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FC Ingolstadt

01.07.2020

0:2 gegen Magdeburg: Hängende Köpfe beim FC Ingolstadt

Nicht zu fassen: Während die Magdeburger feiern, hat der FC Ingolstadt eine große Chance im Aufstiegskampf vergeben. Hier ärgert sich Justin Butler.
Bild: Roland Geier

Mit einem Sieg gegen den 1. FC Magdeburg hätte der FCI auf einen direkten Aufstiegsplatz springen können. Doch die Schanzer verlieren mit 0:2. Nach Spielschluss erhalten sie doch noch eine gute Nachricht.

Ingolstadt Ein Blick in die traurigen Gesichter der Spieler und Verantwortlichen des FC Ingolstadt genügte, um die Enttäuschung an diesem Abend zu erahnen. Während der 1. FC Magdeburg nach dem 2:0-Sieg lautstark den Klassenerhalt in der 3. Liga bejubelte, hatten die Schanzer eine riesengroße Chance aus der Hand gegeben. Da die Würzburger Kickers verloren (1:5 bei Viktoria Köln), hätte der FCI mit einem Sieg auf einen direkten Aufstiegsplatz springen können. Diese Möglichkeit wurde verpasst, weil ihm die spielerischen Mittel fehlten, das Abwehrbollwerk der Magdeburger zu knacken.

Als die Partie in Ingolstadt abgepfiffen war, wären die Schanzer sogar auf Rang fünf zurückgefallen. Doch da der MSV Duisburg in der Nachspielzeit beim FC Bayern II das 2:2 hinnehmen musste, hat der FCI am letzten Spieltag die Relegation weiterhin in der eigenen Hand. Voraussetzung ist ein Sieg bei 1860 München, mit dem bei einer Würzburger Pleite gegen Halle sogar noch der direkte Aufstieg gelingen könnte. Mathematik ist in dieser engen 3. Liga nötig. Doch entschieden wird bekanntlich alles auf dem Rasen.

FC Ingolstadt: Knaller steht zwischen den Pfosten

Bei den Schanzern stand gegen Magdeburg erneut Marco Knaller im Tor, der zuletzt beim 2:0-Sieg in Meppen Fabijan Buntic stark vertreten hatte. Diesmal musste er in der ersten Hälfte kaum eingreifen. Denn die Gäste fanden im Spiel nach vorne nicht statt und beschränkten sich aufs Verteidigen. Dies machten sie geschickt, weshalb die Bemühungen des FCI meist am gegnerischen Sechzehner zu Ende gingen. Caniggia Elva mit einem Distanzschuss (4.) und Fatih Kaya mit einem Kopfball (14) kamen in der Anfangsphase zumindest zu Abschlüssen, die jeweils das Tor verfehlten. Den Ingolstädtern fehlten Ideen und Durchschlagskraft, um sich Möglichkeiten zu erspielen. Folglich gingen den beiden vielversprechendsten ein Zufallsprodukt beziehungsweise ein Fehler der Magdeburger voraus. Zunächst landete ein abgefälschter Distanzschuss im Lauf von Fatih Kaya, der einen Schritt zu langsam war, um den Ball vor FCM-Keeper Morten Behrens zu erreichen (34.). Danach verstolperte Tobias Müller im Aufbau den Ball gegen die früh pressenden Schanzer. Statt die Überzahl geduldig auszuspielen, zog Kaya ab und verfehlte das Gehäuse (35.).

Die ersten Akzente in Hälfte zwei setzten hingegen die Ostdeutschen. Zunächst kam Sirlord Conteh nach einem Duell mit Knaller im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Patrick Kessel ließ weiterspielen. Wohl zurecht, da Conteh einzig auf den Kontakt aus war (47.). Während die Magdeburger Bank noch protestierte, kam die Mannschaft zu ihrer bis dato besten Chance. Doch Knaller war zur Stelle, als Christian Beck mit dem Fuß einen Schuss von Daniel Steininger umlenkte (48.).

FC Ingolstadt: Thalhammer verpasst das 1:0

Als sich auf den anderen Plätzen die Ereignisse überschlugen (Köln führte gegen Würzburg mit 2:0, Mannheim glich in Braunschweig zum 2:2 aus) hätte der FCI mit einem einzigen Treffer sogar den zweiten Platz hinter dem FC Bayern II übernehmen können. Die Chance bot sich Thalhammer, der nach einem Doppelpass mit Kutschke frei vor dem Tor auftauchte, jedoch an Behrens scheiterte (58.). Statt Zweiter waren die Schanzer wenige Minuten später in der Blitztabelle nur noch Fünfter – und damit nicht einmal auf dem Relegationsplatz. Thalhammer fälschte einen Distanzschuss von Thore Jacobsen unhaltbar zum 0:1 ab (60.).

Die Schanzer, die nach den strapaziösen zurückliegenden Wochen müde wirkten, warfen alles nach vorne. Allerdings sehr hektisch und kaum strukturiert. Chancen? Nicht vorhanden. Besser machten es die Gäste. Beck bediente Mario Kvesic, der aus 16 Metern zum 0:2 in den Winkel traf (83.). Noch einmal Hoffnung kam beim FCI in der Nachspielzeit auf, als Kutschke zum Elfmeter antreten durfte. Doch der Kapitän schoss schwach und schob die Kugel Behrens in die Arme (90.+4).

FC Ingolstadt 04 Knaller – Paulsen, Antonitsch (46. D. Eckert Ayensa), T. Schröck, Gaus – Ananou, Krauße (67. Wolfram), Thalhammer, Elva (67. Hawkins) – Kutschke, Kaya (76. Butler).


1. FC Magdeburg M. Behrens – Koglin, Tob. Müller, Perthel, Bell Bell – Jacobsen, Rother, Gjasula – S. Conteh (73. Osei Kwadwo), Beck, Steininger (81. Kvesic (90.+2 Roczen).

Schiedsrichter Patrick Kessel (Nordheim) – Tore 0:1 Jacobsen (61.), 0:2 Kvesic (84.) – Besondere Vorkommnisse M. Behrens (1. FC Magdeburg) hält Foulelfmeter von Kutschke (FC Ingolstadt 04) (90.+4).

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