; Sternheimer, Lambacher, Mayenschein

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