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Augsburger Panther

16.11.2020

DEL vor der Entscheidung: Sind die Augsburger Panther dabei?

Nehmen die Augsburger Panther an der kommenden DEL-Saison teil? Einiges deutet darauf hin.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Die Entscheidung steht unmittelbar bevor. Am Donnerstag beraten die Gesellschafter der 14 DEL-Klubs über die kommende Saison. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass auch die Augsburger Panther dabei sind.

Die Entscheidung steht unmittelbar bevor. Am Donnerstag schalten sich die Gesellschafter der 14 DEL-Klubs in einer Videokonferenz zusammen und beraten über die kommende Saison. Deren Start ist aufgrund der Corona-Pandemie schon zweimal verschoben worden. Jetzt aber deutet alles darauf hin, dass es am 18. Dezember losgeht. Fraglich ist nur, ob auch alle 14 Klubs an den Start gehen. Da im Eishockey bis zu 80 Prozent der Einnahmen sogenannte spieltagsbezogene Erlöse sind, ist der derzeitige Ausschluss von Zuschauern nur schwer aufzuwiegen. Es gibt gleich mehrere Wackelkandidaten, zu ihnen gehören auch die Augsburger Panther.

Acht DEL-Klubs nehmen gerade an einem Vorbereitungsturnier teil. Man kann also annehmen, dass sie auch an der Saison teilnehmen wollen. Nicht dabei sind neben Augsburg auch noch Köln, Iserlohn und Straubing. Ingolstadt und Nürnberg fehlen ebenfalls, haben aber schon ihre Bereitschaft verkündet, in die neue Spielzeit starten zu wollen.

Die Kölner Haie verkaufen virtuelle Tickets

In Köln läuft gerade eine große Hilfsaktion, mit der 100.000 virtuelle Tickets für je 10 Euro verkauft werden sollen, um den Etat zu sichern. Zuletzt hatte Ex-Nationalspieler Lukas Podolski eine Wette angeboten: Wenn es Köln schaffe, alle Tickets zu verkaufen, werde er als Spieler für die Haie auflaufen. Angeblich sind, auch dank der prominenten Unterstützung, schon fast alle Tickets verkauft. Köln dürfte also auch dabei sein.

Drew LeBlanc wird auch in den kommenden beiden Spielzeiten für die Augsburger Panther auflaufen.
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Der bisherige AEV-Kader für die Saison 2020/21
Bild: Siegfried Kerpf

Aus Straubing sind ebenfalls verhalten optimistische Töne zu vernehmen. Bleiben Iserlohn und Augsburg als die größten Wackelkandidaten. Aus beiden Klubs ist zuletzt ähnliches zu hören gewesen. Beiden war es vor allem darum gegangen, die Standorte auch über das Jahr 2021 hinaus zu erhalten. In Augsburg ist das gelungen. Seitdem das feststeht, wird mit heißer Nadel an einem Etat für die Saison 2020/21 gestrickt. Das ZDF berichtete am Sonntag, alle 14 Klubs hätten schon ihre Unterlagen eingereicht, also auch die Panther. Der allgemeine Optimismus dürfte auch damit zusammenhängen, dass inzwischen sechs DEL-Klubs einen Zuschuss aus dem Hilfspaket der Bundesregierung erhalten haben. Nicht bekannt ist, welche Klubs das sind. Der Zuschuss ist zwar auf vergleichsweise bescheidene 800.000 Euro gedeckelt, ist in dieser Situation aber vor allem für die kleineren Klubs von entscheidender Bedeutung. Denn die Etats dürften von bisher durchschnittlich acht Millionen Euro deutlich nach unten korrigiert werden.

DEL: Panther-Boss Lothar Sigl und die Quadratur des Kreises

Aus der Klubführung der Panther gibt es bisher keine Bestätigung dafür, dass sie einen Antrag auf Teilnahme gestellt hat. Sollte die Nachricht stimmen, worauf vieles hindeutet, hätte das Team um den geschäftsführenden Gesellschafter Lothar Sigl etwas geschafft, was der Quadratur des Kreises nahe kommt. Denn ohne Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion fehlen rund 80 Prozent der Einnahmen. Es ist also davon auszugehen, dass die Augsburger zu den sechs Glücklichen gehören, die Geld vom Bund bekommen. Zudem müssen viele Sponsoren bereit sein, auch für Geisterspiele zu zahlen. Das ist nicht selbstverständlich, denn die Panther haben keinen potenten Hauptsponsor, sondern viele kleinere regionale Unternehmen als Geldgeber. Diese zahlen dafür, dass ihrer Werbung im Stadion gesehen wird.

Vor allem aber müssen die Spieler, die sich noch in Kurzarbeit befinden, weiteren Einschnitte bei den Gehältern zugestimmt haben. Denn sie machen den Großteil der Ausgaben des Klubs aus. Ein Viertel war ohnehin schon gestundet worden, das dürfte aber bei weitem nicht reichen. In Köln sollen die Profis auf 60 Prozent verzichtet haben. vermutlich werden sich die Einschnitte in Augsburg in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.

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