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FC Bayern

02.09.2019

Der Fremdkörper Jerome Boateng bleibt in München

Hat das Training beim FC Bayern wieder aufgenommen: Jérôme Boateng.
Bild: Marius Becker, dpa

Jérôme Boateng wollte weg, die Münchner legten keinen Wert auf ihn – und trotzdem gelang kein Wechsel. Dabei war Juventus Turin scheinbar sehr interessiert.

Modefan Jérôme Boateng wollte an der Seite von Glamour-Fußballer Cristiano Ronaldo bei Juventus Turin noch mal so richtig glänzen. Doch ein Wechsel des früheren Nationalspielers vom FC Bayern zum italienischen Rekordmeister kam nicht zustande. Wie Sport Bild und Bild am Montag berichteten, gab es keine Einigung über einen Transfer des Weltmeister-Verteidigers von 2014. Woran der Wechsel scheiterte, blieb indes ungeklärt.

Bayern-Boss Uli Hoeneß hatte zu Boateng unmissverständliche Ansage gemacht

Boateng hatte am Sonntag kurzfristig bei den traditionellen Fotoaufnahmen der Münchner in Lederhosen zum Oktoberfest gefehlt. Dies hatte vor Ablauf der Transferfrist am Montag Spekulationen um einen Wechsel Boatengs befeuert, der am Dienstag 31 Jahre alt wird.

Das Ja für Verhandlungen mit Juve erhielt Boateng dem Vernehmen nach, sein Berater Christian Nerlinger traf sich demnach mit Vertretern des italienischen Dauermeisters. „Ich brenne immer noch, ich bin heiß“, hatte der 76-malige Nationalspieler Ende vergangener Saison gesagt, nachdem er über eine Rolle als Bankspieler nicht mehr hinausgekommen war.

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Vorausgegangen war eine unmissverständliche Ansage von Bayern-Patron Uli Hoeneß an den einst als weltbesten Innenverteidiger gepriesenen Boateng. „Ich glaube, für ihn wäre es vielleicht besser, wenn er mal eine andere Luft genießen würde. Ich würde ihm raten, den FC Bayern zu verlassen“, hatte Hoeneß nach dem DFB-Pokalsieg Ende Mai gesagt und ihn sogar als „Fremdkörper“ getadelt.

Wie Boateng unter Kovac an Ansehen gewinnen konnte

Seit Anfang 2016 war Boateng wegen schwerer Verletzungen nicht mehr richtig in Tritt gekommen. Die Stimmung war frostig. Doch der bis zum 30. Juni 2021 vertraglich gebundene Boateng legte im Sommer eine starke Vorbereitung hin und gewann dadurch an Ansehen zurück. „Jérôme macht es bisher sehr gut“, lobte ihn Trainer Niko Kovac auf der USA-Reise der Münchner.

An der Seite vom zum Abwehrchef erkorenen Niklas Süle verteidigte Boateng beim 0:2 im Supercup gegen Borussia Dortmund. In der Bundesliga und im DFB-Pokal blieb der einst als „Boss“ gerühmte Fixpunkt – auch krankheitsbedingt – anschließend jedoch ohne Einsatz. (dpa)

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